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Erstes Klimaschutzkonzept der HNU: Treibhausgasneutralität bis 2040 

31.10.2025, Hochschulnews:

Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) hat ihr erstes integriertes Klimaschutzkonzept veröffentlicht und legt damit zugleich ihre erste umfassende Energie- und Treibhausgasbilanz für das Basisjahr 2022 vor. Ziel des in einem partizipativen Prozess entstandenen Konzepts ist es, in zwei Emissionsbereichen bis 2040 treibhausgasneutral zu werden. 

Nachhaltiges Denken und Handeln ist fest in der Struktur der HNU verankert – so wurden bereits vor der Konzepterstellung zahlreiche bauliche und organisatorische Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt, darunter die Nutzung von Wärmerückgewinnung, digitale Verwaltungsprozesse und Mobilitätsangebote wie Fahrradreparaturstationen oder E-Ladesäulen.

Transparenz und Beteiligung als Basis für wirksamen Klimaschutz 

Nun baut die die HNU ihren aktiven Beitrag zur nachhaltigen Transformation weiter aus: Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept stellt sie die Weichen für Treibhausgasneutralität bis 2040. Im Fokus des Konzepts steht nicht nur ein technischer Maßnahmenkatalog zur Emissionsreduktion, sondern ein gesamtinstitutionelles Verständnis von Klimaschutz, das auf Transparenz und Partizipation fußt. 

„Klimaschutz ist für uns nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung“, betont Prof. Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der HNU. „Mit unserem Klimaschutzkonzept schaffen wir eine fundierte Grundlage, um als Hochschule aktiv zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen – in der Lehre, in der Forschung und im täglichen Betrieb.“

In entsprechend enger Zusammenarbeit mit internen und externen Akteuren – u.a. Studierende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Partnerhochschulen und das Studierendenwerk – wurde das Konzept entwickelt, und gleichermaßen partizipativ ist auch die dazugehörige Kommunikationsstrategie angelegt. 

Treibhausgasbilanz und Zielhorizont 2040

Ein zentrales Element des Konzeptes stellt die Treibhausgasbilanz für das Jahr 2022 dar, die sämtliche Energieverbräuche und Emissionen der Hochschule nach den international etablierten Scopes aus dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) erfasst: direkte Emissionen, z. B. aus Heizungsanlagen und Dienstfahrzeugen (Scope 1), indirekte Emissionen aus Energiebezug von etwa Strom und Fernwärme (Scope 2) sowie weitere indirekte Emissionen, etwa aus den Bereichen Mobilität oder IT (Scope 3). Mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 in den Bereichen Scope 1 und 2 orientiert sich die HNU an den Zielen des Bayerischen Klimaschutzgesetzes.

Die Bilanzierung erfolgte mithilfe des Tools „BayCalc“ des Bayerischen Zentrums für nachhaltige Energien (BayZeN), das sich ebenfalls am GHG-Protocol orientiert. Für das Jahr 2022 wurden die Gesamtemissionen der HNU dabei mit rund 2.049 Tonnen CO₂-Äquivalenten bilanziert. Die größte Emissionsquelle stellt die Pendelmobilität von Studierenden und Mitarbeitenden dar.

Schritt für Schritt zur Emissionsreduktion

Auf Basis der Emissionsbilanz und einer entsprechenden Potenzialanalyse wurden neben sieben zentralen Minderungsmaßnahmen, die sich direkt auf Scope 1 und 2 auswirken – etwa der Ausbau von Photovoltaik, Wärmepumpen oder eine Umstellung der Dienstwagenflotte –, auch weitere Maßnahmen hin zu mehr Nachhaltigkeit entwickelt. Hierzu zählt beispielsweise der Ausbau von E-Ladeinfrastruktur und die Einführung von Aktionstagen und Informationsveranstaltungen. Sämtliche Maßnahmen wurden hinsichtlich Umsetzbarkeit, Kosten und Einsparpotenzial bewertet und in einem dynamischen Katalog zusammengeführt, der fortlaufend aktualisiert wird. 

Die Umsetzung erfolgt über die bestehende Nachhaltigkeitsstruktur der Hochschule, insbesondere durch den Steuerungskreis Nachhaltigkeit und den neu eingerichteten Arbeitskreis Klimaschutzmanagement. Ein jährliches Monitoring der Treibhausgasbilanz ermöglicht die Überprüfung des Fortschritts und die Weiterentwicklung der Maßnahmen.

Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. 

Weitere Informationen und das vollständige Klimaschutzkonzept finden Sie unter: 
https://www.hnu.de/hochschule/profil/nachhaltigkeit/klimaschutzkonzept 
 

Ansprechpartner
Matthias Wimmer

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Das integrierte Klimaschutzkonzept der HNU stellt die Weichen für Treibhausgasneutralität bis 2040