Forscherinnencamp
Wie funktioniert ein „Smart Home“ eigentlich – und wie wird aus einer Idee ein intelligentes Gerät? Beim Forscherinnen-Camp 2023, das die HNU in Kooperation mit der BSH Hausgeräte GmbH durchführte, tauchten Schülerinnen vier Tage lang in die Welt des Internets of Things (IoT) ein. Dabei wurde programmiert, experimentiert und zugleich gezielt Begeisterung für Informatik und MINT-Fächer geweckt. Das Team der Beauftragten für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst erklärt, warum Formate wie dieses so wichtig sind.

Nominiert für den Bayerisch-Schwäbischen Innovationspreis Transfer 2026 der Hochschule Neu-Ulm
Darum geht's
Im HNU-Forscherinnen-Camp 2023 arbeiteten die HNU und die BSH Hausgeräte GmbH gemeinsam daran, Schülerinnen praxisnah an Informatikthemen im Bereich Smart Home und Internet of Things (IoT) heranzuführen. Ziel des Formats war es, durch konkrete Anwendungsszenarien Interesse an MINT-Fächern zu fördern und nachhaltige Begeisterung für Technik zu schaffen. Durch die enge Verzahnung von Unternehmenspraxis und Hochschullehre wurde industrielle IoT-Technologie greifbar und unmittelbar erlebbar. Zugleich diente das Forscherinnen-Camp als übertragbares Praxisbeispiel für Ausbildungs- und Nachwuchsprogramme im MINT-Bereich. Seit 2025 wird das Format als „Girls‘ @ HNU Summer Lab“ fortgeführt.

Das HNU-Team hinter dem Forscherinnen-Camp
Der Praxispartner

Im Rahmen des viertägigen Programms gab die BSH Hausgeräte GmbH zunächst Einblicke in den industriellen Einsatz von Sensoren und Aktoren sowie in Innovations- und Produktentwicklungsprozesse in der modernen Hausgerätetechnik. Anschließend entwickelten die Schülerinnen an der Hochschule ihr eigenes IoT-Projekt: ein intelligentes Pflanzenbewässerungssystem, das mithilfe von Sensoren und Pumpen gesteuert und über ein Smartphone überwacht werden kann.
Interview mit Prof. Dr. Dany Meyer, Prof. Dr. Erica Weilemann und Magdalena Fremdling
[1] Wie würden Sie Ihr Projekt in drei Schlagworten beschreiben?
Technologisch spannend, anwendungsnah und fachlich aktuell
Exklusiv für Mädchen
Nachhaltig
[2] Was ist das Besondere an Ihrem Projekt?
In unserem Projekt können sich Mädchen an aktuellen technologischen Themen ausprobieren, die so oder ähnlich eine Anwendung in der Industrie und Wirtschaft finden. Die Motivation, sich in einem MINT-Fach weiterzuentwickeln, wird gefördert.
Und von einer Metaebene aus betrachtet: die Teilnehmerinnen werden von kompetenten Studentinnen unterstützt, die Leiterinnen sind Professorinnen, so dass die Schülerinnen für jeden Schritt ihrer möglichen Laufbahn Role Models haben. In diesem Rahmen wird für die Teilnehmerinnen erlebbar, dass Fitness in Technologie nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Die Teilnehmerinnen erleben selbst, wie viel Spaß Technik machen kann, wie stark sie selbst und als Team im Bereich MINT sein können.
[3] Was bedeutet Transfer für Sie?
Transfer bedeutet, unser Wissen und unsere Erfahrungen in die Gesellschaft zu tragen. Transfer in die Wirtschaft und Industrie ist nur ein Aspekt, doch als Hochschule haben wir auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber.
[4] Was nehmen Sie aus dem Projekt mit – fachlich, aber auch persönlich?
Es ist immer motivierend zu sehen, was die Schülerinnen alles schaffen, wie motiviert und kreativ sie sind. Und auch, mit welcher Motivation die Studentinnen dabei sind und wie reflektiert sie sind. Ihnen ist bewusst, wie wichtig es ist, Mädchen in MINT-Fächern zu stärken und mit Studentinnen zu vernetzen.








