Verraten Sie uns etwas über Ihren bisherigen Werdegang?
Nach meinem Abitur habe ich mich dazu entschlossen, ins Ausland zu gehen, und habe meinen Bachelor in International Business Administration an der RSM, Erasmus Universität in Rotterdam, sowie meinen Master in International Business an der HEC Paris absolviert. Mit großem Interesse am Themengebiet Leadership habe ich in diesem Bereich am Erasmus Research Institute of Management (ERIM) der Erasmus Universität promoviert und auch publiziert. Bei Bain & Company habe ich meine berufliche Karriere als Strategieberaterin begonnen und an zahlreichen internationalen Strategie- und Organisationsprojekten mitgearbeitet. Themen waren dabei u. a. die Anpassung von internationalen Organisationsstrukturen und der Aufbau neuer Organisationseinheiten, die Einführung von Balanced-Score-Card-Logiken als Steuerungs-, Leistungsbeurteilungs- und Vergütungsinstrumente sowie internationale Organisationstransformationen, begleitet durch effektives Change Management. Anschließend war ich beim Modeunternehmen ESACADA als Strategy & Business Development Managerin tätig und habe die internationale Firmenentwicklung vorangetrieben. Seit Februar 2025 bin ich nun als Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalmanagement und Organisation, Teil des Teams der HNU.
Wo liegen Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte und was interessiert Sie derzeit im Besonderen?
Im Rahmen meiner Forschung beschäftige ich mich u.a. mit der Fragestellung, wie das Organisationsumfeld (wie bspw. das Organisationsklima oder auch das Verhalten von Führungskräften) die Führungsambition der Mitarbeitenden beeinflusst. Im Rahmen der Lehre versuche ich die Studierenden für die spannende Bandbreite an Themen in den Bereichen Organisation und Personalmanagement zu begeistern und auch den Fokus auf aktuelle Themen wie agile Organisationen oder auch digitales und nachhaltiges HRM zu lenken.
Persönliches
Mein Fachgebiet in drei Worten:
Menschen, Organisationen, Führung
Die HNU ist:
modern, aufgeschlossen und familiär
Diesen Satz höre von meinen Studierenden am liebsten:
„Durch die vielen praktischen Beispiele habe ich auch die komplizierteste Theorie und ihre Praxisrelevanz verstanden.“
Meine aktuelle Lektüre:
„Beklaute Frauen“ von Leonie Schöler
Meine nächste Publikation:
wird sich auf das Thema Employee Wellbeing fokussieren
Das erste, was ich morgens an meinem Arbeitsplatze mache:
Meine Emails checken und Nachrichten lesen
Was steht immer auf Ihrem Schreibtisch?
Kaffeetasse, Wasserglas, Block & Stift
Weshalb sind Sie Professorin geworden?
Drei Gründe waren für mich ausschlaggebend. (1) Sinnhaftigkeit: Eine Professur bietet die Möglichkeit, junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten, sie auf die Herausforderungen im Beruf vorzubereiten und sie für die äußerst wichtigen Themenfelder Personalmanagement und Organisation zu begeistern und dadurch, sowie durch die angewandte Forschung, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. (2) Freude daran, Wissen zu vermitteln: Bereits während meiner Karriere in der Wirtschaft haben mir Formate, in denen ich Wissen vermitteln bzw. gemeinsam mit anderen Menschen erarbeiten konnte (z. B. im Rahmen von Strategie-Workshops oder der Leitung von Fortbildungsmaßnahmen für Kollegen und Kolleginnen), immer sehr viel Spaß gemacht. Am meisten Freude bereitet haben mir dann die interaktiven Lehrveranstaltungen und der Austausch mit Studierenden im Rahmen meiner vorherigen Lehraufträge. (3) Abwechslungsreichtum und Selbstbestimmtheit: Auch die Tatsache, dass der Beruf als Professorin sowohl sehr viel Abwechslungreichtum als auch Selbstbestimmtheit bietet, motiviert mich sehr. Als Professorin kann man selbst inhaltliche Schwerpunkte in Lehre und Forschung setzen und zusätzlich spannende Aufgaben in der Selbstverwaltung übernehmen.
Was kann man in Ihren Veranstaltungen lernen?
In meinen Veranstaltungen möchte ich die Studierenden für die Vielzahl an Themen innerhalb der Themenfelder Organisation und Personalmanagement begeistern. Mein Ziel ist es, nicht nur wichtige Theorien anhand von praktischen Beispielen gemeinsam zu erörtern, sondern den Studierenden auch „Handwerkszeug“ mitzugeben, wie z. B. Dos und Dont’s für das Durchlaufen eigener Bewerbungs- und Personalprozesse oder auch praktische Tools für das gute Funktionieren von Teams sowie das eigene Arbeiten in Organisationen als Mitarbeitende und später auch als Führungskräfte.
Wie waren Ihre ersten Wochen an der HNU?
Abgesehen von der Vollsperrung der Autobahn vor meiner allerersten Vorlesung an der HNU, aufgrund der ich fast zu spät zu meinem ersten Tag gekommen wäre (zum Glück nicht!), verliefen die ersten Tage und Wochen an der HNU sehr inspirierend und positiv. Die interaktive Lehre mit den Studierenden macht mir große Freude und auch vom Kollegenkreis an der HNU fühle ich mich sehr willkommen. Vielen Dank an dieser Stelle!
Was hat Sie gerade nach Neu-Ulm an die HNU geführt? Was gefällt Ihnen an der Region?
Die HNU ist eine sehr erfolgreiche und stetig wachsende Hochschule, die auf eine dreißigjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Für mich war es sehr spannend, eine Professur an einer Business School anzunehmen, um mit den Studierenden praxisnahe Themen in der Tiefe durchleuchten zu können. Zusätzlich denke ich, dass es aktuell u.a. auf Grund des eigenen Promotionsrechts, neuer Transferzentren und neuer Studiengänge eine besonders dynamische Zeit an der HNU ist. Auch schätze ich es sehr, dass die HNU eine familiäre Hochschule mit wertschätzender Kultur und sehr ausgeprägtem Teamgeist ist.
Was machen Sie am liebsten, wenn Sie nicht gerade an der HNU lehren und/oder forschen?
Gemeinsame Zeit mit meinen Kindern und meinem Ehemann verbringen; im Winter gern in den Bergen Tirols beim Skifahren und im Sommer an den bayrischen Seen. Bereits seit meiner Schul- und Studienzeit reise ich außerdem ausgesprochen gern (früher mit Rucksack und „Round-the-world-Ticket“), um neue Länder und Kulturen zu entdecken.
Entweder | Oder
Sushi oder Spätzle? Definitiv Sushi – ich habe als Schülerin einen Kulturaustausch in Japan gemacht und einige Wochen bei einer japanischen Gastfamilie in Himeji gelebt und bin seither ein großer Fan der japanischen Küche.
Camping oder Hotel? Hotel
Buch oder Film? Buch
Allgäuer Alpen oder Bodensee? Alpen
Kaffee oder Tee? Kaffee
Fahrrad oder Auto? Lastenrad
Sofa oder Sessel? Sofa
Zettelwirtschaft oder Notizbuch-App? Strukturiertes Notizbuch
Waldspaziergang oder Großstadttrip? Großstadttrip







