Found it! 2024
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Gründungsjahr 2024 wirken weiter? Welche Ansätze haben sich bewährt, welche Formate konnten besonders überzeugen – und welche Initiativen zeigen exemplarisch, wie erfolgreiche Gründungsförderung aussehen kann? Auf dieser Seite stellen wir inspirierende Gründungsbeispiele, Stimmen aus dem Netzwerk und wirkungsvolle Erfolgsmodelle vor.
Zahlen des Jahres
84
Gründungsteams wurden in diesem Jahr an der HNU gecoacht; zudem erfolgten 53 Erstberatungen.
10
Stipendiatinnen arbeiteten im Rahmen des Programms EXIST-women an ihren Gründungsprojekten.
6
Ausgründungen erfolgten in diesem Jahr aus der HNU heraus.
Veranstaltungshighlights
Stimmen und Storys

Die HNU spielte eine zentrale Rolle beim Aufbau des regionalen Gründungs-Hubs „KANU – Schwaben Entrepreneurship Nexus“: Gemeinsam mit drei weiteren Hochschulen der Region initiierte sie ein hochschulübergreifendes Programm zur Förderung unternehmerischer Kompetenzen. Im Rahmen des vom Bayerischen Wissenschaftsministerium geförderten Projekts entwickelte die HNU ein zweisemestriges Qualifizierungsprogramm – die „Schwaben Innovation Masterclass“–, das seit 2024 Studierenden aller Fachrichtungen fundiertes Know-how in Innovation und Unternehmensgründung vermittelt. Ziel ist es, unternehmerisches Denken frühzeitig zu verankern und Gründungsvorhaben aus dem Hochschulumfeld systematisch zur Umsetzung zu führen. Die HNU leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Positionierung Bayerisch-Schwabens als dynamischer Start-up-Standort.
Im Projekt KANU vereinen wir die Innovationskraft von vier schwäbischen Gründungshochschulen unter einem Dach und verankern uns als Heimat zukunftsweisender Start-ups. Ich freue mich auf die gemeinsame und nachhaltige Gestaltung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Schwaben und das Begleiten einer neuen Generation an Zukunftsmachenden!
Projekt des Jahres
Mit KI den Zugang zu Bildung erleichtern: HNU-Team „Campus Ready“ erhält EXIST-Gründungsstipendium
Mit ihrem 2024 gestarteten Projekt „Campus Ready“ wollen Mohammad Anees Raza, Süleyman Emre Özdemir, Lena Lingg und Abhishek Arun Savakar den aufwendigen Auswahlprozess durch KI-gestützte Verfahren effizienter und fairer gestalten. Jährlich bewerben sich rund 700.000 internationale Studieninteressierte auf einen Studienplatz in Deutschland. Aufgrund unterschiedlicher Bildungshintergründe sind individuelle Prüfungen erforderlich, die bisher meist in persönlichen Interviews durchgeführt wurden. Diese Praxis ist jedoch zeitintensiv und mündet aufgrund knapper Ressourcen oft in Engpässen.
„Campus Ready“ setzte genau hier an: Die digitale Lösung ermöglicht eine standardisierte, aber zugleich individuelle Überprüfung des Wissensstands; unabhängig von Ort und Zeit. Damit wird ein Zulassungsverfahren geschaffen, das nicht nur fairer, sondern auch besser skalierbar war. Ziel ist es, mehr qualifizierten Talenten den Weg an deutsche Hochschulen zu ebnen und langfristig einen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten.
Für diese Idee erhielt das Team das EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Entstanden war das Projekt im Founders Space der HNU, wo das Team mit fachlichem Know-how und praxisnaher Begleitung bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee unterstützt wurde.

Gewinner des Jahres
Gründergarage an der HNU bringt soziale Start-up-Ideen voran
Praxisnahe Gründungsförderung meets soziale Wirkung: Im Rahmen der Gründergarage entwickelten Studierende kreative Geschäftsideen mit gesellschaftlichem Mehrwert, etwa Apps für gesunde Ernährung oder Plattformen zur Förderung sozialer Kontakte. Das Siegerteam „Rundum Ulm“ überzeugte mit einem Social-Business-Konzept, das Menschen in Ulm durch gemeinsame Aktivitäten miteinander vernetzen möchte. Die Gründergarage wurde an der HNU von Prof. Dr. Thomas Bayer und Carina Volk-Schor betreut und gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ulm sowie der Universität Ulm im Rahmen von StartupSÜD umgesetzt.
Drei Monate lang arbeiteten interdisziplinäre Teams intensiv an ihren Ideen. Unterstützt wurden sie dabei von Coaches aus Hochschule und Wirtschaft. Die Gründergarage vermittelte unternehmerisches Wissen, förderte Teamarbeit und half den Teilnehmenden, konkrete Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.

Ich habe noch nie so ganzheitlich gelernt. Von der Teamarbeit bis zur Finanzplanung – das war eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.
Sweet Treat des Jahres

So schmeckt UnternehmergEISt: Wie aus Forschung greifbare Markterfahrung wird, zeigte MBA-Student Jan Winter an der HNU. Im Rahmen seiner Masterarbeit untersuchte er innovative Strategien für den Markenaufbau in der Speiseeisbranche und nutzte den HNU-Campus als reales Testfeld. Ein eigens installierter Eisautomat im Gebäude B lieferte praxisnahe Daten zum Kaufverhalten und zur Produktakzeptanz. Die HNU unterstützte das Projekt aktiv und förderte so den Transfer zwischen Studium und unternehmerischer Praxis. Jan Winter studierte im MBA-Programm General Management am Zentrum für Weiterbildung der HNU. In Zusammenarbeit mit einer regionalen Eismanufaktur analysierte er im Rahmen seiner Abschlussarbeit Erfolgsfaktoren für Markenaufbau im B2B-Bereich und testete verschiedene Eissorten direkt vor Ort. Der Automat stand allen Campusbesucherinnen und -besuchern sowie Anwohnenden offen.












