HNU: Wie kamen Sie auf die Idee, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben?
Marc Wegner: Ich habe mich für das Deutschlandstipendium beworben, weil mich die Idee eines Stipendiums, das sowohl vom Staat als auch von Unternehmen unterstützt wird, überzeugt hat. Besonders wichtig war für mich hierbei, dass sowohl Leistungskriterien als auch soziales Engagement in der Auswahl von Bedeutung sind.
Beschreiben Sie mal, wie der Bewerbungs- und Auswahlprozess abliefen?
Der Bewerbungsprozess ist auf der Website der HNU sehr gut dargestellt. Somit musste ich lediglich den Anweisungen für eine erfolgreiche Bewerbung folgen. Hierunter fallen zum einen die Leistungsnachweise in der Schule und Hochschule, zum anderen aber auch Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement. Dazu habe ich noch einen Lebenslauf mit Motivationsschreiben verfasst und auf eine Rückmeldung seitens der Hochschule gewartet. Das Auswahlgespräch verlief sehr angenehm. Hierbei wurden Fragen zu unterschiedlichsten Themengebieten gestellt. Es bietet sich also an, ein gewisses Hintergrundwissen zu gesellschaftlichen Themen aufzubauen. Nach ein paar Wochen habe ich dann schließlich den Bescheid bekommen, dass ich für das Stipendium ausgewählt wurde.
Wovon profitieren Sie als Stipendiat? Was sind die Leistungen, die Sie konkret erhalten?
Wir Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten alle 300 Euro pro Monat für ein Jahr befristet. Danach muss man sich nochmals bewerben. Neben dem Geld sind vor allem die Unternehmensvorstellungen und Kontakte sehr interessant. Hierfür stellen sich im Laufe des Jahres sämtliche Unternehmen, die das Stipendium unterstützen, vor. Für das Praxissemester oder einem Jobangebot nach dem Studium ist es eine sehr gute Möglichkeit, bereits während des Studiums den ein oder anderen Kontakt zu knüpfen. Zusätzlich gab es bei den letzten beiden Übergabefeiern eine Schokoladenverkostung und einen Cocktail-Kurs. Für mich persönlich war dies sehr interessant, da ich neben dem Studium eine Fortbildung zum Bartender absolviert habe und somit den ein oder anderen neuen Tipp und Trick erlernt habe.
Wenn Sie in die Zukunft blicken, was denken Sie, inwieweit Ihnen das Stipendium Türen öffnet?
Wie bereits erwähnt bietet mir das Stipendium eine großartige Grundlage, bereits Einblicke in verschiedene Branchen zu erhalten und mir ein Bild darüber zu machen, in welchem Bereich ich später arbeiten möchte. Es schadet natürlich auch nicht, bereits Kontakte in den Unternehmen zu knüpfen, um abseits der Stellenausschreibungen mich eventuell initiativ zu bewerben.
Wie würden Sie anderen Studierenden Mut machen, sich zu bewerben, die vielleicht zögern oder Respekt vor der Bewerbung haben?
Meiner Meinung nach sollten alle, die die Kriterien für eine Bewerbung erfüllen, sich auch bewerben. Man kann hierbei nur gewinnen. Auch wenn man nicht ausgewählt werden sollte, macht man trotzdem bereits früh die Erfahrung, wie ein Bewerbungsprozess und -gespräch abläuft und worauf es ankommt. Somit kann ich allen raten, sich mit Deutschlandstipendium zu beschäftigen. Der Aufwand ist im Vergleich zu dem, was man bekommt, wirklich sehr klein.
Und welche konkreten Tipps für die Bewerbung würden Sie anderen Studierenden geben?
Bei der Bewerbung und insbesondere bei dem Gespräch sollte man authentisch bleiben. Erfahrungsberichte von anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind sicherlich hilfreich. Ich selbst habe auch einer Kommilitonin bei Ihrer Bewerbung geholfen und ihr die Angst vor dem Auswahlgespräch genommen. Sich im Vorhinein zu überlegen, wie man auf gewisse Fragen bei dem Gespräch reagiert, schadet natürlich auch nicht. Wichtig ist es aber vor allem ruhig zu bleiben und nicht zu aufgeregt zu sein. Man kann schließlich nichts verlieren, sondern nur gewinnen.






