alle News

Prof. Dr. Anna Meinhardt ist neue Frauenbeauftragte der HNU

21.11.2025, Hochschulnews:

Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) hat eine neue Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst: Prof. Dr. Anna Meinhardt wurde vom Hochschulsenat mit Wirkung zum 14.10.2025 für die kommenden drei Jahre als Nachfolgerin von Prof. Dr. Claudia Kocian-Dirr gewählt. Als Stellvertreterinnen wurden Prof. Dr. Julia Künkele und Prof. Dr. Dany Meyer wiedergewählt. 

Professorin Kocian-Dirr übergibt das Amt nach mehr als fünfjähriger Amtszeit an Professorin Meinhardt, die an der Fakultät Gesundheitsmanagement das Fachgebiet Recht im Gesundheitswesen lehrt. Gemeinsam mit ihrem Team fördert die Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst die Chancengleichheit an der Hochschule, wirkt in Personal- und Berufungsverfahren mit, berät bei Gleichstellungsfragen und setzt sich gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen ein. 

„Chancengleichheit ist ein wichtiger Motor für Innovation in Lehre, Forschung und Transfer. Dass unsere Hochschule beim Professorinnenanteil über dem bayerischen Durchschnitt liegt, ist nur ein Beleg für den Erfolg unserer Gleichstellungsarbeit“, sagt HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser. „Ich gratuliere Professorin Meinhardt herzlich zur Wahl und bin überzeugt, dass sie diese Entwicklung mit neuen Impulsen weiter vorantreiben wird.“ 

„Es geht nur gemeinsam“: Prof. Dr. Anna Meinhardt im Kurzinterview 

Was hat Sie zu Ihrem neuen Amt motiviert? 

„Ich habe selbst die verschiedensten Erfahrungen mit Gleichstellung gemacht: von einer besonderen Förderung der MINT-Fächer in meinem damaligen Mädchengymnasium bis zur Notwendigkeit, sich als einzige Geschäftsführerin in einem männerdominierten Leitungskräfteumfeld durchsetzen zu müssen – trotz einer Frauenquote von knapp 50 % im Unternehmen. Daher setze ich mich schon lange für die Chancengleichheit ein, beispielsweise über den Verein ZONTA. Für mich war daher folgerichtig, das Amt der Beauftragten für Gleichstellung an unserer Hochschule zu übernehmen.“

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen und Chancen im Bereich Gleichstellung an Hochschulen?

„Chancengleichheit wurde durch meine Vorgängerin, Professorin Kocian-Dirr, und unser Team hervorragend repräsentiert und gefördert. Wir können uns glücklich schätzen, in diesem Bereich auch so viel Unterstützung durch die Hochschulleitung zu haben. Ermutigen möchten wir Frauen, sich in MINT-Fächern hervorzutun.“

Welche Themen und Maßnahmen liegen Ihnen in Ihrer neuen Funktion besonders am Herzen?

„Ich möchte den Blick weiten, der vielfach immer noch auf einzelne Themen wie Gendern beschränkt ist. Gleichstellung heißt für mich, dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben, dass faire Bedingungen für alle gelten. Mutig sein, Vorbilder finden und Vorbild für andere Frauen sein, das ist wichtig für Schülerinnen, Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und Professorinnen. 

Deshalb liegt mir insbesondere das BayernMentoring am Herzen, und auch alle Veranstaltungen, die wir für die verschiedenen Zielgruppen anbieten. Ich wünsche mir, dass Frauen an der HNU die tollen Angebote wahrnehmen, die einen positiven Beitrag für uns alle leisten. Denn: Es geht nur gemeinsam!“

Rückblick auf ein langjähriges Engagement: Vorgängerin Prof. Dr. Claudia Kocian-Dirr 

Prof. Kocian-Dirr prägte die die Gleichstellungsarbeit an der HNU über viele Jahre maßgeblich: Fünf Jahre lang setzte sie im BayernMentoring Impulse; insgesamt 18 Jahre engagierte sie sich hochschulweit für mehr Chancengleichheit und etablierte neue Formate, Netzwerke und Strukturen zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft. So entwickelte sie u.a. mit ihrem Team das innovative Förderkonzept „Frauen.Machen.Wissenschaft“ für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und mit ihren Kolleginnen das „Girls @ HNU Summer Lab“ für Schülerinnen. 

Die promovierte Wirtschaftsinformatikerin richtet ihren Fokus künftig wieder stärker auf Lehre und Forschung. Für ihr Lehrkonzept „Die Basis der Zukunft: KI und Lehre Hand in Hand“ erhielt sie 2024 den Neu-Ulmer Hochschulpreis für digitale Lehre – ein Zeichen dafür, wie konsequent sie die digitale Teilhabe von Expertinnen im Bereich Künstliche Intelligenz vorantreibt.

Mehr über die Arbeit der Beauftragten für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst an der HNU

Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Anna Meinhardt

 (öffnet Vergrößerung des Bildes)
Die neue Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst mit ihrem Team; v.l.: Magdalena Fremdling, Dr. Kathrin Färber, Prof. Dr. Anna Meinhardt, Pia Drechsel.