Michael Nager

Studiengänge: Information Management Automotive (B.Sc. (öffnet neues Fenster)) / Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) an der Steinbeis-Hochschule Berlin
Arbeitgeber: Mercedes-Benz AG
Position: Information Security Officer MBC Operations
Kontaktaufnahme: LinkedIn-Profil (öffnet neues Fenster)
Aus welchen Gründen haben Sie sich für ein Studium an der HNU entschieden?
Während meines Abiturs hatte ich überlegt, welcher Studiengang der Richtige für mich sein könnte. Da ich bereits früh durch die Tätigkeit meines Vaters mit der Automobilbranche in Kontakt gekommen bin und mich für IT interessiere, hatte ich mich nach einem Wirtschaftsinformatikstudiengang umgesehen. Während dieser Zeit bin ich mit einer Freundin in Kontakt gekommen, die bereits an der Hochschule Neu-Ulm studiert hatte und mir die Hochschule sehr empfehlen konnte. Daraufhin besuchte ich die Hochschule am Studieninfo-Tag im November und wurde auf den Studiengang Information Management Automotive (B.Sc.). Danach war es eigentlich ziemlich klar, dass ich in Neu-Ulm studieren werde, da mir die Mischung aus IT und wirtschaftlichen Zusammenhängen mit Automobilfokus sehr gefallen hat. Des Weiteren wirkte die Hochschule auf mich direkt sehr modern und bestens ausgestattet. Abgerundet wurde der gute Eindruck durch die schöne Umgebung/Stadt mit der Donau, Badeseen etc.
Wie verlief Ihre schulische Laufbahn und welche Interessen hatten Sie früher?
Meine frühere Laufbahn ließ zu Beginn tatsächlich nicht ganz darauf schließen, dass ich mal an einer Hochschule studiere. Über den Abschluss der Haupt- und Werkrealschule besuchte ich anschließend ein Wirtschaftsgymnasium im Raum Stuttgart. Zu der Zeit lagen meine Interessen beim Sport, da ich als 100 Meter Sprinter am Olympiastützpunkt Stuttgart als Leichtathlet aktiv war. Der Sport führte mich auch auf das Gymnasium, da es sich hierbei um eine Eliteschule des Sport handelte. Ansonsten habe ich mich immer für Fußball, wirtschaftliche und politische Themen interessiert.
Tipps , um den persönlich idealen Studiengang zu finden?
Schaut euch auf den Webseiten der Hochschule um. Wichtig ist hierbei nicht nur die Studiengangsbeschreibung zu beachten, sondern im Idealfall auch das Modulhandbuch zu beleuchten. Dadurch könnt ihr euch einen ersten Eindruck darüber verschaffen, was auf euch zukommen wird. Manche Studiengänge an einer Hochschule sind z. B. deutlich technischer ausgelegt als an einer anderen. Ansonsten besucht Studieninfo-Tage oder kontaktiert die angegebenen Kontaktpersonen, wenn ihr mehr über das Studium und die Voraussetzungen wissen möchtet.
Welche Erfahrungen im Studium haben Sie besonders geprägt?
Ehrlich gesagt gibt es nicht diesen einen Moment, bei dem ich sagen würde, dass er prägend war. Es war mehr das ganze Studium an sich. Persönlich gereift bin ich innerhalb der vier Jahre definitiv, weil man viel erlebt, tolle neue Menschen kennenlernt und auch mal knifflige Situationen im Studium meistern muss.
Welche Tipps würden Sie aktuell Studierenden Ihres Studiengangs mit auf den Weg geben?
Die Zeit als Student:in vergeht sehr schnell, weshalb man diese Zeit sehr genießen sollte. Nehmt alles mit, was möglich ist, was ich z.B. etwas bereue ist, dass ich kein Auslandssemester gemacht habe. Persönlich denke ich, dass dies eine Erfahrung ist, die man definitiv machen sollte. Man muss nicht immer wissen wohin es in Zukunft gehen soll: Mit dem Bachelor stehen einem alle Türen, Branchen, Länder etc. offen, dementsprechend sollte man sich nicht zu sehr unter Druck setzen, wenn man nicht direkt weiß wie genau die künftige Berufsbezeichnung lauten sollte. Das wichtigste ist, dass das Studium inhaltlich bei euch auf Interesse stößt. Kommiliton:inenn: Aus persönlicher Erfahrung kann ich Lerngruppen aus max. drei bis vier Personen sehr empfehlen, je nachdem was für ein Typ man ist erleichtert dies so Einiges im Studium, weil man über Inhalte diskutiert und sich Ansichten öfters auch mal passend und sinnhaft ergänzen. Letztendlich ist es allerdings am wichtigsten, positiv zu bleiben und eine gute Zeit zu haben.
Wie sieht Ihr erster Job aus und wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?
Nach meinem berufsbegleitenden Studium bei der Carl Zeiss Vision GmbH, in dem ich als Junior Connectivity Manager tätig war, wechselte ich zur Mercedes‑Benz AG in das globale Cyber Security Trainee Program.
Innerhalb eines Jahres durchlief ich mehrere Abteilungen der konzernweiten Cyber Security – sowohl in der Mercedes‑Benz AG als auch in verbundenen Gesellschaften – und sammelte dabei umfassende Einblicke in unterschiedliche Fachbereiche. Ein besonderes Highlight war mein dreimonatiger Auslandseinsatz im Cyber Security Hub in Toronto, Kanada.
Heute treibe ich als Information Security Officer (ISO) bei der Mercedes‑Benz AG die Umsetzung und Weiterentwicklung von IT-/OT‑Sicherheitsstandards an mehr als zehn internationalen Mercedes-Benz Produktionsstandorten, darunter Assembly-, Powertrain- und CKD‑Werke, voran. Meine Schwerpunkte liegen im Vulnerability Management (Schwachstellenmanagement), in der Audit‑Readiness und im Performance‑Monitoring zentraler Security‑KPIs. Gemeinsam mit lokalen ISOs, OT‑Security‑Officern und BISO‑Teams sorge ich dafür, dass Sicherheitsmaßnahmen risikobasiert, geschäftsorientiert und weltweit einheitlich umgesetzt werden.
Auf das Trainee‑Programm und die damit verbundene Stelle wurde ich über die Karriereseite der Mercedes‑Benz AG aufmerksam. Da ich bereits meine Bachelorarbeit im Bereich IT‑Security verfasst hatte, weckte die Ausschreibung sofort mein Interesse.
Wie lautet Ihr Ratschlag an alle Absolvent:innen, die auf der Suche nach ihrer ersten Arbeitsstelle sind?
Offen sein und in alle Richtungen schauen. Manchmal ergeben sich Möglichkeiten, an welche man vorher nicht gedacht hat.
Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie für Ihre Zukunft?
In den kommenden Jahren möchte ich meine fachliche Expertise im Bereich Cyber Security weiter ausbauen und diese gezielt mit formeller Führungserfahrung im Bereich IT- und OT-Security verbinden.
Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium an der HNU haben sich im Berufsleben als wertvoll erwiesen?
Offen sein für Neues und ab und zu über den Tellerrand schauen. Es ist schon wichtig, auch mal Dinge/Abläufe zu hinterfragen, warum man etwas macht. Ansonsten cool und positiv bleiben; auch in brenzligen Situation. Selbst wenn man mal etwas falsch macht, gehören eben diese Fehler zum Lernprozess. Wichtig ist und bleibt, die richtigen Schlüsse für sich daraus zu ziehen.
Wie würden Sie folgenden Satzanfang vervollständigen?
Die HNU… "ist der richtige Ort, um persönlich zu reifen, viele neue Menschen kennenzulernen und sich selbst zu verwirklichen."





