Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen (B.Eng.)

Studienbeginn
Winter- und Sommersemester
Lehrsprache
Deutsch und Englisch
Studienzeit
7 Semester Vollzeit, 210 ECTS
Abschluss
Bachelor of Engineering

Wirtschaftsingenieurwesen ist ein interdisziplinäres Studium, das Technik und Betriebswirtschaft verbindet. Die Studierenden lernen, wie die Betriebsabläufe in Unternehmen funktionieren und wie diese optimiert werden können. Sie entwickeln technische Gestaltungs- und Lösungsmöglichkeiten, prüfen diese auf deren Zweckmäßigkeit und beurteilen sie auf Wirtschaftlichkeit. Schwerpunkt des Studiums an der Hochschule Neu-Ulm liegt auf der Produktionswirtschaft

Der Studiengang wird gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ulm (öffnet neues Fenster) angeboten. Die betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und sprachlichen Fächer werden an der HNU gelehrt, die technischen Inhalte an der Technischen Hochschule Ulm (öffnet neues Fenster). Studierende des Studiengangs profitieren von Ausstattung und Angeboten beider Hochschulen. 

Video zum Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen

  • mindestens Fachhochschulreife (gültig in Bayern oder Baden-Württemberg)
  • zulassungsbeschränkt
  • Vorpraktikum
  • für internationale Bewerberinnen und Bewerber: Deutsch C1

Was bedeutet (örtlich) zulassungsbeschränkt?

Das bedeutet, dass dieser Studiengang pro Semester eine bestimmte Anzahl an Studierenden aufnehmen kann. Das ist die sogenannte Kapazität. Sie ist in der Zulassungszahlensatzung festgelegt.

Wenn in einem Bewerbungsverfahren die Zahl der gültigen Bewerbungen die der verfügbaren Studienplätze übersteigt, werden die Bewerberinnen und Bewerber nach bestimmten Auswahlkriterien (überwiegend ist das die Zeugnisnote oder die Wartezeit) gereiht und in dieser Reihenfolge zugelassen.

Die schlechteste Note, die in einem Verfahren noch für eine Zulassung gereicht hat, ist dann der sog. "Numerus Clausus" (NC).

In­hal­te des Stu­di­ums:

Betriebswirtschaft (BWL)

  • In den ersten Semestern werden den Studierenden Grundlagen betriebswirtschaftlicher Abläufe und Zusammenhänge vermittelt sowie grundlegende wirtschaftswissenschaftliche Methoden.
  • In späteren Semestern stehen Themen wie Unternehmensführung und Personalführung im Vordergrund und die Studierenden haben die Möglichkeit, neben fachbezogenen Wahlpflichtfächern auch Veranstaltungen zu Soft Skills, wie z.B. Entwicklung von Teamfähigkeiten und Rhetorik, zu belegen.

Naturwissenschaft/ Technik

  • In den ersten Semestern steht die Vermittlung von allgemeinem technischem Wissen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen im Mittelpunkt
  • In späteren Semestern werden Themen der industriellen Produktion, wie z.B. Produktionswirtschaft, Produktionsverfahren und Automatisierung behandelt.

Praxissemester

  • Im fünften Lehrplansemester verlassen die Studierenden vorübergehend die Hochschule und absolvieren ein Praktikum. Aufgrund der bis dahin erworbenen Kompetenzen werden Sie dabei in der Regel bereits mit anspruchsvollen Aufgaben betraut.
  • Während Ihres Praxissemesters sollen Sie Konzepte und Methoden aus dem Studium im Unternehmen anwenden und aus der Unternehmenspraxis neue Erfahrungen in die letzten Semester des Studiums mitnehmen, um Theorie und Praxis sinnvoll zu verknüpfen.

Zeit­li­cher Ab­lauf

  • 1. - 2.Se­mes­ter

    Grundlagen z. B.:

    • Volkswirtschaftslehre
    • Betriebswirtschaftslehre
    • Wirtschaftsprivatrecht I und II
    • Grundlagen der Ingenieurwissenschaft
    • Mathematik
    • Konstruktion
    • Datenverarbeitung
    • Grundlagen der Physik
    • Englisch I und II
  • 3. - 4.Se­mes­ter

    • Produktionswirtschaft
    • Produktionsverfahren
    • Automatisierung
    • Investitionsrechnung und Finanzplanung
    • Betriebswirtschaftliches Seminar
    • Quantitative Methoden
    • Internes Rechnungswesen

     

  • 5.Se­mes­ter

    • Praktikum
  • 6. - 7.Se­mes­ter

    • Unternehmensführung
    • Personalführung
    • Qualität und Logistik
    • Angewandte Wirtschaftstechnik
    • Wahlpflichtfächer
    • Bachelor-Arbeit

Spe­zia­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten und Pro­fi­le

Spezialisierungsstudium

Anhand einer Auswahl von unterschiedlichen Wahlpflichtfächern können Sie in den letzten beiden Semestern Ihrem Studium ein individuelles Profil für die angestrebte Berufswahl geben.

PROFILBILDUNG DURCH WAHL VON VORDEFINIERTEN Wahlpflichtfächern:

Betriebswirtschaftliches Wahlpflichtmodul

Technisches Wahlpflichtmodul

Fremdsprachliches Wahlpflichtmodul

Die Bekanntgabe aktueller Wahlpflichtfächer bzw. Fächerkombinationen (einschließlich einer Beschreibung der jeweiligen Lehrinhalte) sowie die Anmeldung und Einschreibung erfolgt rechtzeitig zum Vorlesungsbeginn über das System LSF. (Detaillierte Informationen finden Sie im Modulhandbuch Wirtschaftsingenieur).

Mög­li­che Be­rufs­fel­der

Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure arbeiten an der technischen Gestaltung von Produkten und Prozessen. Sie befassen sich ebenso mit dem Management und der Vermarktung der Produkte. Sie sind in Unternehmen mit industrieller Fertigung, in der Elektroindustrie, bei Logistik- und Software-Unternehmen und in Beratungsgesellschaften tätig, z. B. in den Bereichen:

  • strategische Planung
  • Fertigung / Produktion
  • Einkauf
  • Materialwirtschaft
  • Distribution
  • Logistikplanung
  • Supply Chain Management
  • Qualitätsmanagement
  • Marketing und Vertrieb
  • Controlling

Stim­men zum Stu­di­um

Vielseitig – Wer sich für Wirtschaft und Technik interessiert, für den ist das genau das Richtige. Nach dem Studium stehen einem alle Türen offen und man kann sich entscheiden ob man lieber z.B. etwas in Richtung Entwicklung machen möchte oder als Controller mehr im wirtschaftlichen Bereich.

Manuel, WIN Studierender (Quelle: vgl. Studycheck)

Stu­di­en­spe­zi­fi­sche Re­gel­wer­ke

Bitte beachten Sie: Die Modulhandbücher wurden zum Zeitpunkt der jeweiligen Akkreditierung erstellt; sie werden seitdem fortlaufend überarbeitet und angepasst. Nichtsdestotrotz kann es zu Abweichungen vom aktuellen Stand kommen. Um diesen einzusehen, beachten Sie bitte die Fächerbeschreibungen für das jeweils aktuelle Semester, die Sie im Intranet finden. Insbesondere bei den jeweiligen Lehrenden kann es zu Änderungen kommen, die sich auch auf geänderte Unterrichtsinhalte auswirken können. Bei Abweichungen zwischen Modulhandbuch und Studien- und Prüfungsordnung ist die jeweilige Studien- und Prüfungsordnung maßgeblich.

Vor­prak­ti­kum

Was sind die formalen Voraussetzungen?

In diesem Studiengang müssen Sie vor Studienbeginn den Abschluss einer fachpraktischen Ausbildung nachweisen. Sie muss grundsätzlich der gewählten Fachrichtung entsprechen.

Die fachpraktische Ausbildung oder eine gleichwertige Ausbildung im Rahmen der Schulausbildung können Sie durch eine dem Studiengang entsprechende praktische Tätigkeit ersetzen (=Vorpraktikum).

  • Dauer: Mindestens 6 Wochen (Vollzeit). Die sechs Wochen müssen nicht zwingend zusammenhängend sein.
  • Frist: Das Vorpraktikum muss bis zum Vorlesungsbeginn abgeschlossen sein. Wann der jeweilige Vorlesungsbeginn ist, erfahren Sie im Akademischen Kalender.
  • Nachweis: Zeitraum und Art der Tätigkeiten weisen Sie mit einer Praktikumsbescheinigung oder (im Falle einer Berufsausbildung oder bei Praxis im Rahmen der Schulausbildung) mit dem Abschlusszeugnis nach. Falls das Praktikum zum Zeitpunkt Ihrer Immatrikulation noch nicht abgeschlossen ist, benötigen wir eine Bescheinigung der Firma über die Tätigkeit und die voraussichtliche Dauer.

Was sind die inhaltlichen Voraussetzungen?

Das Vorpraktikum bzw. die fachpraktische Ausbildung muss eine Tätigkeit aus dem folgenden Bereich sein:

  • technisch

Eine Tätigkeit ist "technisch" in diesem Sinne, wenn Sie dabei Metall oder Holz bearbeiten - also sägen schleifen, feilen, drehen, fräsen, bohren ...

Wann muss ich kein Vorpraktikum machen?

Das Vorpraktikum müssen Sie nicht absolvieren, wenn Sie im entsprechenden Bereich bereits eine fachpraktische Ausbildung oder Berufsausbildung oder eine gleichwertige Ausbildung im Rahmen der Schulausbildung haben. Entsprechende Schulausbildungen sind:

  • FOS/BOS Technik
  • technisches Gymnasium mit dem Profil Mechatronik (oder vergleichbaren, technischen Profilen). Beim Profil "Technik und Management" müssen nur noch drei Wochen Vorpraktikum abgeleistet werden.

Auch ein Freiwilligendienst oder ein bereits aus anderem Anlass abgeleistetes Praktikum (z.B. Anerkennungspraktikum) kann bei entsprechender Tätigkeit und Dauer das Vorpraktikum ersetzen.

Was passiert, wenn ich mein Vorpraktikum nicht rechtzeitig habe?

Das Vorpraktikum müssen Sie bis spätestens zum Vorlesungsbeginn ableisten - das ist Immatrikulationsvoraussetzung.

Bei triftigen Gründen können Sie im Einzelfall beantragen, dass Sie das Vorpraktikum bis zum Vorlesungsbeginn des 2. Semesters nachholen können. Bitte wenden Sie sich frühzeitig und mit Belegen an studium[at]hs-neu-ulm[dot]de

Wo finde ich Firmen für ein Vorpraktikum?

Ihre Vorpraktikumsstelle müssen Sie sich selbst organisieren; wir haben keine vorgefertigte Liste an Unternehmen. Falls Sie noch gar keine Idee haben, wo Sie anfragen können, könnten regionale Firmenportale wie z.B. proffile.de (öffnet neues Fenster) ein guter erster Rechercheansatz sein.

Auch in­ter­es­sant:

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Stu­di­en­gang