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Leonie in Spanien

06.05.2026, Auslandsstudium:

Leonie studiert International Entrepreneurship, Digitalisation and Sustainability und hat ihre Masterarbeit an der University of Valencia in Spanien verfasst. Lassen Sie sich von ihren Erlebnissen inspirieren und finden Sie heraus, welche Möglichkeiten ein Auslandssemester für Sie bereithalten kann.
Name
Leonie
Studiengang
IEDS
Semester
4. Semester
Ort
Valencia, Spanien
Zeitraum
Oktober 2025 bis Februar 2026

Was war deine Hauptmotivation?

Meine Hauptmotivation war es, im Ausland zu leben, neue Erfahrungen zu sammeln und eine andere Kultur nicht nur als Touristin, sondern im Alltag kennenzulernen.

Wenn man mehrere Monate in einer fremden Stadt und einem fremden Land lebt, bekommt man ein viel tieferes Gefühl für die Menschen, die Kultur und den Alltag vor Ort.

 Leonie

Was waren deine größten Sorgen?

Ich hatte anfangs einige Bedenken, vor allem, ob ich organisatorisch alles selbst hinbekomme. Da ich mich unter anderem eigenständig um eine Betreuerin für meine Masterarbeit kümmern musste, war ich mir zunächst unsicher, ob alles reibungslos funktionieren würde. Rückblickend war es aber viel unkomplizierter, als ich erwartet hatte. Ich konnte meine Bedenken überwinden, indem ich es einfach Schritt für Schritt angegangen bin.

Fun Fact

In meiner ersten Woche in Valencia wollte ich unbedingt Croquetas probieren, eine spanische Tapas-Spezialität. Also suchte ich mir mittags ein Café heraus, in dem ich Croquetas auf der Karte entdeckt hatte und bestellte sie. Die Bedienungen sprachen kein Englisch und ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Spanisch. Sie erklärten mir irgendetwas, ich verstand nichts und antwortete einfach mit „Sí“. Da ich 45 Minuten später einen Termin mit meiner Professorin in Valencia hatte, dachte ich, dass die Zeit auf jeden Fall noch reichen würde. Nach etwa 30 Minuten fragte ich mithilfe von Google Übersetzer nach, wie lange die Croquetas noch dauern würden. Mir wurde gesagt, es dauere nicht mehr lange. Weitere 15 Minuten später kam plötzlich eine andere Mitarbeiterin mit einem E-Scooter und einer Tüte in der Hand ins Café. Bis heute weiß ich nicht genau, was passiert ist. Es sah aber sehr danach aus, als hätten sie die Croquetas extra für mich aus einem anderen Restaurant oder Supermarkt geholt, weil sie selbst keine mehr da hatten und sie anschließend nochmal für mich erhitzt. Am Ende kam ich zu spät zu meinem Termin mit meiner Professorin und habe die Croquetas auf dem Weg dorthin to go gegessen. Leider waren sie nicht einmal besonders lecker. Aber den Aufwand, den das Café für mich betrieben hat, fand ich trotzdem unglaublich süß.

Würdest du einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen? Warum?

Zu 100 Prozent. Es war eine der schönsten und spannendsten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Ich habe Valencia und Spanien auf eine ganz andere Weise kennengelernt, als es bei einem Urlaub möglich gewesen wäre. Wenn man mehrere Monate in einer fremden Stadt und einem fremden Land lebt, bekommt man ein viel tieferes Gefühl für die Menschen, die Kultur und den Alltag vor Ort. Ich habe unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und tolle Menschen kennengelernt.

Was hast du aus deiner Zeit im Ausland mitgenommen?

Vor allem viele schöne Erinnerungen und Begegnungen mit tollen Menschen. Außerdem habe ich einen spanischen Winter erlebt, der sich für mich eher wie Sommer angefühlt hat. Auch mein Englisch hat sich deutlich verbessert. Besonders wertvoll war außerdem die Erfahrung, meine Masterarbeit zwischen meiner deutschen und meiner spanischen Professorin zu koordinieren. Dadurch habe ich viel über Selbstorganisation, Kommunikation und Eigenverantwortung gelernt.

Die University of Valencia, an der Leonie ihre Masterarbeit schrieb

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

Ja, meine Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Gibt es etwas, was du über deine Erfahrungen im Ausland hervorheben möchtest?

Für mich war das wichtigste Motto: einfach machen und genießen. Man sollte sich nicht zu viele Gedanken machen, sondern versuchen, offen zu bleiben, im Moment zu leben und so viel wie möglich mitzunehmen.

Impressionen aus Spanien