Alle News

Gründergarage: Hochschulübergreifende Teams entwickeln Gründungsideen mit Praxispotenzial

30.06.2026, Hochschulnews:

Wie wird aus einer ersten Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell? Dieser Frage sind im Sommersemester 2026 mehr als 30 Studierende der Hochschule Neu-Ulm (HNU, der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm (THU) im gemeinsamen Wahlpflichtfach „Gründergarage“ nachgegangen. Den Abschluss des praxisorientierten Formats bildeten die Final Pitches im HNU Founders Space, bei denen die interdisziplinären Teams ihre Geschäftsideen vor einer extern besetzten Jury präsentierten.

Die Besonderheit der Gründergarage liegt in der hochschulübergreifenden und fachlich vielfältigen Zusammenarbeit: Studierende aus unterschiedlichen Disziplinen entwickelten gemeinsam innovative Lösungen und Geschäftsmodelle. Dabei trafen betriebswirtschaftliche Perspektiven auf psychologische, technische und naturwissenschaftliche Kompetenzen – etwa aus BWL, Psychologie und Physik. Genau diese Mischung machte den Kern des Formats aus: Je vielfältiger die Teams zusammengesetzt waren, desto breiter wurden Problemstellungen betrachtet und desto stärker konnten die Ideen weiterentwickelt werden.

Von der Idee zum Geschäftsmodell

In sechs Präsenzterminen arbeiteten die Teilnehmenden an realen Problemstellungen, validierten ihre Ideen mit Kundenfeedback, entwickelten Businesspläne und bereiteten ihre Präsentationen für den finalen Pitch vor. Begleitet wurden sie dabei durch Methoden und Tools aus Entrepreneurship, Design Thinking und Geschäftsmodellentwicklung. Neben der fachlichen Arbeit standen vor allem Teamarbeit, unternehmerisches Denken und überzeugendes Auftreten im Fokus.

Final Pitches vor Expertinnen und Experten

Bei den Final Pitches präsentierten die Teams ihre Gründungsideen vor einer Jury mit Persönlichkeiten aus dem regionalen Gründungsökosystem. Vertreten waren Ulrike Hudelmaier, Geschäftsführerin der TFU, Tobias Egle, Existenzgründungsberater der IHK Ulm, Thomas Rehmet, Leiter Entrepreneurs Campus der Universität Ulm, sowie Steffen Reik, Leiter des THU Startup Centers. Die Jury gab den Studierenden praxisnahes Feedback zu Geschäftsmodell, Marktpotenzial, Umsetzbarkeit und Präsentation.

Co-Founder-Matching

Im Anschluss an die Final Pitches fand zudem ein Co-Founder Matching statt. Dabei hatten Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit, mit potenziellen Mitgründerinnen und Mitgründern ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und passende Kompetenzen für die Weiterentwicklung ihrer Ideen zu finden. Damit wurde der Pitch-Tag nicht nur zum Abschluss des Wahlpflichtfachs, sondern auch zu einem Ausgangspunkt für mögliche nächste Gründungsschritte.

Gründungskultur in der Region stärken

„Die Gründergarage zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fachrichtungen gemeinsam an unternehmerischen Ideen arbeiten“, sagt Prof. Dr. Jens Kolb, Vizepräsident für Transfer und Weiterbildung an der HNU. „Gerade die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams führt zu kreativen, fundierten und praxisnahen Lösungen.“

Die Kooperation zwischen HNU, Universität Ulm und THU stärkt die Gründungskultur in der Region und bietet Studierenden die Möglichkeit, Unternehmertum nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern unmittelbar zu erleben. Die Final Pitches machten sichtbar, wie aus interdisziplinärer Zusammenarbeit, methodischer Begleitung und unternehmerischem Mut überzeugende Ideen entstehen können.

Über die Gründergarage
Die Gründergarage ist ein hochschulübergreifendes Wahlpflichtfach im Umfang von 5 ECTS. Studierende entwickeln darin in Teams eigene Geschäftsideen, prüfen deren Marktpotenzial, erstellen einen Businessplan und präsentieren ihre Unternehmensidee vor einer Jury. Das Format wird von der Hochschule Neu-Ulm, der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm gemeinsam getragen.

Ansprechpartner
Rebecca Stadelmaier