
- Name
- Nicolas
- Studiengang
- WPS
- Semester
- 6. Semester
- Institution
- Universidad de Chile (öffnet neues Fenster)
- Ort
- Santiago, Chile
- Zeitraum
- Juli bis Dezember 2025
Was war deine Hauptmotivation?
Meine Hauptmotivation, nach Chile zu gehen, war definitiv, mein Spanisch zu verbessern. Ich hatte davor schon Spanisch in der Schule gelernt und auch schon einen Auslandsaufenthalt in Ecuador hinter mir. Trotzdem war ich mit meinem Spanisch noch nicht wirklich zufrieden. Jetzt kann ich zwar immer noch nicht richtig Spanisch – dafür aber Chilenisch. ;)
Chile ist ein wunderschönes Land und bietet so viele Möglichkeiten: von der trockensten Wüste der Welt im Norden bis zu riesigen Gletschern im Süden.
Was waren deine größten Sorgen?
Ich glaube, alle haben Bedenken, bevor sie ein halbes Jahr in ein komplett fremdes Land ziehen. Dass dieses Land auch noch am anderen Ende der Welt liegt, hat das Ganze nicht besser gemacht. Vor allem hinsichtlich Sicherheit und Kriminalität war ich mir unsicher – ich war zwar davor schon in Lateinamerika, aber vor allem an touristischen, kleineren Orten und nicht in einer 10-Millionen-Einwohner-Metropole. Um ganz ehrlich zu sein, haben sich meine Bedenken auch teilweise bewahrheitet. Es ist eben nicht Ulm. Chile hat definitiv Probleme in Sachen Kriminalität, aber am Ende ist es wie überall: Nachts nicht alleine in den Straßen rumlaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf seine Sachen aufpassen und immer auf das eigene Bauchgefühl hören. Dann kann man guten Gewissens in das Abenteuer starten.
Würdest du einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen? Warum?
Mein Auslandssemester war die beste Zeit in meinem Leben – ich habe so viele tolle Leute kennenlernen dürfen, so viele schöne Orte gesehen und eine zweite Heimat am anderen Ende der Welt gefunden. Ich glaube, das sind drei sehr gute Argumente.
Fun Fact
In Chile gibt es ein eigenes Wort für „verstehst du?“: cachai? Am Anfang kannte ich diesen Ausdruck noch nicht. Und weil ich ohnehin oft Mühe hatte, zu folgen, habe ich nicht einmal verstanden, dass man mich gerade fragte, ob ich überhaupt verstanden hatte. Jetzt wisst ihr es und seid mir damit schonmal einen Schritt voraus. ;)
Was hast du aus deiner Zeit im Ausland mitgenommen?
Ich habe vor allem mitgenommen, im Moment zu leben. Am Anfang des Auslandssemesters sagen dir viele, die das schon erlebt haben: „Genieß die Zeit! Es geht schneller vorbei, als du denkst!“ In den ersten zwei Wochen nimmt man das noch mit einem teilnahmslosen Schulterzucken hin, bis man dann plötzlich dasteht und 6 Monate einfach rum sind. Genau in diesem Moment ist man der glücklichste Mensch der Welt, wenn man einfach noch mit in die Bar gegangen ist, am Wochenende dann trotzdem wandern war, obwohl man noch angeschlagen vom Tag davor war, und den Kurztrip gebucht hat, auch wenn der Geldbeutel es schon fast nicht mehr hergegeben hat.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?
Wie man vielleicht schon aus den anderen Antworten herauslesen kann, wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. Chile ist ein wunderschönes Land und bietet so viele Möglichkeiten: von der trockensten Wüste der Welt im Norden bis zu riesigen Gletschern im Süden. Die Menschen sind unglaublich herzlich und gastfreundlich. Das Einzige, was mich schon am Anfang etwas getroffen hat, war das gewöhnungsbedürftige Spanisch, das in Chile gesprochen wird. Aber selbst hier habe ich mich relativ schnell daran gewöhnt und finde es inzwischen sogar ziemlich cool.
Gibt es etwas, was du über deine Erfahrungen im Ausland hervorheben möchtest?
Was mir vor meinem Auslandssemester nicht bewusst war, ist, wie viele Möglichkeiten ich zum Reisen haben würde. Durch einen Ferienblock Mitte und Ende des Semesters hatte ich die Möglichkeit, noch andere Länder von Chile aus zu bereisen. Diese kurzen Trips mit Freundinnen und Freunden, die man gerade erst kennengelernt hatte, haben meinen Auslandsaufenthalt einmalig gemacht.











