
- Name
- Fabian Girschick
- Fakultät/Abteilung
- Team InnoPROF
- Anlass
- Erasmus+ Staff Moblility
- Ort
- Wien, Österreich
- Zeitraum
- Mai 2026
Was war Ihre Hauptmotivation?
Im Marketing ist es entscheidend, sich regelmäßig neue Impulse von außen zu holen und aufmerksam zu beobachten, was die Mitbewerbenden tun. Dabei geht es nicht darum, einfach zu kopieren, sondern zu verstehen, was anderswo besonders gut – oder auch weniger gut – funktioniert, und zu überlegen, wie sich diese Erkenntnisse auf das eigene Unternehmen oder, wie in meinem Fall, auf die eigene Hochschule übertragen oder neu interpretieren lassen. Für ein Job Shadowing erschien mir die Wirtschaftsuniversität Wien dafür wie der ideale Ort. Sie zählt zu den renommiertesten Hochschulen Europas, was sich nicht zuletzt an ihrer Triple-Crown-Akkreditierung zeigt, und bietet damit ein inspirierendes Umfeld, um Best Practices im Hochschulmarketing aus erster Hand zu erleben. Tatsächlich reicht meine Verbindung zur WU schon weiter zurück: Während meines zweimonatigen Praktikums bei Revo Foods in Wien im Jahr 2021 kam ich zufällig am Campus vorbei und war sofort von dessen Größe und moderner Architektur beeindruckt. Schon damals nahm ich mir vor, irgendwann tiefer in diese Welt einzutauchen.
Haftet euch nicht zu sehr an eine einzige Person, sondern seid offen dafür, auf unterschiedliche Menschen zuzugehen! Dadurch erweitert man nicht nur den eigenen Horizont, sondern gewinnt auch fachlich und persönlich enorm viel.
Hatten Sie Bedenken?
Nein, Bedenken hatte ich vor meiner Staff Mobility nicht. Da ich bereits einige Zeit in Wien gelebt hatte, wusste ich genau, worauf ich mich freuen durfte: eine wunderschöne Stadt voller freundlicher Menschen und unzähliger Möglichkeiten. Und das Beste: eine Arbeitsumgebung, die kaum schöner hätte sein können. Schließlich stammt eines der zentralen Gebäude, das Library & Learning Center (LLC), von der Stararchitektin Zaha Hadid und ist wirklich ein echtes Meisterwerk. Aber auch der restliche Campus ist einfach ein Traum! Zudem hat mir mein Ansprechpartner von der WU bereits im Vorfeld ein sehr gutes Gefühl gegeben, weil er mich kontinuierlich mit allen wichtigen Informationen zu meinem Aufenthalt versorgt hat. Noch bevor ich überhaupt vor Ort war, hatte ich dadurch das Gefühl, willkommen zu sein. Das hat mich sehr gefreut und zusätzlich motiviert.
Würden Sie einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen? Warum?
Ich würde einen Auslandsaufenthalt jederzeit weiterempfehlen, weil man dabei nicht nur fachlich viel mitnehmen kann, sondern auch persönlich über sich hinauswächst. Man trifft neue Menschen, sammelt wertvolle Eindrücke und übernimmt gewissermaßen die Aufgabe, die eigene Hochschule nach außen zu „repräsentieren“. Genau daran kann man enorm wachsen und erlebt gleichzeitig eine unvergessliche Zeit. Es gab viele schöne und witzige Momente, die den Arbeitsalltag bereichert haben und ihm eine besondere Leichtigkeit verliehen haben. Und ja, am Ende ist es natürlich auch Arbeit, aber eine, die sich in jeder Hinsicht lohnt.
Fun Fact
Die Gebäude auf dem Campus der WU sehen tatsächlich alle sehr unterschiedlich aus, sodass man meinen könnte, sie seien in völlig verschiedenen „Epochen“ entstanden. Tatsächlich wurden jedoch alle mehr oder weniger gleichzeitig gebaut, allerdings von unterschiedlichen Architekturschaffenden. Genau diese Vielfalt macht den Campus so spannend und verleiht ihm seinen besonderen Charakter.
Was haben Sie aus Ihrer Zeit im Ausland mitgenommen?
Ich konnte fachlich unter anderem mitnehmen, dass es an der WU seit einiger Zeit ein Newsroom‑Konzept gibt, das die Verteilung von Informationen über verschiedene Kanäle deutlich vereinfacht. Außerdem habe ich spannende Insights dazu gewonnen, welche Social‑Media‑Kanäle dort besonders gut funktionieren und wie Events genutzt werden, um die WU und ihre Themen nach außen zu präsentieren. Hier sehe ich auf jeden Fall Anknüpfungspotenzial für die HNU und habe nach meiner Rückkehr bereits mit einigen Personen aus dem Kollegium über meine Erkenntnisse gesprochen. Ein Professor hat mir zudem gezeigt, wie man mithilfe einer klassischen Excel‑Tabelle Prompts erstellen kann. Das fand ich ebenfalls sehr spannend! Doch auch abseits der fachlichen Themen war es sehr interessant, den Campus noch einmal neu kennenzulernen. In der Bibliothek befinden sich beispielsweise Bücher aus vergangenen Jahrhunderten, die speziell gelagert werden. Und mitten auf dem Campus gibt es einfach Supermärkte, Bars und Restaurants – verrückt!

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?
Ja, meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Manchmal ist man auf Dienstreisen und hat danach das Gefühl, nicht wirklich viel mitgenommen zu haben, zumindest nichts, was sich direkt in der eigenen Organisation anwenden lässt. Dieses Mal war es jedoch anders. Ich bin mit so vielen Ideen im Gepäck zurück an die HNU gekehrt und hatte ein rundum beseeltes Gefühl. Es war ein wunderschöner Aufenthalt, den ich nicht vergessen werde! Besonders schön war auch, dass ich nach Feierabend die Möglichkeit hatte, meinen Freundeskreis aus Wien wiederzusehen und Zeit auf der Donauinsel oder in der Stadt zu verbringen. Diese Momente haben den Aufenthalt zusätzlich bereichert.
Gibt es etwas, das Sie über Ihre Erfahrungen im Ausland hervorheben möchten?
Ich fand es sehr hilfreich, mit möglichst vielen Personen an der WU ins Gespräch zu kommen, weil alle ganz eigene Erfahrungen teilen können. So nimmt man am Ende eine große Vielfalt an Eindrücken und Impulsen mit nach Hause. Das wäre auch mein Tipp für alle, die überlegen, an einer Staff Mobility teilzunehmen: Haftet euch nicht zu sehr an eine einzige Person, sondern seid offen dafür, auf unterschiedliche Menschen zuzugehen! Dadurch erweitert man nicht nur den eigenen Horizont, sondern gewinnt auch fachlich und persönlich enorm viel.










