Auf Einladung der Ulmer Münsterbaumeisterin Dr. Heidi Vormann und des Stadtdekans Dr. Thorsten Krannich haben die Fünftsemesterstudierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Caspers Strategien für die kommunikative Begleitung der Bauarbeiten am Ulmer Münster entwickelt. Den Anlass dafür stellte nicht nur das bald 650-jährige Bestehen der gotischen Kathedrale dar. Vor allem die bevorstehenden und über einige Jahre hinweg geplanten Reparaturen des Gewölbes im Hauptschiff erfordern begleitende Kommunikationsmaßnahmen.
Kreativer Anstrich für das Ulmer Wahrzeichen
Wie das Münster zu einem künstlerisch begeisternden und historisch und kulturell informativen Begegnungsraum werden kann, erarbeiteten die Studierenden in fünf Teams. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am 1. Juli 2024 vor Vertreterinnen und Vertretern der Münsterbauhütte, der Münstergemeinde, des evangelischen Stadtdekanats, der Stadt Ulm und der lokalen Presse. Zu den Projektideen gehört eine künstlerische Verkleidung des zentralen Gerüsts, beziehungsweise die temporäre Ergänzung des Sakralbaus durch eine Licht- und Klanginstallation unter dem Motto „Divine Echoes". Ein weiteres Team arbeitete eine Idee zur Platzierung eines mobilen Informationskiosks auf dem Marktplatz aus, der über die Umbaumaßnahmen informieren soll. Eine andere Gruppe konzipierte einen sogenannten „Gedankengang“ um den abgesperrten Teil des Hauptschiffs. Diese halbtransparente Informations- und Gedankenwand soll die Geschichte des Münsters reflektieren, und die Besucherinnen und Besucher mit historischen Vergleichen zum Nachdenken anregen.
Projektbetreuer Prof. Dr. Markus Caspers freut sich über die Kooperation: „Ein Projekt mit solchem Umfang und solchen Perspektiven wird einer Hochschule nicht so häufig angetragen. Ich bin von den Projektideen begeistert und würde mich freuen, wenn wir mit unserer Arbeit zur Transformation des Ulmer Münsters in einen Erlebnisraum beitragen können.“







