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HNU-Workshop liefert Impulse für weibliche Führung 

16.07.2025, Hochschulnews:

Um zentrale Fragen von und für Frauen in Führungspositionen ging es Mitte Mai an der Hochschule Neu-Ulm (HNU): Im Rahmen der vom Gleichstellungsteam der Hochschule organisierten Veranstaltung „Führung zwischen Härte und Empathie“ kamen rund 20 Teilnehmerinnen – darunter Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mentorinnen – zusammen, um sich gemeinsam mit Aspekten weiblicher Führung auseinanderzusetzen. 

Im Mittelpunkt des Abends stand die Balance zwischen Durchsetzungsstärke bzw. -härte und mitfühlender Führung. Mit einem Impuls von Dr. Kathrin Färber (wissenschaftliche Mitarbeiterin der HNU und Programmleiterin von Frauen.Machen.Wissenschaft), persönlichen Erfahrungsberichten und intensiven Diskussionsrunden wurden zentrale Aspekte weiblicher Führung reflektiert:

  • Wie gelingt es, empathisch zu führen, ohne an Autorität zu verlieren?
  • Welche Handlungsstrategien kann ich verfolgen?
  • Welche Rolle spielen klare Kommunikation, emotionale Intelligenz und persönliche Haltung?
  • Wo liegen Herausforderungen und Chancen für Frauen in Führungspositionen?

Die Veranstaltung bot Raum für einen offenen Austausch, persönliche Reflexion und gegenseitige Ermutigung. In einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre konnten die Teilnehmerinnen voneinander lernen, Netzwerke stärken und neue Impulse für ihren eigenen Karriereweg mitnehmen.

„Besonders bereichernd war der persönliche Austausch mit Frauen, die sich in ganz unterschiedlichen Phasen ihres Lebens und Berufswegs befinden – ob Berufseinsteigerin, erfahrene Führungskraft oder mitten im Studium“, resümierte Alicia Meese, Studentin an der HNU, die Veranstaltung. „Gerade durch diese Vielfalt wurden sehr unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Führung sichtbar. Es war inspirierend zu sehen, wie jede Einzelne mit Herausforderungen wie Durchsetzungsfähigkeit, Selbstzweifeln oder dem Balanceakt zwischen Anspruch und Empathie umgeht – und wie viel wir daraus füreinander mitnehmen konnten.“ 

Gleichstellungsarbeit an der HNU

Der gesellschaftliche Wandel zu mehr Gleichstellung braucht erreichbare Vorbilder und die kreativen Kräfte aller in Studium und Beruf. Frauen in Führung sind nach wie vor unterrepräsentiert und es fehlen weibliche Role Models. Netzwerktreffen mit Impulsen aus Erfahrungsberichten von Frauen in Führung sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Gleichstellungsstrategie an der HNU. Der Austausch mit erfahrenen Expertinnen aus der Wirtschaft, mit wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und mit Studentinnen aus unterschiedlichen Fakultäten ermutigt die Teilnehmerinnen zu einer selbstbewussten Karriereplanung.

Zentrales Anliegen der HNU-Beauftragten für Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Claudia Kocian-Dirr, ist es, Frauen auf allen Ebenen der Wissenschaft zu fördern. Dabei hat für sie auch die digitale Teilhabe von Frauen eine große Bedeutung. Die Angebote der Gleichstellungsarbeit an der HNU fördern die persönliche und fachliche Entwicklung und schaffen Räume für den konstruktiven Austausch. Dabei adressieren die Aktivitäten alle akademischen Zielgruppen von der Studentin über die Lehrbeauftragte und die wissenschaftliche Mitarbeiterin bis hin zur Professorin. Workshops für Schülerinnen ergänzen die Maßnahmen, um insbesondere die Basis für eine chancengerechte digitale Teilhabe früh zu gestalten.

Ansprechpartnerin 
Dr. Kathrin Färber  

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Die Teilnehmerinnen des Führungsworkshops mit Dr. Kathrin Färber (links) und Magdalena Fremdling (rechts)