Eras­mus+ für Stu­di­um in Eu­ro­pa

Rah­men­be­din­gun­gen

  • erfolgreiche Bewerbung auf einen Austauschplatz an einer Erasmus+ Partnerhochschule in Europa
  • Mindestdauer des Auslandsstudiums 2 Monate
  • Sie müssen Kurse mit mindestens 15 ECTS bestehen, außer die Partnerhochschule oder Ihr Studiengang fordert mehr
  • Stipendienhöhe abhängig von Zielland und Studiendauer
  • keine extra Bewerbung nötig, die Bewerbung für das Stipendium erfolgt automatisch mit der Bewerbung um einen Austauschplatz an einer Erasmus+ Partnerhochschule
  • bei Zuteilung eines Austauschplatzes an einer Erasmus+ Partnerhochschule in der ersten Vergaberunde (Bewerbungsfrist 15.01.) ist das Stipendium garantiert bei einer späteren Bewerbung erhalten Sie das Stipendium sofern noch Mittel verfügbar sind
  • verpflichtende Auslandssemester sind nur mit Erasmus+ Zero Grant Förderung möglich, d.h.
    • Erlass der Studiengebühren
    • keine weitere finanzielle Förderung
    • Zugang zum Online Language Support (OLS)
    • alle Erasmus+ Formalitäten müssen erfüllt werden
  • maximale Erasmus+ Förderdauer 12 Monate im Bachelor und 12 Monate im Master, es können mehrere Erasmus+ Mobilitäten bis zum Erreichen der maximalen Förderdauer durchgeführt werden

Partnerhochschulen

Erasmus+ Partnerhochschulen der HNU sind alle Partnerhochschulen in den Erasmus+ Programmländern (öffnet neues Fenster).

Stipendium

Die Stipendienhöhe ist abhängig vom Zielland und der Studiendauer. Die Dauer wird anhand des Letter of Acceptance der Partnerhochschule berechnet.

Im Hochschuljahr 2022/23 beträgt die maximale Förderdauer 4,0 Fördermonate (= 120 Fördertage) pro Auslandsemester. Für ein Erasmus+ gefördertes Auslandsstudium gelten folgende Fördersätze (gefördert aus Projekt 2022):

Ländergruppe 1Ländergruppe 2Ländergruppe 3
Finnland, Irland, SchwedenBelgien, Frankreich, Italien,
Niederlande, Österreich, Portugal,
Spanien
Polen, Slowakei,
Tschechische Republik,
Türkei, Ungarn
600,- EUR / Fördermonat
= 20,- EUR / Fördertag            
540,- EUR / Fördermonat
= 18,- EUR / Fördertag
490,- EUR / Fördermonat
= 16,33 EUR / Fördertag

Inklusion und Diversität - Social top-up

Ein Fokus des Erasmus+ Programms liegt auf Sozialer Teilhabe und Chancengleichheit. Eine Teilnahme am Programm soll somit für alle Personen attraktiver werden, die bislang aus sozio-ökonomischen Gründen auf einen Auslandsaufenthalt verzichtet oder nur selten genutzt haben. Aus diesem Grund wird Studierenden aus benachteiligten Verhältnissen und Teilnehmenden mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm finanziell erleichtert.

Im Rahmen eines durch Erasmus+ geförderten Auslandsstudiums wird daher ab dem Hochschuljahr 2022/23 ein Social top-up in Höhe von 250,- EUR / Fördermonat (= 8,33 EUR / Fördertag) zusätzlich zum regulären Erasmus+ Stipendium an Teilnehmende folgender Zielgruppen ausgezahlt (Hinweis: Gilt nicht für ein Auslandsstudium in UK):

  • Studierende mit Behinderung (GdB ab 20)
  • Studierende mit einer chronischen Erkrankung, die zu einem finanziellen Mehrbedarf im Ausland führt
  • Studierende, die ihr(e) Kind(er) mit ins Ausland nehmen
  • Studierende aus einem nicht-akademischen Elternhaus (Erstakademiker:innen)
  • erwerbstätige Studierende (mind. 6-monatige Tätigkeit innerhalb eines Jahres vor dem Auslandsstudium; Nettoverdienst über 450,- EUR / Monat und unter 850,- EUR / Monat; Tätigkeit muss während des Auslandsstudiums pausiert werden)

Hinweis: Es kann nur ein Zielgruppenmerkmal für die Auszahlung des Social top-ups geltend gemacht werden.

Wenn Sie zu einer der hier genannten Zielgruppen gehören, können Sie das Social top-up nach Ihrer Zusage für das reguläre Erasmus+ Stipendium über Mobility-Online beantragen. ​​​​​​ Der Nachweis erfolgt in Form einer vom International Office zur Verfügung gestellten Ehrenwörtlichen Erklärung, in welcher die Teilnehmenden unterschriftlich versichern, alle entsprechenden Förderfähigkeitskriterien zu erfüllen. Teilnehmende müssen auf Nachfrage entsprechende Nachweise über die Förderfähigkeit vorlegen können. 

Studierende mit einem GdB ab 20 oder mit einer chronischer Erkrankung, die zu einem finanziellen Mehrbedarf im Ausland führt, sowie Studierende mit Kind(ern) sind alternativ zum Social top-up berechtigt eine Übernahme von Realkosten zu beantragen ("Langantrag"). Die Antragssumme (max. 15.000,- EUR / Semester) wird in diesem Fall nach den persönlichen Bedürfnissen berechnet und zusätzlich zum regulären Erasmus+ Stipendium ausgezahlt.

Nähere Informationen zur Erasmus+ Sonderförderung erhalten Sie auf den Webseiten der NA DAAD (öffnet neues Fenster).

Nachhaltigkeit - Green top-up

Ziel des Erasmus+ Programms ist es Teilnehmende nicht nur für die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz zu sensibilisieren, sondern auch den ökologischen Fußabdruck, der durch Auslandsmobilitäten erzeugt wird, zu reduzieren.

Um Studierende zu ermutigen eine ressourcenschonende Reisemethode zu wählen, wird für ein Erasmus+ gefördertes Auslandsstudium ab dem Hochschuljahr 2022/23 ein Green top-up für nachhaltiges Reisen in Höhe von 50,- EUR zusätzlich zum regulären Erasmus+ Stipendium ausgezahlt (Hinweis: Gilt nicht für ein Auslandsstudium in UK).

Voraussetzung ist dabei, dass Teilnehmende in ihr Gastland (und/oder zurück) mit Zug, Fahrrad, Fernbus, Fahrgemeinschaft oder zu Fuß reisen. Darüber hinaus wird die Förderdauer des regulären Erasmus+ Stipendiums für diese Teilnehmenden um bis zu vier Tage (2 Tage Anreise / 2 Tage Rückreise) verlängert, um damit der zeitintensiveren An- bzw. Rückreise Rechnung zu tragen.

Der Nachweis über das nachhaltige Reisen erfolgt über eine Ehrenwörtliche Erklärung, die nach Ende der Auslandsmobilität zusammen mit den Erasmus+ Abschlussdokumenten in Mobility-Online hochgeladen werden muss. Die Auszahlung des Green top-ups und der zusätzlichen Fördertage erfolgt daher mit der zweiten Erasmus+ Stipendienrate.

Tipps zu alternativen Reisemöglichkeiten und dem Thema Nachhaltigkeit erhalten Sie auf der Webseite der studentischen Initiative Erasmus by Train (öffnet neues Fenster) und dem Green Erasmus Portal. (öffnet neues Fenster)

Nähere Informationen zu Erasmus+ Green erhalten Sie auf den Webseiten der NA DAAD (öffnet neues Fenster).

Dokumente und Verpflichtungen

Für die Auszahlung des Erasmus+ Stipendiums benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Grant Agreement - vor dem Auslandsaufenthalt
  • Learning Agreement - vor dem Auslandsaufenthalt (wählen Sie Kurse mit mindestens 15 ECTS aus)
  • OLS-Sprachtest - vor dem Auslandsaufenthalt
  • Confirmation of Arrival - nach Ankunft an der Gasthochschule
  • Confirmation of Stay, EU-Survey, Erfahrungsbericht und Transcript or Records - am Ende des Auslandsaufenthaltes

Erasmus+ Charta für Studierende

Die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der Erasmus+ Charta für Studierende (öffnet neues Fenster) geregelt, die jedem Studierenden vor Beginn des Auslandsaufenthalts auszuhändigen ist.

Mindestanzahl im Ausland bestandener ECTS

Erasmus+ Geförderte müssen an der Partnerhochschule im Ausland mindestens 15 ECTS bestehen (Nachweis ist das Transcript of Records der Gasthochschule). Falls der Geförderte weniger ECTS besteht, muss er/sie die Erasmus+ Förderung gegebenenfalls teilweise zurückzahlen. Die Entscheidung liegt beim International Office, dem die Gründe darzulegen sind.

Berichtspflicht

Alle Studierenden, die an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme teilgenommen haben, sind verpflichtet, nach Abschluss der Mobilität einen Erfahrungsbericht und ein EU-Survey zusammen mit Nachweisen zur Aufenthaltsdauer (Confirmation of Stay) und den Studien-/Prüfungsleistungen an der Gasthochschule (Transcript of Records) einzureichen.

Verpflichtender Sprachtest

Ist die Hauptunterrichtssprache nicht die Muttersprache des Geförderten, muss er/sie vor dem Aufenthalt einen Online-Sprachtest absolvieren. Dieser ist kein Auswahlkriterium für die Förderung im Erasmus+ Programm. Ziel ist es, ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmenden beim Spracherwerb zu erfassen.

Darüber hinaus müssen HNU-Studierende bei der Bewerbung um einen Erasmus+ Austauschplatz Kenntnisse der Unterrichtssprache auf dem geforderten Sprachniveau nachweisen (in der Regel B2).


Wich­ti­ge Links & Down­loads

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