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E-Books. Hätten Sie's gewusst?

08.04.2025, Rund um die Bib:

Die Hochschulbibliothek der HNU hält 82.948 lizenzierte E-Books und 61.143 gedruckte Medien bereit (Stand: 31.12.2024): Das ist ein Verhältnis von 58% zu 42%.
Alle zugänglichen Titel sind im Katalog nachgewiesen und recherchierbar.
 (öffnet Vergrößerung des Bildes)

Einige Fakten zu unseren E-Books

  • Die Hochschulbibliothek erwirbt E-Books nicht für Einzelpersonen, sondern ausschließlich mit Campuslizenzen, d.h. mit Zugriffsmöglichkeit für alle HNU-Angehörigen.
  • Ein E-Book unterliegt keiner Leihfrist (es gibt keine Mahngebühren) und die mit „unlimited access“ lizenzierten Inhalte sind immer zugänglich.
  • Das Digital Rights Management regelt wie viel gedruckt, kopiert und heruntergeladen werden darf: In Abhängigkeit vom jeweiligen DRM, welches von den Verlagen vorgegeben wird, ist es möglich, Werke kapitelweise und/oder vollständig herunterzuladen.
    Liegt ein Werk im geschützten Format (z.B. .acsm) vor, ist für den Download die Installation von Adobe Digital Editions erforderlich, damit es in ein PDF-Dokument umgewandelt werden kann. Die erforderliche Software-Installation von Adobe Digital Editions erfolgt über das ZID.
  • Die ausschließliche Lösung für den Zugriff auf Online-Medien von zu Hause (Remote access) ist die Softwarelösung EZproxy. Der Zugang erfolgt über das Einloggen auf der EZproxy-Startseite mit der HNU-PC-Kennung und dem zugehörigen Passwort.
  • Es besteht Zugriff auf SpringerNature Link, allerdings ist der Zugriff nur möglich auf E-Books, die von Seiten Springer mit "open access" freigegeben sind oder von der Hochschulbibliothek zur Nutzung lizenziert wurden. Aktuell haben wir mehr als 40.000 E-Books aus dem Springer Verlag für Sie lizenziert (Stand: März 2025), dies entspricht ca. 48,5% unseres gesamten E-Book-Bestandes.

Wissensvermittlung von der Antike bis heute oder von der Papyrusrolle bis zum E-Book

E-Books gab es nicht schon immer. Hier können Interessierte in einem kurzen Abriss nachlesen, auf welche Weise Wissen in der Vergangenheit vermittelt wurde und wie sich das Medium „Buch“ kontinuierlich weiterentwickelt hat.

In der Gegenwart

GEGENWART: 20./21. Jahrhundert

E-Book steht für „Elektronisches Buch“ und bezeichnet Werke in elektronischer Buchform, die auf E-Book-Readern oder mit spezieller Software auf PCs, Tablets oder Smartphones gelesen werden können. Die Idee, Literatur in elektronischer Form zugänglich zu machen, wurde erstmals von Michael S. Hart (amerikanischer Schriftsteller und Hochschullehrer) im Rahmen des „Project Gutenberg“ realisiert: Seine 1971 veröffentlichte digitalisierte Version der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wird oft als das "erste E-Book" bezeichnet. (Wikipedia)

In der Späten Neuzeit

SPÄTE NEUZEIT (Fortsetzung)

Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch sogenannte „Almanache“ als Taschenbücher. Dies waren jährlich erscheinende Bücher in kleinem Format; sie enthielten häufig einen Kalender, genealogische Nachrichten und andere nützliche Mitteilungen. Erst später kamen belletristische und wissenschaftliche Inhalte hinzu. 
Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Buchreihen auf den Markt, die durch modernere Produktionsverfahren billig angeboten werden konnten. Sie wurden in großen Auflagen vertrieben. Dazu gehörte seit 1867 unter andere auch die bekannte Reclams Universal-Bibliothek. 
Etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die „modernen“ Taschenbücher heraus.

Bild: K. Füller
Reclams Universal-Bibliothek

… IN DER SPÄTEN NEUZEIT, 19. Jahrhundert

Seit 1800 haben sich die äußere Erscheinung des Buchs und die Methoden seiner Verbreitung und Speicherung stark verändert, hervorgerufen durch die Popularisierung des Lesens und die Diversifizierung der Lesebedürfnisse. Die Ablösung individueller Handeinbände durch maschinell produzierte Einbände im 19. Jahrhundert bedingt die Entstehung von Großbuchbindereien, die sich fortan auf die Serienanfertigung konzentrieren: Ab etwa den 1830er Jahren begannen Verlage, Bücher mit Leinen-Einbänden auszustatten - als Alternative zu einfachen Pappdeckeln oder Umschlägen aus Papier. Maschinell hergestellte Verlagseinbände  wurden weiterhin durch Blindprägungen verziert, da sich das Verfahren auch zur Anwendung auf Gewebe- und Pappeinbänden eignete. Trotz Serienanfertigung spezialisieren sich bis heute Buchbinder und Einbandkünstler bei der Verzierung kunstvoller Einbände für ein bibliophiles Publikum.

Bild: K. Füller
Buch von 1859

Im Barock

… IM BAROCK, ca. 1575-1770 n.Chr.

Feine, glatte Ledereinbände bestehen häufig aus Kalbleder. Diese Einbände haben eine glatte Oberfläche ohne erkennbare Narben. Die natürliche Farbe von Kalbleder ist hellbraun, aber es kann vielfältig bearbeitet werden, um es zu färben oder zu mustern. Rindleder ist sehr haltbar und wurde viel für große und schwere Bücher des 15. und 16. Jahrhunderts verwendet. 
Merkmale des Buchs der Barockzeit sind auch überlange Titel, die das ganze Titelblatt ausfüllen, wie z. B. die Geographia Novissima aus dem Jahr 1708.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wirkten sich das Rokoko (1730-1780) und danach der Klassizismus auf die Buchgestaltung aus: Charakteristisch waren prächtige Buchillustrationen.

Bild: Georgio Tobario, CC  BY-SA 3.0
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In der Neuzeit

… IN DER FRÜHEN NEUZEIT (ca. 1500-1789 n.Chr.):.

Die Medienrevolution „Buchdruck“ führt zur Entstehung von Massenmedien:

Etwa 1500 setzt sich die Menge an gedruckten Büchern gegenüber der Zahl an Handschriften durch. Mit der zunehmenden Verbreitung des Buchdrucks im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts nahm die Lese- und Schreibfähigkeit der Bevölkerung stark zu. Die Buchdrucktechnik ermöglichte es, eine breite Palette von Texten, darunter Literatur, wissenschaftliche Werke, religiöse Texte und politische Pamphlete, zu verbreiten. Dies hatte weitreichende Auswirkungen auf die Bildung und den Informationsfluss in der Gesellschaft. Reformatorische Anstrengungen führen zu Laienbildung, der Entwicklung des Schulwesens und nicht zuletzt zur Entwicklung neuer Bibliothekstypen wie Stadt-, Rats- oder Schulbibliotheken, in denen zum Teil Bestände aus Kirchen- und Klosterbibliotheken übernommen werden.

A close-up of a book page from a history textbook. The page is about the invention of the printing press. The page is illustrated with a picture of a printing press.
A close-up of a book page from a history textbook. The page is about the invention of the printing press. The page is illustrated with a picture of a printing press.

… IN DER FRÜHEN NEUZEIT: 1454 – 1500 n. Chr.

"Inkunabeln“ sind Bücher, die zwischen 1455 und 1501 mit beweglicher Lettertechnik auf handgeschöpftem Papier oder Pergament gedruckt wurden . Als die ersten Bücher in den frühen 1450er Jahren gedruckt wurden, sollten sie zeitgenössischen Manuskripten ähneln. Das Ziel war, Bücher schneller herzustellen als das Kopieren von Hand, aber dennoch das Aussehen von Manuskripten beizubehalten. Häufig wurden mehrere Inkunabeln in einem Kettenbuch zusammengebunden wurden.

In den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bibliotheken, durchweg in denen der Klöster, wurden die Bücher auf oder unter den Lesepulten ausgelegt und dort an über die Pulte laufenden Stangen mit Ketten befestigt, um ihre Ordnung zu bewahren und sie vor unbefugtem Entfernen zu schützen.

Die älteste mit ihren Beständen und in ihrer Originalform erhaltene Bibliothek des Okzidents ist die „Biblioteca Malatestiana“ (1452 n.Chr.). Sie befindet sich in Cesena, Italien.

Bild: Michail Jungierek, CC BY-SA 3.0
Kettenbuch

Im Mittelalter

… IM SPÄTEN MITTELALTER: Mitte 13. – Ende 15. Jh.

Frühere Bücher wurden als Rollen angelegt, später setzte sich der Codex durch. „Codex“ ist die Bezeichnung für ein mittelalterliches Buch, dessen Blätter bis in das späte 14. Jahrhundert aus Pergament und in der Folge aus Papier besteht und doppelseitig bedruckt werden konnte. Es ist ein aus gefalteten und gebundenen Blättern bestehendes Buch, in der Regel mit einem kompakten Bucheinband und häufig auch mit Schließen versehen. Der Deckel war üblicherweise aus Holz.
Die mittelalterlichen Manuskripte enthalten häufig malerischen Buchschmuck, sogenannte „Illuminationen“. Buchmalerei soll die Buchseite zum Leuchten bringen: Am häufigsten wurden die Initialen illustriert, die ersten Buchstaben von Kapiteln und Büchern. Die in Gold und kostbaren Farben ausgeführten Miniaturen, Initialen und Ornamente steigern den optischen Reiz und den materiellen Wert einer Handschrift.

15th century manuscripts

… IM MITTELALTER: 500 n. Chr. – ca. 1450 n. Chr.

In der Regel von Mönchen in den Skriptorien der Klöster handschriftlich verfasste Texte („Handschriften“), mit zugeschnittenen Kielen von Vogelfedern und verschiedenen Tinten. Geschrieben wurde hauptsächlich auf Pergament, erst Ende des 14. Jahrhunderts setzte sich Papier durch.

Ancient and magic library full of old and valuable manuscripts

In der Antike

WEITERGABE VON WISSEN IN DER ANTIKE: 800 v. Chr. – 500 n. Chr.

Historische Quellen sind frühe Schriftwerke auf Tontafeln, in Stein gemeißelte Wandinschriften sowie Seiden- oder  Papyrusrollen. Hierzu wurden Schreibgeräte aus Schilfrohr und Tinte verwendet.

Eine der besterhaltenen antiken Bibliotheken ist die Celsus Bibliothek, erbaut im Jahr 135 n. Chr. in Ephesus (Türkei).

JUAN CARLOS MUÑOZ ROBREDO
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