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Best-Paper-Award für HNU-Publikation in der Wirtschaftsinformatik

30.09.2025, Forschung:

Eine im international renommierten Fachjournal Information Systems Research (ISR) veröffentlichte Publikation, die unter Mitautorschaft und Betreuung von HNU-Prof. Dr. Arne Buchwald entstand, ist als „Best Paper Nachwuchswissenschaftler“ des Jahres der deutschen Wirtschaftsinformatik ausgezeichnet worden. Den Award erhielt Erstautor Lukas Florian Bossler, der die Forschungsarbeit während seiner Promotion in enger Zusammenarbeit mit seinen Ko-Autoren Prof. Dr. Buchwald und Prof. Dr. Kai Spohrer entwickelt hatte. 

Die Auszeichnung wurde im Rahmen der jährlichen Wirtschaftsinformatik-Konferenz von einem Gremium bestehend aus Prof. Dr. Susanne Strahringer (TU Dresden), Prof. Dr. Rainer Alt (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Helmut Krcmar (TU München) in Münster verliehen. Sie gilt als eine der wichtigsten nationalen Anerkennungen für wissenschaftliche Publikationen in der Wirtschaftsinformatik. „Es freut mich sehr, dass Lukas Bossler mit dem Best-Paper-Award ausgezeichnet wurde“, sagt Prof. Dr. Arne Buchwald. „Er ist nicht nur ein brillanter Kopf, sondern hat auch beeindruckende Beharrlichkeit bewiesen und unser gemeinsames Projekt über sechs Jahre und mehrere institutionelle Veränderungen hinweg vorangetrieben. Dieses Engagement bildet eine vielversprechende Grundlage für eine erfolgreiche akademische Karriere.“

Prämierte Forschungsarbeit konzipiert und löst die Gefahr des zweiseitigen Opportunismus im Datenaustausch zwischen Organisationen

Im Rahmen der prämierten Forschungsarbeit „And No One Gets the Short End of the Stick: A Blockchain-Based Approach to Solving the Two-Sided Opportunism Problem in Inter-Organizational Information Sharing“ entwickelten Lukas Florian Bossler (FernUniversität Hagen), HNU-Prof. Dr. Arne Buchwald und Prof. Dr. Kai Spohrer (Frankfurt School of Finance & Management) ein Informationssystem, das den Austausch sensibler Daten zwischen Organisationen ermöglicht, ohne dass die Parteien opportunistisches Verhalten der anderen Partei befürchten müssen. Anders als bisherige Ansätze berücksichtigt ihr System gleichzeitig sowohl das Risiko der Informationsmanipulation durch die bereitstellende Organisation als auch das Risiko des Informationsraubs durch die empfangende Organisation: Informationen werden in abgeleiteter Form geteilt, sodass die zugrunde liegenden Daten geschützt bleiben. Der Adressierung des zweiseitigen Opportunismus steigert die Bereitschaft der Beteiligten, vertrauliche Informationen zum gemeinsamen Vorteil auszutauschen, und eröffnet neue Möglichkeiten in Bereichen wie Maschinenbau, Supply Chain Management, IT-Outsourcing oder kooperativen Wettbewerbsbeziehungen. 

Das Projekt entstand im Rahmen des BMWK-geförderten Forschungsprojekts „Pay-per-Stress: Innovative, datenbasierte, last-orientierte Bezahlmodelle für Werkzeugmaschinen“ (Förderkennzeichen: 01MD19011) und wurde sowohl in Machbarkeitsstudien als auch in einer groß angelegten Branchenumfrage in der verarbeitenden Industrie erfolgreich evaluiert. Mehr dazu in unserer HNU-Newsmeldung.

Anfang dieses Jahres wurden die Forschungsergebnisse im Fachjournal Information Systems Research (ISR), eine der führenden Zeitschriften im Bereich Wirtschaftsinformatik (VHB-Media Rating 2024: A+), veröffentlicht. 

Zur Publikation

Lukas Florian Bossler; Arne Buchwald; Kai Spohrer (2024): And No One Gets the Short End of the Stick: A Blockchain-Based Approach to Solving the Two-Sided Opportunism Problem in Interorganizational Information Sharing. Information Systems Research 0(0).

Online unter (open access/frei verfügbar): https://pubsonline.informs.org/doi/full/10.1287/isre.2022.0065   

Ansprechparter
Prof. Dr. Arne Buchwald