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HNU-Workshop bei den Anwendertagen Digitalisierung: 3D-Druck gegen Engpässe und Stillstände in der Produktion

15.07.2026, Transfer & Gründung:

Wie Unternehmen mithilfe von 3D-Druck Produktionsausfälle minimieren, Lieferengpässe überbrücken und individuelle Lösungen schneller realisieren können, zeigte Prof. Dr. Oliver Kunze von der Hochschule Neu-Ulm (HNU) bei den Anwendertagen Digitalisierung 2026 im Kloster Roggenburg. Sein Workshop „Engpässe, Stillstände & Sonderanforderungen in der Produktion mit 3D-Druck lösen“ war Teil des Veranstaltungstags „Next Level Workflows: Prozesse neu denken“ und stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmenden aus Wirtschaft und Praxis.

Im Rahmen des Workshops gab Kunze zunächst einen Überblick über die aktuellen Verfahren der Additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM). Vorgestellt wurden verschiedene Technologien, darunter Material Extrusion (MEX), Material Jetting (MJT), Directed Energy Deposition (DED), Powder Bed Fusion (PBF), Binder Jetting (BJT), Sheet Lamination (SHL) und Vat Photopolymerization (VPP).

Dabei wurde deutlich, dass additive Fertigungstechnologien längst über den Prototypenbau hinausgehen und zunehmend als strategisches Instrument für flexible und resiliente Produktionsprozesse eingesetzt werden.

Praxisbeispiele für mehr Flexibilität in der Produktion

Anhand konkreter industrieller Anwendungsfälle zeigte Prof. Dr. Kunze, wie additiv gefertigte Komponenten zur Bewältigung von Produktions- und Lieferengpässen beitragen können. Insbesondere in der Ersatzteilversorgung eröffnet der 3D-Druck neue Möglichkeiten, Wiederbeschaffungszeiten zu verkürzen und kostspielige Produktionsstillstände zu vermeiden.

Darüber hinaus wurden Einsatzszenarien vorgestellt, in denen Unternehmen individuelle Sonderlösungen wirtschaftlich und zeitnah umsetzen können. Die Technologie ermöglicht es, schnell auf spezifische Anforderungen oder unerwartete Herausforderungen in der Produktion zu reagieren.

Erfolgreiche Einführung neuer Technologien

Neben den technologischen Grundlagen standen auch organisatorische und strategische Fragestellungen im Fokus. Prof. Dr. Oliver Kunze präsentierte praxisnahe Management-Methoden zur Einführung additiver Fertigung in Unternehmen. Dabei wurde deutlich, dass der erfolgreiche Einsatz neuer Fertigungstechnologien nicht nur technisches Know-how, sondern auch passende Prozesse und Strukturen erfordert.

Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis

Ein besonderer Mehrwert des Workshops war der intensive Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen diskutierten ihre Herausforderungen und Anwendungsfelder und tauschten sich über Chancen und Grenzen des industriellen 3D-Drucks aus.

Die Anwendertage Digitalisierung des Digitalisierungszentrums Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm fanden vom 7. bis 9. Juli 2026 im Bildungszentrum Kloster Roggenburg statt. Das kostenfreie Veranstaltungsformat bringt Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen und vermittelt aktuelle Impulse zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, IT-Sicherheit und Prozessinnovation.

Zur Person

Prof. Dr. Oliver Kunze ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Business Development sowie Studiendekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der HNU.

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