man­go so­lar

Das Team

Quick facts

Team

Rebecca Bregant (IMUK 2015, MAM, 2018)
Danny Friedrich (MAM, 2017)
Manuel Gollmann (MAM, 2017)

Grün­dungs­jahr

2020

Stand­or­te

Neu-Ulm
Nairobi

Kurz­be­schrei­bung

Weltweit haben 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Die meisten davon leben in ländlichen Gebieten Subsahara-Afrikas fernab vom Stromnetz. Trotz bestehender Alternativen verhindert die mangelhafte Infrastruktur die Versorgung von 2,7 Milliarden Menschen in abgelegenen Regionen.

Ziel von mango solar ist es, saubere Energie mittels Digitalisierung in bisher unerreichbare Gebiete der Welt zu bringen. Das Start-Up entwickelt langlebige Plug & Play - Solarsysteme für die autarke Stromversorgung und kombiniert diese mit robusten Smartphones, um Kunden Zugang zur Online-Welt und eigens entwickelten Services zu ermöglichen. Dazu zählen flexible Finanzierung, digitale Verdienstmöglichkeiten sowie der Zugang zu Telemedizin und E-Learning über Partner Apps. mango solar hat die Vision, mit dem Zugang zu Elektrizität und Digitalisierung die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu verbessern.

Das Gründerteam von mango solar lernte sich beim gemeinsamen Master-Studium an der HNU kennen. Im Verlauf mehrerer gemeinsamer Projekte entstand, neben guter Freundschaft, die Idee, sich gemeinsam auf den Weg in die Selbstständigkeit zu begeben. Nach über 2 Jahren Marktanalyse, Organisationsaufbau und Produktentwicklung wurde mango solar im Jahr 2020 gegründet. Nach dem ersten Zielmarkt Kenia plant das Start-Up die Expansion in Ost- und Westafrika, mittel- bis langfristig aber auch den Einstieg in den europäischen Markt.

 

Aus dem Näh­käst­chen

Wie seid Ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Während des Studiums haben wir alle Berufserfahrung in der Branche gesammelt. Die Kernidee kam Danny nach zwei Bier am Flughafen in Bangkok, als er darüber nachdachte, wie man Menschen in abgelegenen Regionen besser erreichen und versorgen kann.

Warum seid Ihr mit der Idee erfolgreich?

Zum einen ist der Markt mit 1,2 Milliarden Menschen sehr groß und ungesättigt. Zum anderen waren wir mehrere Jahre vor Ort, um die Bedürfnisse, Lebensumstände und Vorlieben der potentiellen Kunden in die Produktentwicklung und strategische Planung einfließen zu lassen. Sehr wichtig war außerdem, dass wir von Beginn an Unterstützer und Partner in verschiedenen Bereichen sowohl in Deutschland als auch in Kenia zu haben. Wirklich erfolgreich kann man schließlich nur gemeinsam sein.

Was würdet Ihr Gründungswilligen empfehlen?

Die Arbeitsatmosphäre und Kommunikation im Team müssen grundlegend gut sein. So ist man neben den vielen spaßigen und abenteuerlichen Momenten auch in stressigen Phasen gewappnet. Von Beginn an ist ein Projektmanagement-Tool von Vorteil, das erleichtert das Planen, Strukturieren, Schnüren und Verteilen von Arbeitspaketen extrem. Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse bei zumindest einem Team-Mitglied sind ebenfalls sehr wichtig. Nutzt Gründungsunterstützung jeglicher Art – ob durch Coaching, Plattformen oder finanzielle Zuschüsse. Vernetzt euch und seid offen für Feedback aller Stakeholder, aber vergesst vor allem bei Kritik nicht, an euch und eure Idee zu glauben. Und schließlich: Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer sonst?

Was ist Eure verrückteste Erfahrung im bisherigen Startup-Leben?

Unser Pilotprojekt in Kenia mit den ersten Prototypen. Der Flug war gebucht und rückte immer näher, aber die Vorbereitungen nahmen kein Ende. Bei endlosem Löten, Schleifen, Drucken und Zusammenbauen von Hand, minimierte sich der Schlaf auf 20 Minuten pro Nacht. In buchstäblich letzter Minute haben wir unsere 6 (!) Koffer gepackt mit den in Klamotten eingewickelten Prototypen und der halben Laborausstattung. Mithilfe guter Tetris-Skills im Toyota Yaris ging es dann nachts um 1 los zum Frankfurter Flughafen. Dort gab es dann erst einmal ein Feierabend-Bier.

Was war das größte Hindernis? Und wie habt Ihr es gemeistert?

Die Finanzierung ist ein Dauerthema. Selbst nach den Gründerstipendien EXIST und FLÜGGE, war es eine Herausforderung, Anschlussfinanzierung über Business Angels oder Investoren zu erlangen. Wir haben eine Finanzierungs-Roadmap mit über 300 potentiellen Geldgebern erstellt, die bis heute gepflegt wird. Auch hier sind Netzwerken sowie Besuch von Veranstaltungen, Teilnahmen an Businessplan-Wettbewerben und eine gute (Online-) Präsenz wichtig. Man weiß schließlich nie, wo einem oft unverhofft eine neue Möglichkeit über den Weg läuft!

Was würdet Ihr beim nächsten Mal anders machen?

Von Beginn an pessimistischer planen. Bei dem ganzen Enthusiasmus und Tatendrang überschätzt man die Zeit, die verschiedene Aufgaben benötigen. Das gilt insbesondere für strategische und administrative Tätigkeiten sowie den Aufbau des Kontaktnetzwerks. „Nicht fertig“ zu werden und Verzögerungen frustrieren auf Dauer, daher haben wir immer wieder den Umfang der Monats-Ziele heruntergeschraubt. Das klappt mittlerweile sehr gut, aber man lernt natürlich nie aus. Trotz Unterstützung von Coaches und verschiedenen Programmen macht man Fehler und es kommen Herausforderungen auf, aber gerade dabei entwickelt man sich weiter und die Lernkurve ist extrem hoch. Tatsächlich gab es bei uns bisher keinen signifikanten „Fehltritt“, der unbedingt zu vermeiden wäre.

Würdet Ihr es wieder tun?

Ja, ja und ja!!!

Die Idee in 260 Se­kun­den

Ein­drü­cke aus dem Pro­jekt

Kon­takt

Entrepreneurship & Gründungsförderung: gruendung[at]hs-neu-ulm[dot]de

Falls Sie einen konkreten Ansprechpartner suchen - hier finden Sie die Kontaktdaten des gesamten Teams