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Nachhaltig engagiert: Masterstudentinnen erforschen die Wirkung von Moorrenaturierung im Brucker Moos

18.06.2026, Studium:

Wie lässt sich die gesellschaftliche und ökologische Wirkung von Klimaschutzprojekten wissenschaftlich messen? Dieser Frage gingen die HNU-Masterstudierenden Aqsa Lalwani, Sabrina Götz und Upama Pithakote beim Moor-Mitmachtag am 14. Juni im Brucker Moos nach. Im Rahmen des Moduls „Social Entrepreneurship & Impact“ im Masterstudiengang Social Entrepreneurship and Sustainable Development begleiteten sie die Veranstaltung als Teil eines Forschungsprojekts mit der CO2-Regio gUG. Vor Ort führten sie Interviews, dokumentierten das Event und sammelten Daten zu den Auswirkungen der Moorrenaturierung auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in ihre wissenschaftliche Analyse zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und deren gesellschaftlicher Wirkung ein.

Die Veranstaltung wurde von der CO2-Regio gUG, der Aktion Zukunft+ der Landkreise München und Ebersberg sowie dem Deutschen Alpenverein (DAV) organisiert und brachte rund 60 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der Region im Brucker Moos bei Aßling zusammen.

Praktischer Einsatz für den Moorschutz

Im Mittelpunkt des Moor-Mitmachtags stand die Wiedervernässung des Brucker Mooses. Gemeinsam mit weiteren Freiwilligen legten die Teilnehmenden eine sogenannte Versickerungsmulde an. Diese soll Wasser, das derzeit über Entwässerungsgräben abfließt, zurück ins Moor leiten und damit den natürlichen Wasserhaushalt wiederherstellen.

Begleitet wurde die Aktion von Fachführungen, Informationsständen und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Landwirtschaft und den Projektpartnerorganisationen.

Moorökologie hautnah erleben

Während der Führungen erhielten die Gäste Einblicke in die Funktionsweise von Moorökosystemen und lernten die Unterschiede zwischen Nieder- und Hochmooren kennen. Außerdem wurde gezeigt, wie Grundwasserstände im Moor überwacht werden und warum eine Anhebung des Wasserspiegels entscheidend für eine erfolgreiche Renaturierung ist. Moore zählen zu den wichtigsten natürlichen Kohlenstoffspeichern und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz.

Positive Erfahrungen mit dem Praxispartner

Die Zusammenarbeit mit CO2-Regio bewerten die Studierenden äußerst positiv. Besonders Geschäftsführer Jonas Galdirs habe das Projektteam während des gesamten Forschungsprozesses intensiv unterstützt und wertvolle Einblicke ermöglicht. Ergänzend führen die Studierenden Interviews mit Unternehmen durch, die sich über CO2-Regio an regionalen Klimaschutzprojekten beteiligen.

„Der Kurs „Social Entrepreneurship & Impact“ vermittelte uns die Rahmenkonzepte und Werkzeuge, die erforderlich sind, um zu bewerten, wie Organisationen messbare soziale und ökologische Auswirkungen erzielen. Wir lernten, wie man eine „Theory of Change“ entwickelt, wichtige Interessengruppen identifiziert und Ergebnisse sowie langfristige Auswirkungen bewertet. Zudem erfuhren wir, wie innovative Geschäftsmodelle komplexe Nachhaltigkeitsherausforderungen angehen und gleichzeitig Wert für verschiedene Interessengruppen schaffen können“, berichten die drei Studentinnen.

Unterstützung durch die HNU

Initiiert wurde die Zusammenarbeit durch Prof. Dr. Antje Wild, die die Studierenden mit dem Projektpartner vernetzte.

„Prof. Dr. Wild stand und steht uns jederzeit mit Rat und Unterstützung zur Seite. Wir schätzen ihre Begleitung ebenso wie die Möglichkeit, durch die HNU an praxisnahen und gesellschaftlich relevanten Projekten mitzuarbeiten“, betonen die Studierenden.

Der Masterstudiengang Social Entrepreneurship and Sustainable Development

Der Master Social Entrepreneurship for Sustainable Development an der HNU richtet sich an Studierende, die unternehmerische Lösungen für ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln möchten. Der Studiengang verbindet wissenschaftliche Fundierung, praxisnahe Projektarbeit und Kooperationen mit regionalen Organisationen. Studierende lernen, wie nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen, soziale Wirkung messbar wird und Innovationen in der Praxis umgesetzt werden können.