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Studierende führen fiktive E-Scooter-Unternehmen beim Erstsemesterplanspiel

24.03.2026, Studium:

Betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen und einen möglichst hohen Gewinn erzielen: Beim Erstsemesterplanspiel führten die neuen Studierenden der Hochschule Neu-Ulm (HNU) in konkurrierenden Teams je ein fiktives Unternehmen. Dabei kamen auch in diesem Semester technische und didaktische Neuerungen in der Software zum Einsatz. Das Erstsemesterplanspiel fand im Rahmen der Orientierungsphase vom 19. bis 20. März an der HNU statt.

In insgesamt fünf Runden analysierten die Erstsemester der HNU sowie des kooperierenden Studiengangs mit der Technischen Hochschule Ulm (THU) wirtschaftliche Kennzahlen rund um den Vertrieb von Elektrorollern. Auf Basis dieser Daten entwickelten sie Maßnahmen, die den Unternehmenserfolg steigern und die Konkurrenz übertreffen sollten. Für alle Bachelor-Erstsemester ist die Teilnahme verpflichtend – ausgenommen ist lediglich der Studiengang Physician Assistant.

Die Teams setzten sich bewusst aus Studierenden verschiedener Fachrichtungen zusammen. So entstanden frühzeitig neue Kontakte, und die Teilnehmenden profitierten von unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen. Unterstützt wurden die Gruppen während des Spiels von Tutorinnen und Tutoren.

Auszeichnung der erfolgreichsten Gruppen

Zum Abschluss der zweitägigen Simulation wurden im Hörsaal die Teams geehrt, die den höchsten Umsatz erzielt hatten. Sie erhielten verschiedene Preise, darunter Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten. Die Organisation und Durchführung des Planspiels lag in den Händen von Prof. Dr. Barbara Dannenmann, Prof. Dr. Stefan Distel und Prof. Dr. Marlon Füller aus der Fakultät Wirtschaftswissenschaften.

Technische und didaktische Weiterentwicklung des Planspiels

Gemeinsam mit den Entwicklern wurde in den vergangenen Semestern intensiv an der technischen Robustheit und Stabilität der Software gearbeitet. Das Ergebnis ist eine leistungsfähige, didaktisch weiterentwickelte Lerneinheit, die Theorie und Praxis noch enger miteinander verzahnt. Neben klassischen Vorlesungselementen kamen in diesem Sommersemester verstärkt bewusste Medienwechsel zum Einsatz, die in kürzeren, abwechslungsreichen Einheiten unterschiedliche Lerntypen ansprechen. Dazu zählen auch die hyperrealistischen Avatare Marlon, Stefan und Barbara, die sich bereits im vergangenen Semester als innovatives und wirksames Lehrinstrument bewährt haben.

„Wir entwickeln das Unternehmensplanspiel an der HNU konsequent weiter – technologisch wie didaktisch. Unser Ziel ist es, Lernen praxisnah, interaktiv und gleichzeitig stabil und zuverlässig zu gestalten“, erklärt Prof. Dr. Stefan Distel.

Bewegte Elemente aus der sogenannten „Bewegten Lehre“ werden künftig noch gezielter eingesetzt, um Aktivierung, Interaktion und nachhaltigen Lernerfolg zu fördern. Neu ist zudem ein fest eingeplanter Slot zum Thema mentale Gesundheit. Damit trägt das Projekt der wachsenden Bedeutung dieses Themas im Studienalltag Rechnung. 

„Mentale Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltigen Lernerfolg. Dass wir diesem Bereich nun bewusst Raum geben, ist ein wichtiges Signal“, erklärt Prof. Dr. Marlon Füller.

Eine der zentralen Innovationen ist die Integration eines KI-gestützten Chatbots von Seiten des Herstellers. Dieser beantwortet fachliche Fragen unmittelbar und zielgruppengerecht – insbesondere mit Blick auf die Bedürfnisse der Generation Z. Begriffe wie „Prohibitivpreis“ können direkt im Chat erläutert werden, ohne dass Studierende zeitaufwendig in Unterlagen recherchieren müssen. Das spart Zeit und steigert die Effizienz des Lernprozesses.

„Mit dem KI-Bot schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Fachinhalten. Studierende erhalten sofort verständliche Antworten und können sich stärker auf die Anwendung konzentrieren“, ergänzt Prof. Dr. Barbara Dannenmann.