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Innovationen made in Schwaben: Schwaben Innovation Masterclass bietet Lösungsansätze für drängende gesellschaftliche Fragen

28.05.2025, Studium:

Im Kooperationsprojekt „Schwaben Innovation Masterclass“ an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) arbeiteten insgesamt 25 Studierende, vier Hochschulen und regionale Partner vom 19.-23. Mai 2025 intensiv zusammen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen der Region zu entwickeln. Diese reichten von Grüner Mobilität für junge Menschen bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kita. Als Praxispartner waren die Städte Neu-Ulm und Ulm, das Haus der Nachhaltigkeit e.V. Ulm/Neu-Ulm, die Stadt Illertissen, das Gesundheitszentrum Illertissen, die DING GmbH und das Agenda-Büro der Stadt Ulm beteiligt.

Die Schwaben Innovation Masterclass und das Kooperationsprojekt NEXUS KANU sind gemeinsame Initiativen von vier Hochschulen in Bayerisch-Schwaben: der Universität Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg, der Hochschule Kempten und der HNU. Ziel ist es, die Innovationskraft und den Gründergeist von Studierenden zu fördern und damit den Wirtschafts- und Innovationsstandort Schwaben nachhaltig zu stärken. Als zentrales Lehrformat innerhalb des KANU-Projekts dient die Schwaben Innovation Masterclass. Sie wurde als interdisziplinäres Wahlpflichtfach konzipiert und besteht aus vier thematischen Blockveranstaltungen, die von den beteiligten Hochschulen ausgerichtet werden.

„Die Schwaben Innovation Masterclass schafft einen einzigartigen Rahmen, in dem Studierende über Fach- und Hochschulgrenzen hinweg gemeinsam an Zukunftsthemen arbeiten können – mit Wirkung für die Region und darüber hinaus“, betont Carina Volk-Schor, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HNU und fachliche Leiterin des Projekts NEXUS KANU.


Mit Design Thinking Engagement, Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung fördern

Im Mittelpunkt der Projektwoche an der HNU standen fünf reale Herausforderungen von Institutionen aus der Region. Mithilfe der Methode Design Thinking setzten sich die Studierenden nutzerzentriert und lösungsorientiert mit den komplexen Herausforderungen auseinander – von der Bedarfsanalyse über die Ideengenerierung bis zur prototypischen Umsetzung. Unterstützt wurden sie dabei durch den Innovation Space der Hochschule.

Die Stadt Neu-Ulm stellte das Thema „Künstliche Intelligenz in der Kita – Chance oder Risiko?“. Hier reflektierten die Studierenden über den sinnvollen Einsatz von KI im frühkindlichen Bildungsbereich. Das Agenda-Büro der Stadt Ulm und die DING GmbH brachten die Fragestellung „Grüne Mobilität für junge Menschen – wie wird’s cool und klimafreundlich?“ ein, wobei die Studierenden innovative Ideen entwickelten, um nachhaltige Mobilitätsangebote attraktiver zu gestalten. Zudem arbeitete das Agenda-Büro an dem Konzept „Mitreden erwünscht! – Eine Bürger*innenredaktion für agzente+ aufbauen“, das die aktive Beteiligung der Bevölkerung an der lokalen Berichterstattung fördern soll.

Auch das Haus der Nachhaltigkeit e. V. Ulm/Neu-Ulm (HdN) war mit einer zentralen Frage vertreten: „Gemeinschaft gestalten – wie gewinnen wir Mitwirkende für das HdN?“ Die Studierenden erarbeiteten Strategien, um mehr Menschen für nachhaltiges Engagement zu begeistern und diese langfristig einzubinden. Schließlich beschäftigten sich die Studierenden mit dem Thema „Neue Wege in der Versorgung – die Tagesklinik der Zukunft“, das von der Stadt Illertissen und dem Gesundheitszentrum Illertissen eingebracht wurde. Im Mittelpunkt standen dabei innovative Versorgungskonzepte, die eine moderne, patientennahe Gesundheitsversorgung ermöglichen sollen.

Leonie, Studentin an der HNU, hebt besonders die Interdisziplinarität der Masterclass hervor: „Die unterschiedlichen Expertisen, von Maschinenbau über Global Business Management bis hin zur Digitalisierung, ergänzten sich hervorragend. So konnten wir innovative Lösungen entwickeln, die nicht nur theoretisch überzeugen, sondern auch praxistauglich sind.“


Bühne für Innovationsgeist: Finale Präsentationen für Praxispartner und Öffentlichkeit

Die Ergebnisse präsentierten die Studierenden beim finalen Pitch am 23. Mai 2025 im HNU Innovation Space den Praxispartnern und der interessierten Öffentlichkeit. Bewertet wurden sie durch eine Fachjury, bestehend aus Valentina Michels (DING GmbH), Petra Schmitz (Stadt Ulm), Robert Schwarz (Stadt Neu-Ulm), Ivanka Burger (HdN), Jürgen Lehmann (Gesundheitszentrum Illertissen), Thomas Bayer (Projektleiter KANU, HNU), Daniel Schallmo, Twain Stolz (Universität Augsburg, Mitarbeiter KANU, Leiter StartupHub) und Carina Volk-Schor (HNU).
Den ersten Platz belegte das Team „KI im Kindergarten“, das mit einem innovativen Konzept eines Chatbots zur digitalen Dokumentation im Kita-Alltag überzeugte. HNU- Prof. Dr. Daniel Schallmo, der die Studierenden fachlich begleitet hat, resümiert: „Das Engagement und die Kreativität der Studierenden haben uns beeindruckt. Sie haben sich mit großem Einsatz, Empathie und Innovationsgeist eingebracht und echte Lösungsansätze für drängende gesellschaftliche Fragen entwickelt." Auch die Praxispartner zeigen sich erfreut. Jürgen Lehmann vom Gesundheitszentrum Illertissen berichtet: „Ich bin sehr beeindruckt von dem hohen Reflexionsniveau, mit dem die Herausforderungen bearbeitet wurden.“

Begleitet wurde die Woche von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Teambuilding-Elementen, einer Exkursion zur ModelFab im Bosch Rexroth Kundenzentrum CU.BE in Ulm, einem Impulsvortrag zum Thema Intrapreneurship von Prof. Dr. Antje Wild (HNU) sowie einem feierlichen Abschluss des KANU-Jahres beim Netzwerk-Event „Founders & Beer“ im HNU Founders Space.


Weiterführende Informationen (öffnet neues Fenster) zum Projekt NEXUS KANU.
 

 

Ansprechpartnerin: 

Carina Volk-Schor

Carina Volk-Schor

Wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich innovative Lehr- und Veranstaltungsangebote in der Gründungsförderung und für die fachliche Leitung des HNU Teil-Projektes „Schwaben Entrepreneurship Nexus-KANU“.

Telefon: 0731/9762-1214

Standort: Edisonallee 5, I.0.07

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