Streng­the­ning Aqua­cul­tu­re In­dus­try Through Re­ne­wa­ble En­er­gies

(STAIRE)

Fischerei spielt eine wichtige Rolle in Senegals Wirtschaft und Ernährung. Aufgrund der Nichtverfügbarkeit bezahlbarer Energie fehlt es jedoch häufig an angemessenen Kühl- und Transporteinrichtungen. Im Rahmen des STAIRE-Projekts wird an der Université Gaston Berger (UGB) in Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern ein interdisziplinärer Zertifikatskurs entwickelt.  Die Studierenden lernen in einem praxisorientierten Lehrplan, wie erneuerbare Energien im Fischereisektor eingesetzt werden können.

Projektlaufzeit
2020 - 2023
Geldgeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

ARE-News­let­ter zur Kühl­tech­nik

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Das STAIRE-Projekt wird im August 2020 Newsletter der Alliance for Rural Electrification im Bereich der Kühltechnik vorgestellt.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Das Projekt STAIRE zielt darauf ab, die Fischerei im Senegal durch die Integration erneuerbarer Energien (RE) zu stärken. Der Sektor ist für das Land von entscheidender Bedeutung, da Fisch für die einheimische Ernährung lebenswichtig ist. Die Fischer sind jedoch meist nicht in der Lage, die Waren sachgemäß zu lagern, zu verarbeiten und zu transportieren, da die Energieverfügbarkeit und der relativ hohe Energieverbrauch für diese Tätigkeiten, die wiederum kostspielig sind, fehlen. Durch die Integration erneuerbarer Energiequellen werden die Fischer in der Lage sein, Lebensmittel adäquat zu handhaben und so ein stabiles Einkommen zu erwirtschaften.

Die Université Gaston Berger (UGB) in Saint Louis hat einen Schwerpunkt auf Agro- und Aquakultur. Im Zuge des Projektes wird an der UGB ein  Zertifikatsstudiengang mit Praxisbezug entwickelt und umgesetzt, um die Lücke zwischen theoretischer Ausbildung und praktischen Erwartungen des Arbeitsmarktes nachhaltig zu schließen.  Der Zertifikatskurs verbindet  den Bereich Agrarwirtschaft / Aquakultur mit Technologien der erneuerbaren Energien.

Um Energiethemen umfassend in das Angebot einzubeziehen, begleiten drei Industriepartner das Projekt. Zum einen die deutschen Firmen Firmen EnergieKonzepte Schiffer sowie KTI Plersch Kältetechnik, und zum anderen die senegalesische Firma SL Green Energy. Alle Unternehmen unterstützen nicht nur durch den Wissenstransfer an UGB-Mitarbeiter und die Entwicklung des Curriculums, sondern sind auch bereit, Studierende im Rahmen eines Praktikums auszubilden. Darüber hinaus werden jährliche Konferenzen und Karrieremessen durchgeführt, um die Beziehungen zwischen der lokalen Industrie, den Studierenden und der UGB selbst weiter zu fördern und zu vertiefen.

Hy­bri­der Kick-off

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Aufgrund der Corona-Pandemie war ein physisches Treffen zum Projektstart im Sommer 2020 nicht möglich.  Daher startete das Projekt mit einem hybriden Kick-off Workshop. Die deutschen Projektpartner trafen sich vor Ort, die senegalesischen schalteten sich per Videokonferenz hinzu. Dank technischer Möglichkeiten, Kreativität und Flexibilität ist internationale Zusammenarbeit auch in Zeiten von Reisewarnungen möglich. Dennoch hoffen alle auf ein baldiges, persönliches Treffen. Gerade bei einem praxisbezogenen Studienangebot ist das für den "hands-on" Zugang besonders wichtig.