Klimaschutzkonzept
Das integrierte Klimaschutzkonzept

Für das Jahr 2022 wurden insgesamt 2.049,36 t CO2e an Treibhausgasemissionen in Scope 1 - Scope 3 bilanziert, die durch die Aktivitäten der HNU verursacht wurden. Die Grundlage für die Erstellung der Treibhausgasbilanz bildet die von den bayrischen Hochschulen und Universitäten gemeinsam entwickelte „BayCalc-Richtlinie (öffnet neues Fenster) (Version 1.6) zur Bilanzierung der Treibhausgasemissionen der Hochschulen in Bayern".
Das Klimaschutzkonzept zum Download (öffnet neues Fenster)
Folgende Dokumente dienen zur Ergänzung: Abstract Sheet (öffnet neues Fenster), Fact Sheet (öffnet neues Fenster), Balance Sheet (öffnet neues Fenster), Indicator Sheet (öffnet neues Fenster)
Scope 1
Scope 1 umfasst direkte Emissionen, die auf dem Gelände der Hochschule durch eigene Verbrennungsvorgänge oder Kältemittelverluste entstehen. Im Jahr 2022 belaufen sich die Treibhausgasemissionen in Scope 1 insgesamt auf 1,97 t CO2e.
Scope 2
Scope 2 umfasst indirekte, energiebedingte Emissionen, hervorgerufen durch den Bezug von Energie in Form von Strom, Wärme, Druck oder Kühlung für eigene und gemietete Liegenschaften, werden im Rahmen von Scope 2 erfasst. Insgesamt belaufen sich die Emissionen in Scope 2 auf 192,72 t CO2e.
Scope 3
In Scope 3 werden die Emissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten betrachtet. Die Gesamtmenge der Emissionen in Scope 3 beläuft sich im Jahr 2022 auf 1.854,67 t CO2e.
Folgende fünf Kategorien sind für die HNU in Scope 3 relevant und wurden entsprechend in der Treibhausgasbilanz berücksichtigt:
● Vorgelagerte brennstoff- und energiebezogene Emissionen
● Bezogene Waren und Dienstleistungen
● Abfall
● Dienstreisen, Exkursionen und Auslandssemester (Student Outgoing)
● Pendeln der Mitarbeitenden und Studierenden
Der Weg zum Klimaschutzkonzept
Organisation und Ziele
- Treibhausgasneutralität in Scope 1 und 2 bis 2040
- Reduktion der Emissionen pro Student auf ≤ 0,06 t CO₂e bis 2030
- Reduktion der Emissionen pro m² Nettoraumfläche auf ≤ 0,01 t CO₂e bis 2030
- Verankerung von Klimaschutz als strategische Querschnittsaufgabe in Lehre, Forschung, Verwaltung und Campusbetrieb
- Förderung einer klimabewussten Hochschulkultur durch Partizipation und Vorbildwirkung
Anwendungsbereich
- Erhebung von ehemaligen und aktuellen Klimaschutzaktivitäten und der energetischen Rahmenbedingungen.
- Analyse der bestehenden Gebäude, Infrastruktur und Nutzungsflächen an allen HNU-Liegenschaften (mit Ausnahme der TTZ)
- Bewertung bereits umgesetzter nachhaltiger Maßnahmen
- Dokumentation bisheriger Projekte und guter Praxisbeispiele im Bereich nachhaltiges Bauen und Mobilität
- Ableitung von Handlungsschwerpunkten für die weitere Konzeptentwicklung
Energie- und Treibhausgasbilanz
- Erstellung der ersten Energie- und Treibhausgasbilanz der HNU (Basisjahr 2022)
- Erfassung aller relevanten Emissionen nach den Scopes 1–3 gemäß BayCalc-Methodik
- Analyse von Energieverbräuchen und Emissionsquellen (z. B. Strom, Wärme, Mobilität, Beschaffung, etc.)
- Identifikation der größten Emissionstreiber an der HNU
- Schaffung einer datenbasierten Grundlage für künftige Reduktionsmaßnahmen
Potenzialanalyse
- Ermittlung von Energie- und CO₂-Einsparpotenzialen
- Entwicklung von Szenarien zur Treibhausgasreduktion bis 2040
- Abschätzung der Wirkung einzelner Maßnahmen auf die Gesamtbilanz
- Verknüpfung der Ergebnisse mit den langfristigen Klimazielen der HNU
Reduktionsszenarien und Reduktionspfade
- Definition realistischer und ambitionierter Reduktionspfade, aufgeteilt in:
- Best Case
- Realistic Case
- Worst Case
Minderungsmaßnahmen
- Ableitung konkreter Minderungsmaßnahmen aus der Bilanz und Potenzialanalyse
- Erstellung eines Maßnahmenkatalogs mit 26 Minderungsmaßnahmen
- Bewertung der Minderungsmaßnahmen nach Wirksamkeit, Aufwand und Umsetzbarkeit
- Priorisierung von kurz-, mittel- und langfristigen Schritten
- Grundlage für die strategische Planung der Klimaschutzaktivitäten
Implementierung
- Verankerung des Klimaschutzkonzepts in der Organisationsstruktur der HNU
- Einrichtung des Arbeitskreises Klimaschutzmanagement im Steuerungskreis Nachhaltigkeit
- Planung personeller, technischer und finanzieller Ressourcen
- Integration von Klimaschutz in bestehende Verwaltungs- und Entscheidungsprozesse
- Vorbereitung der Umsetzung priorisierter Maßnahmen
Monitoring
- Aufbau eines Monitoring-Tools zur regelmäßigen Erfassung und Bewertung von Energie- und Emissionsdaten
- Definition von Kennzahlen (KPIs) für Gebäude, Mobilität und Ressourcenverbrauch
- Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit und Transparenz aller Ergebnisse
- Grundlage für kontinuierliche Verbesserung und Anpassung des Konzepts
Kommunikation
- Aufbereitung und Vermittlung der Ergebnisse für Hochschulangehörige und Öffentlichkeit
- Förderung von Bewusstsein und Beteiligung der Studierenden und Mitarbeitenden
- Veröffentlichung von Erfolgen und Fortschritten auf der Nachhaltigkeitswebsite
- Motivation zu gemeinschaftlichem Handeln für Klimaschutz an der HNU

Projekttitel: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts und Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement für die Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm
Projektleitung: Prof. Dr. Julia Kormann & Jürgen Lentschig
Projektkoordinator / Klimaschutzmanager: Matthias Wimmer
Laufzeit: 01.12.2022 - 31.01.2025
Fördergeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Förderkennzeichen: 67K21866
Projektträger: Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG)
Nationale Klimaschutzinitiative: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.






