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REVAMP CDI: Start-up bietet innovatives KI-Leitsystem für die Industrie

15.04.2026, Dialoge:

Den Maschinen- und Anlagenbau effizienter und wettbewerbsfähiger machen – das treibt Tom Röger an, der sich seit über zehn Jahren mit KI-Leitsystemen beschäftigt, in diesem Themenfeld promoviert und aktuell seinen MBA an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) absolviert. Er entwickelte ein innovatives KI-Leitsystem, das aktiv Handlungsempfehlungen liefert und Steuerungsprozesse sowohl in der Produktion als auch im Engineering automatisiert. Gemeinsam mit Co-Founderin Maike Bannert bietet er diese Lösung künftig im neu gegründeten Unternehmen REVAMP CDI an, das mit Unterstützung des regionalen Gründungsökosystems derzeit Fahrt aufnimmt. 

Die Idee

Produktionsaufträge effizient steuern und dabei alles im Blick behalten? In industriellen Anwendungen kein leichtes Unterfangen, laufen hier von Auftragsdetails über Materialinformationen bis hin zu Maschinenparametern doch täglich unzählige Datenströme zusammen. 

Zwar setzen viele Unternehmen bereits auf Systeme, die Daten verarbeiten, anzeigen und verbinden, wie etwa ERP (Enterprise Resource Planning) oder MES (Manufacturing Execution System). Handlungsempfehlungen generieren diese Systeme allerdings nicht, und in der Praxis muss sich der Operator an der Maschine seine benötigten Daten dennoch häufig aus mehreren Datensilos zusammenstellen. Diese Aufgabe fällt erfahrenem Personal zwar leicht, stellt für neu angelernte Kräfte – und davon gibt es in der stark fluktuierenden Branche viele – jedoch eine große Herausforderung dar.

Das muss doch besser gehen, dachte sich Tom Röger: Der erfahrene Ingenieur entwickelte eine KI-gesteuerte Lösung, die nicht nur alle bestehenden Systeme im Unternehmen verknüpft, sondern die Maschinen auch autonom steuert.

„Wir zapfen eine bestehende Infrastruktur an und ergänzen diese um unsere Software, die unterschiedlichste Datenquellen – nicht nur ERP- und MES-Systeme, sondern beispielsweise auch Exceltabellen, Maschinendaten und Expertenwissen – intelligent miteinander verbindet“, präzisiert er. „Unser System, das AIES (Artificial Intelligence Execution System), gibt dann eine Handlungsempfehlung ab, ähnlich einem Assistenzsystem, das durch Nutzerfeedback nachtrainiert wird, bis es gewisse Dinge irgendwann selbstständig ausführen kann.“ 

System liefert aktive Handlungsempfehlungen und automatisiert Steuerungsprozesse

Das heißt: Sobald ein Auftrag eingeht, werden die Daten automatisch übernommen und an die Maschinen weitergeleitet. Manuelle Abstimmungen, insbesondere langwierige Klick- und Sucharbeiten, entfallen somit komplett, was sowohl im Engineering der Maschinen und Anlagen als auch bei deren Betrieb mehr Zeit für andere Arbeiten schafft. 

Damit ist dem Gründungsteam eine nahtlose Verbindung von Produktion und Verwaltung gelungen, wie sie in der Industrie bislang selten realisiert wurde – auch dank seiner vielseitigen Fachkompetenz. „Ich habe jahrelang Maschinen programmiert und hatte in mehreren Unternehmen in der Branche Führungspositionen inne“, sagt Tom Röger. „Gleichzeitig waren mir, und Maike noch viel mehr, auch immer die Verwaltungsabläufe vertraut, sodass mich ein besserer Schulterschluss zwischen den beiden Einheiten seit jeher besonders antreibt.“ 

Mit unserem AIES (Artificial Intelligence Execution System) bringen wir Industrie-Unternehmen in das KI-Zeitalter und schaffen echten Mehrwert.

Das Gründungsteam

Tom Röger

ist Gründer und Geschäftsführer der REVAMP CDI GmbH. Nach einer Ausbildung zum technischen Systemplaner schloss er ein Master- und Bachelorstudium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik ab.  In verschiedenen Branchen übernahm er als Bereichs-, Abteilungs- und Teamleiter Verantwortung – von der Elektrokonstruktion über Softwareentwicklung bis hin zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Parallel dazu war er als Projektleiter und Programmierer für Maschinen, Anlagen und moderne KI-Systeme stets nah an der Praxis. Neben dem Beruf promoviert er zu KI-Leitsystemen und absolviert einen MBA in Digital Leadership.

Maike Bannert

ist Co-Gründerin und verantwortet die Business Operations der REVAMP CDI GmbH. Nach einer Ausbildung zur Justizfachangestellten absolvierte sie einen Master in Financial Management sowie einen Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwesen. Über mehrere Jahre hinweg sammelte sie Erfahrung im Controlling in unterschiedlichen Branchen und entwickelte dabei ein ausgeprägtes Verständnis für finanzielle Steuerung und Analyse.

Tom Röger und Maike Bannert

Unser Ziel in drei Worten: Technologie der Zukunft

Unser bislang größter Erfolg: Akquirierung der ersten Kunden

Unser größter Rückschlag: Lange Vertriebsprozesse

Was uns auf unserem Weg zur Unternehmensgründung am meisten überrascht hat: Äußerst positive Rückmeldung zum Produkt und unseres Unternehmens und die daraus resultierende Unterstützung

Unser Rat für zukünftige Gründerinnen und Gründer: Machen, durchhalten & anpassen

Was uns antreibt: Die Optimierung von Prozessen und das Lösen hochkomplexer Probleme

Unabdingbar in unserem Start-up-Alltag: Auch in stressigen Phasen Ruhe bewahren und den Spaß nicht verlieren; sowohl Erfolge als auch Rückschläge feiern

Rückenwind aus dem regionalen Gründungsökosystem

Den entscheidenden Schub für Tom Rögers Idee lieferte das regionale Gründungsökosystem: der Founders Space und die Gründungsberatung der HNU, der Gründungscampus der Hochschule Aalen und als Höhepunkt schließlich eine erste Finanzierung im Rahmen des Förderprogramms „Start-up BW Pre-Seed“, die durch die maßgebliche Unterstützung der TFU, dem Start-up- und Innovationszentrum der Region Ulm/Neu-Ulm, zustande kam.   

Im Oktober 2025 konnte die REVAMP CDI GmbH offiziell gegründet werden; aktuell laufen Umsetzungen mit den ersten Kunden. „Ursprünglich hatte ich angedacht, das Unternehmen zunächst in Teilzeit, quasi ‚nebenbei‘ zu beginnen“, erzählt Tom Röger. „Durch den Gründungssupport an den Hochschulen und die Pre-Seed-Förderung konnten wir aber deutlich tiefer und schneller einsteigen und uns dem Ganzen nun auch in Vollzeit widmen.“ Auch der erste Mitarbeiter ist dank der Unterstützung bereits am Start. 

Unser erstes Gespräch war direkt Deep Tech – ohne Warm-up. Auch wenn ich die Idee anfangs noch nicht komplett greifen konnte, hat Tom mich mit seiner Energie sofort gecatcht. Es war schnell klar, dass er aufgrund seiner enormen Erfahrung genau weiß, wovon er spricht. Um dieses Potenzial zügig zu heben, brauchte es einen klaren Beschleuniger. Startup BW PreSeed war dafür der logische nächste Schritt.

Michael Junger | HNU

Michael hat uns zusammengebracht und es war sofort klar: Das hier ist „Pre-Seed-Material“! Nachdem die nächste Bewerbungsrunde bald anstand, haben wir Gas gegeben. Hut ab vor Tom, Maike und Sinan – alle haben super mitgezogen und die Herausforderung angenommen. Was ja dann auch geklappt hat. Voraussetzung ist einfach der richtige Spirit und den hat dieses Team. 

Ulrike Hudelmaier | TFU

Start‑up BW Pre‑Seed ist ein Frühphasen‑Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden‑Württemberg in Zusammenarbeit mit der L‑Bank, das gezielt junge, innovative Unternehmen in einer sehr frühen Phase ihrer Gründung unterstützt. Das Programm richtet sich an Start‑ups mit innovativen und skalierbaren Geschäftsmodellen und schließt eine typische Finanzierungslücke in der Pre‑Seed‑Phase, in der eigene Mittel oft aufgebraucht sind und private Investoren noch zurückhaltend agieren. Ziel von Start‑up BW Pre‑Seed ist es, jungen Unternehmen finanzielle Freiräume zu geben, damit sie ihre Geschäftsidee weiterentwickeln, Marktreife erreichen und für weitere Investoren attraktiv werden. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über designierte Betreuungspartner wie etwa die TFU, die die Auswahl treffen und passende Start-ups einer Jury vorstellen. Die Betreuungspartner begleiten das Start-up während der gesamten Projektlaufzeit von zwei bis fünf Jahren mit Rat, Tat, Netzwerken und viel Herzblut. 

Unternehmerisches Handeln und Verantwortung: was das Gründungsteam antreibt

Ein Unternehmen nach eigenen Werten prägen und aufbauen, nach persönlichen Vorstellungen gestalten und verwalten – darauf legen Tom Röger und Maike Bannert großen Wert. Dabei geht es ihnen zum einen darum, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. „Gerade angesichts der Tatsache, dass in der aktuellen Wirtschaftslage viel ins Ausland verlagert wird, ist es wichtig, die Branche hier zu halten“, betont Tom Röger. „Unser Produkt ein Optimierungsprodukt, mit dem wir einen Beitrag dazu leisten, die Maschinen- und Anlagebaubranche sowie das produzierende Gewerbe national, aber auch international voranzutreiben.“  Sinnstiftung sehen sie zum anderen in der Unternehmensführung selbst, wobei hohe Professionalität genauso zentral sei wie die Freude am Arbeiten. „Uns ist es wichtig, ein Team- und Wir-Gefühl zu entwickeln, das auch dann noch Bestand hat, wenn es mal schwieriger wird“, erklärt Maike Bannert.  

Uns ist ein Wir- und Teamgefühl wichtig, das auch in schwierigen Zeiten bestehen bleibt.

Netzwerken und Wachstum

Angst vor Herausforderungen hat das engagierte Gründungsduo aber nicht, auch, wenn immer ein bisschen Mut dazugehört, einen klassischen 9-to-5-Job zu verlassen. Ganz im Gegenteil: Beide freuen sich auf die neuen Aufgaben. Dennoch geben die beiden Köpfe hinter REVAMP CDI zu bedenken, dass man den Prozess des Gründens nicht unterschätzen sollte. „Gründen ist hierzulande natürlich nicht unbedingt einfach, sondern mit sehr viel Aufwand verbunden“, sagt Tom Röger. „Ich hatte das Glück, gute Kontakte zu haben. Wenn man das nicht hat, kann der bürokratische Marathon nervenaufreibend sein“. Sein Ratschlag an alle, die mit dem Gedanken an ein Start-up spielen, lautet daher: Sucht frühzeitig Unterstützung, lasst euch beraten und vernetzt euch gut. Selbst, wenn man einen Kontakt nicht direkt nutzen könne, zahle sich ein großes Netzwerk immer aus – in der Arbeitswelt wie beim Gründen. 

Für die kommenden Monate haben Tom Röger und Maike Bannert klare Aufgaben vor Augen: Kundenakquise und Wachstum – nach außen wie innen. „Das heißt: Wir haben weiteren Unternehmen mit unserer Lösung geholfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und uns auf dem Markt einen Namen gemacht“, sagt Tom Röger. 

Unsere Tipps für Gründerinnen und Gründer: Sucht frühzeitig Unterstützung, lasst euch beraten und vernetzt euch gut. 

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