
- Name
- Lars
- Studiengang
- GPM
- Semester
- 5. Semester
- Institution
- Kanagawa University (öffnet neues Fenster)
- Ort
- Yokohama, Japan
- Zeitraum
- März bis August 2026
Was war deine Hauptmotivation?
Ich wollte in dieser Zeit herausfinden, ob ich mir vorstellen kann, später in Japan zu leben und zu arbeiten. Diese Frage konnte ich als Tourist nicht beantworten, denn dazu musste ich den Alltag erleben, mit neuen Einblicken und einer anderen Perspektive.
Ich habe ein weitaus tieferes Verständnis von Japan und dessen Menschen, als ich jemals aus Deutschland hätte bekommen können.
Was waren deine größten Sorgen?
Aus Japan wiederzukehren, ohne bedeutungsvolle soziale Kontakte gemacht zu haben, wäre auf persönlicher Ebene meine größte Enttäuschung gewesen, da ich um die generelle Schüchternheit im Lande Bescheid wusste und ebenso selbst nicht oft extravertiert auftreten kann. Aus dieser ernüchternden Situation hatte sich allerdings ein enormer Antrieb in mir selbst entwickelt. Ich lernte etwas Japanisch, um die Sprachbarriere zu mindern, und bin aktiv auf Menschen zugegangen. Die Dynamik, welche durch ein halb japanisches, halb englisches Gespräch entsteht, ist einfach herzerwärmend.
Würdest du einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen? Warum?
Ich kann ein Auslandssemester zu 110 % empfehlen! Die Zeit ist so kondensiert mit neuen Erfahrungen aufgrund einer neuen Umgebung, neuen Personen und anderen Aufgaben sowie Herausforderungen. Es kommt aber natürlich auf deine Motivation an. Welche Ziele verfolgst du? Können diese nur in einem bestimmten Land erzielt werden? Mit der richtigen Motivation sind alle Hürden überwindbar. Anschließend lebst du im Moment und kannst an deinen Zielen arbeiten. Ich konnte in diesen wenigen Monaten weit über mein früheres Ich hinauswachsen, und ich spüre, wie sich aktiv meine Zukunft ändert.
Was hast du aus deiner Zeit im Ausland mitgenommen?
Für mich waren es die vermeintlich normalen Alltagssituationen, welche ich weiterhin in mir tragen werde. Spontane Treffen mit alten und neuen Gesichtern an Orten, wo ich zuvor noch nicht war. Sei es ein Soba-Shop oder ein kleiner Ausflug zu einer Sehenswürdigkeit. Ich habe tatsächlich (und das möchte ich allen stark ans Herz legen) mit dem Tagebuchschreiben angefangen. Jeder Tag wird besonders durch viele Kleinigkeiten, welche ich zuhauf leider schnell vergesse. Doch durch das aktive Aufschreiben wurde mir bewusst, wie wunderschön und einzigartig jeder einzelne Tag ist.
Fun Fact
Im Kontakt mit so vielen Menschen aus verschiedenen Ländern passieren häufig lustige Patzer, bei denen eine Person aus Versehen ihre Muttersprache nutzt. Dann guckt man sich kurz verwirrt an und bricht in Lachen aus.
Wurden deine Erwartungen erfüllt?
Absolut, ich habe ein weitaus tieferes Verständnis von Japan und dessen Menschen, als ich jemals aus Deutschland hätte bekommen können. Immersiv, abwechslungsreich und dennoch mit rotem Faden sowie persönlichem Wachstum und eröffneten Karrieremöglichkeiten.

Gibt es etwas, was du über deine Erfahrungen im Ausland hervorheben möchtest?
Es sind die Beziehungen zu Menschen, welche mein Auslandssemester stark geprägt haben. Ich habe gelernt, dass der Kontakt zu manchen Menschen bröckeln kann und auch, dass im Auslandssemester Menschen enorm unterschiedliche Ziele verfolgen. In einer solch intensiven Zeit ist die soziale Umgebung enorm wichtig, auch sollte man normalerweise viel allein unternehmen. Der Umkreis, den ich mir geschaffen habe, hat mir enorm positive Erinnerungen geschenkt.









