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Di­gi­tal Sup­p­ly Chain Ma­nage­ment für KMU: Vor­trä­ge im Di­gi­ta­len Grün­der­zen­trum

21.07.2022, Stu­di­um :

Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) hatte zu einem umfangreichen Vortragsprogramm und zum interaktiven Austausch zum Thema Digital Supply Chain Management für KMU in das Digitale Gründerzentrum Areal Digital in Leipheim eingeladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 15. Juli standen Vorträge zum Einsatz digitaler Technologien im Supply Chain Management für die Industrie. Zudem fand in diesem Rahmen die Abschlusspräsentation des Studierendenprojektes „Watchmaker“ statt.

Prof. Dr. Jürgen Grinninger von der HNU und Alexander Koch vom Gründerzentrum begrüßten die rund 30 Gäste. Zunächst stellte Prof. Dr. Grinninger den digitalen und regionalen Studiengang „Systems Engineering“ vor, der aktuell an den Standorten Nördlingen (Hochschule Augsburg) und Memmingen (Hochschule Kempten) studiert werden kann. Ab 2023 wird dies auch in Leipheim (Hochschule Neu-Ulm) möglich sein. Die Besonderheit des Studiengangs liegt zum einen in der regionalen Studierbarkeit und zum anderen in dem hohen Bezug zur Praxis. Durch den neuen Standort in Leipheim und die aufgebaute Produktion wird den Studierenden in den Studienschwerpunkten „Digital Supply Chain Management“ und „Projektmanagement“ noch mehr Praxisbezug ermöglicht.

Im Mittelpunkt der Gastvorträge von Hartwig Meinen (Elflein Logistics Europe GmbH), Frank Schmidt (Process Automation Solutions GmbH) und Roel van Maasakkers (BMW AG) stand der Einsatz digitaler Technologien in Produktion und Logistik zur Planung, Konzeption, Analyse, Visualisierung und Prozessoptimierung. Das Fazit aller Vorträge:Digitalisierung von Wertschöpfungssystemen ist ein Schlüssel für den Erfolg in Unternehmen.

Im Anschluss stellten die Studierenden des Studiengangs Systems Engineering ihr Semesterprojekt „Watchmaker“ vor. Bei dieser Projektarbeit entwickelten sie mit Hilfe der gelernten Methoden im Operations- und Supply Chain Management eine komplette Wanduhrenfabrik von der Idee bis zur Umsetzung. In der Vorführung wurde der gesamte Kundenauftragsprozess gezeigtvon der Kundenbestellung im Internetkonfigurator, der Bestellung von Komponenten bei den Lieferanten, dem Wareneingang, der Kommissionierung über die Endmontage an eigens konstruierten Arbeitsplätzen bis hin zum Versand. Neben traditionellen Lean-Methoden wurden auch neue Technologien wie zum Beispiel Prozessautomatisierung eingesetzt. Über einen direkten Vergleich gegenüber konventioneller Auslegung konnte die Leistungsfähigkeit dieser Digitalisierungsinstrumente in der Planung und im Betrieb von Wertschöpfungssystemen nachgewiesen werden.

Zum Abschluss gab Prof. Dr. Grinninger den Gästen einen 3D-animierten und -visualisierten Einblick in die neuen und hochmodernen Räume des geplanten Hochschulzentrums Leipheim. Dort wird Studierenden das individuelle und agile Studieren außerhalb großer Hochschulhörsäle sowie Blended Learning ermöglicht.