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Apps auf Re­zept? Pro­band:in­nen für For­schungs­pro­jekt zu Di­gi­ta­len Ge­sund­heits­an­wen­dun­gen ge­sucht

17.11.2021, Pressemitteilung :

Seit Ende 2019 können medizinische Smartphone-Apps, sogenannte „Digitale Gesundheitsanwendungen“ (DiGA), ärztlich verordnet und von den Krankenkassen übernommen werden. Genutzt wird diese innovative Therapiemethode bislang allerdings kaum. Woran das liegt, untersucht derzeit das Institut für Dienstleistungsmanagement (CROSS) der HNU. Für dieses Forschungsprojekt zu Digitalen Gesundheitsanwendungen werden nun Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer gesucht, die sich über ihre Einstellung zu DiGA interviewen lassen. Zur Teilnahme aufgerufen sind insbesondere (potenzielle) Patientinnen und Patienten, die solche Apps aufgrund einer Erkrankung nutzen können.  
 

Ob Diabetes-Diary, Online-Therapie oder Screening-App: Auch in der medizinischen Versorgung hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind Medizinprodukte, die auf digitalen Technologien beruhen – und für Patientinnen und Patienten in vielerlei Hinsicht eine hilfreiche Ergänzung zur ärztlichen Therapie: Typischerweise in Form von Apps auf dem Smartphone oder Tablet unterstützen sie nicht nur die Erkennung, Behandlung oder Linderung einzelner Erkrankungen, sondern tragen auch dazu bei, Strukturen und Prozesse rund um die medizinische Versorgung zu verbessern. Seit Inkrafttreten des Digitale-Versorgung-Gesetzes Ende 2019 können solche Anwendungen von Ärztinnen und Ärzte oder Therapeutinnen und Therapeuten verordnet und von den Krankenkassen erstattet werden, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen und im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen wurden. Die Vorteile der innovativen Therapiemöglichkeit liegen eigentlich klar auf der Hand – und doch wird von DiGA bislang nur wenig Gebrauch gemacht.

Apps auf Rezept werden bislang kaum genutzt: Studie erforscht die Beweggründe

Woran liegt das? Führt möglicherweise mangelnde Akzeptanz oder fehlendes Wissen dazu, dass die Chancen der Apps auf Rezept bis dato nicht ausgeschöpft werden? Dieser Frage widmet sich das Institut für Dienstleistungsmanagement (CROSS) der HNU im Rahmen eines Forschungsprojekts unter der Projektleitung von Prof. Dr. Heiko Gewald. „Wir wollen verstehen, welche Beweggründe sowohl Ärzt:innen als auch Patient:innen haben, DiGAs entweder nicht zu verschreiben oder nicht zu nutzen: Gibt es Ängste oder Befürchtungen?“, erklärt Studienleiterin Tanja Schröder, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich eHealth an der HNU. Dafür werden in einer großangelegten Befragung beide Personengruppen befragt; die erhobenen Daten werden anschließend ausgewertet und sollen in möglichen Verbesserungs- und Veränderungsvorschlägen münden.

Studienteilnehmer:innen gesucht

In beiden Personengruppen (Ärzt:innen und Patient:innen) sucht das CROSS derzeit nach Studienteilnehmer:innen, die per Telefoninterview Einblick in Ihre Einstellung zu DiGA geben. Zur Teilnahme aufgerufen sind insbesondere Personen mit längerer Krankheitsgeschichte oder chronischer Erkrankung, die solche Apps potenziell nutzen können – unabhängig davon, ob sie in Digitalen Gesundheitsanwendungen einen Mehrwert sehen oder ihnen bislang kritisch gegenüberstehen.

Wer die Forschung zu digitalen Gesundheitsanwendungen aktiv unterstützen möchte, wendet sich direkt an das Forschungsteam: Per E-mail unter diga[at]hnu[dot]de oder telefonisch unter 0731-9762-1558 können direkt Gesprächstermine vereinbart werden.

 

Ansprechpartnerin:

Tanja Schröder
Hochschule Neu-Ulm
Institut für Dienstleistungsmanagement
diga[at]hnu[dot]de oder telefonisch unter 0731-9762-1558

Digitale Gesundheitsapps (öffnet Vergrößerung des Bildes)
Digitale Gesundheitsapps