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BayernMentoring-Networking: Impulse für Karrierewege in einem Großkonzern

30.04.2026, Hochschulnews:

Welche Berufswege eröffnen sich in einem internationalen Technologieunternehmen und wie treffen junge Absolventinnen die richtige Karriereentscheidung? Diese Fragen standen beim jüngsten Networking-Abend des BayernMentoring an der Hochschule Neu-Ulm (HNU) im Mittelpunkt: Zwei Alumnae gaben rund 20 Studentinnen praxisnahe Einblicke in ihre beruflichen Werdegänge bei der Carl Zeiss Meditec AG in Oberkochen und zeigten Perspektiven in Fach- und Führungslaufbahnen auf.

Iris Fronmüller, Development/System Engineer (Senior), und Isabelle Herstein, Abteilungsleiterin Logistik, verbindet mehr als ihr Arbeitgeber: Beide haben an der HNU und Technischen Hochschule Ulm (THU) studiert, waren selbst Mentees im BayernMentoring und später auch als Mentorinnen im Programm aktiv. Den Netzwerkabend an ihrer ehemaligen Hochschule initiierten sie bewusst, um Studentinnen praxisnahe Einblicke zu ermöglichen und als mögliche Nachwuchskräfte zu gewinnen. 

Die Rolle von Verantwortung, Wissen und Kommunikation: Einblicke in zwei Karrierewege 

Im Austausch mit den Teilnehmerinnen erläuterten sie, wie sie ihre individuellen Karriereentscheidungen getroffen haben und worin sich Fach- und Führungslaufbahnen unterscheiden. Während für Isabelle Herstein die Führungslaufbahn vor allem mit der Übernahme von Verantwortung und der Steuerung von Teams verbunden ist, beschreibt Iris Fronmüller die Fachlaufbahn als Möglichkeit, tiefgehende Expertise aufzubauen und durch spezialisiertes Wissen maßgeblich zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Auch strukturelle Aspekte wurden thematisiert: Der Anteil von Frauen liegt bei ZEISS derzeit bei rund 12 Prozent in der Fachlaufbahn und etwa 10 bis 15 Prozent in Führungspositionen. „Frauen bringen wertvolle Perspektiven mit, die wir nicht verpassen dürfen – wir brauchen mehr von ihnen in strategisch relevanten Positionen“, betonte Kai Walter, Fellow in der Fachlaufbahn.

Ein zentrales Thema des Abends war zudem die Rolle von Kommunikation und Feedback in der täglichen Arbeit. „Mir ist gute Kommunikation sehr wichtig – und gute Ergebnisse entstehen durch gute Kommunikation“, so Isabelle Herstein. Iris Fronmüller unterstrich die Bedeutung eines offenen Feedbacks im Team. Beide sehen im kontinuierlichen Entwicklungsprozess eines Teams hin zu mehr Feedback und guter Kommunikation einen Prozess, der durch Frauen in Führungspositionen gestärkt werden kann.

HNU-Alumnae als Vorbilder 

Für die teilnehmenden Studentinnen bot der Abend wertvolle Impulse. Besonders prägend sei dabei gewesen, zwei erfolgreiche Alumnae als Vorbilder direkt erleben zu können.

Gleichstellungsarbeit an der HNU

Wir stärken Frauen – Wir vernetzen Zukunft. Zentrales Anliegen der HNU-Beauftragten für Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Anna Meinhardt, ist es, Frauen auf allen Ebenen der Wissenschaft zu fördern. Dabei hat für sie die Sichtbarkeit und Teilhabe in allen Bereichen eine große Bedeutung. Frauen sollen überall dort dabei sein, wo entwickelt, diskutiert und entschieden wird. Die Angebote der Gleichstellungsarbeit an der HNU fördern die persönliche und fachliche Entwicklung und schaffen Räume für den konstruktiven Austausch. Dabei adressieren unsere Aktivitäten alle akademischen Zielgruppen von der Studentin über die Lehrbeauftragte und die wissenschaftliche Mitarbeiterin bis hin zur Professorin. Workshops für Schülerinnen ergänzen unsere Maßnahmen, um besonders die Basis für eine chancengerechte digitale Teilhabe früh zu gestalten.

Ansprechpartnerin
Magdalena Fremdling