Tipps zum Publizieren

Indem Sie Ihre Arbeitsergebnisse mit einem Fachpublikum teilen, machen Sie auf sich aufmerksam und schärfen Ihr Forschungsprofil. Je öfter Ihre Publikationen dann zitiert werden, umso besser.

Allgemeines

ORCID: Wozu brauche ich diese Identifikationsnummer?

Die ORCID („Open Researcher and Contributor ID“) ist ein eindeutiger, alphanumerischer Identifikator für Autoren wissenschaftlicher Publikationen. Durch sie kann man eine Person einer wissenschaftlichen Publikation fehlerfrei zuordnen: Schreibvarianten, Namensänderungen und Personen gleichen Namens stellen kein Problem mehr dar.

Die Non-Profit-Organisation „Open Researcher Contributor Identification Initiative“ will die sechzehnstellige ORCID zum zukunftsfähigen De-facto-Standard für die Autorenidentifikation wissenschaftlicher Publikationen entwickeln. Und schon jetzt wird die Identifikation per ORCID bei mehreren wissenschaftlichen Fachverlagen vorausgesetzt, unter anderem bei Wiley und dem IEEE.

Sie können Ihre ORCID online kostenfrei beantragen (öffnet neues Fenster) (öffnet neues Fenster) und ein Autorenprofil mit allen bisherigen Publikationsdaten einrichten. 

Zeitschriften

Wie finde ich die richtige Zeitschrift für mein Paper?

Für wissenschaftliche Zeitschriften gibt es eine Vielzahl von Rankings, in denen jeweils der Impact-Faktor eine herausragende Rolle spielt: Der Impact-Faktor gibt an, wie häufig Artikel aus der betreffenden Zeitschrift zitiert werden, und soll dadurch die Relevanz der Zeitschrift widerspiegeln. Auch wenn die Berechnung des Impact-Faktors und somit der Rankings nicht frei von Kritik ist, sollten Sie Ihre Suche bei Zeitschriften mit hohem Impact-Faktor beginnen. 

Forschende ordnen Zeitschriften üblicherweise in die Kategorien A+, A, B, C usw. ein, wobei Artikel aus einer A-Zeitschrift in der Fachwelt als sehr hochwertig angesehen werden. Hier einige Beispiel-Rankings:

RankingAbgedeckte FachdisziplinenErstellt durch
VHB Rating (öffnet neues Fenster)BWL und angrenzende Gebiete, z. B. WirtschaftsinformatikVerband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.
ABDC Journal Quality List (öffnet neues Fenster)BWL und angrenzende Gebiete, z. B. WirtschaftsinformatikAustralian Business Deans Council
FT50 (öffnet neues Fenster)BWLFinancial Times
Harzing Journal Quality List (öffnet neues Fenster)BWL und VWL (Aggregierung von 11 Zeitschriften-Rankings, darunter auch VHB Rating, ABDC Journal Quality List sowie FT50)Prof. Anne-Wil Harzing

Falls eine Zeitschrift noch nicht durch Rankings erfasst worden ist, können Sie die Wissenschaftlichkeit z. B. anhand der Kriterien des Journal Evaluation Tool (öffnet neues Fenster)  einschätzen.

Sobald Sie einige vielversprechende Zeitschriften identifiziert haben, sollten Sie ein paar Aufsätze im Volltext einsehen. Dadurch erkennen Sie den genauen Forschungsbereich der Zeitschrift und das generelle Anforderungslevel an ein eingesendetes Paper. Die Volltexte aller an der HNU lizenzierten Zeitschriften finden Sie in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) (öffnet neues Fenster) (öffnet neues Fenster).

Viele wissenschaftliche Zeitschriften veröffentlichen mittlerweile auch in einem Open-Access-Modell, d. h. Ihre Publikationen wären dann frei zugänglich. Mehr dazu finden Sie auf unserer Unterseite Open Access.

Wie trete ich an die Zeitschrift heran?

Auf der Internetseite der von Ihnen ausgewählten Zeitschrift finden Sie die jeweiligen Hinweise für Autoren: Dort stehen neben Vorgaben zum Inhalt (Forschungsbereich, Methodik) und zur Form (Layout, Zusendungsform) auch Hinweise zum Entscheidungs- und Begutachtungsverfahren und zu dessen Dauer.

Sollte ich Gutachter für ein Zeitschrift werden? Welche Vorteile hätte ich?

Zeitschriften, die mit Peer Review (d. h. Qualitätskontrolle vor einer Veröffentlichung) arbeiten, brauchen stets auch Gutachter.

  • Was muss ich bei einer Peer Review leisten?
    Sie als Gutachter müssen prüfen, inwieweit ein Artikel zur thematischen Ausrichtung der Zeitschrift passt, ob Forschungsfragen verständlich formuliert wurden und ob ein geeigneter Forschungsansatz gewählt wurde, um die aufgestellten wissenschaftlichen Fragestellungen zu beantworten. Zudem wird die Methodik dahingehend überprüft, inwieweit die Ergebnisse reproduzierbar sind. Auch die Originalität und Neuheit der Forschungserkenntnisse werden bewertet.
  • Wie wird man entlohnt?
    Für die Erstellung der Gutachten wird in der Regel kein Entgelt bezahlt, es ist Teil der Selbstorganisation der Wissenschaft. Einige Verlage "belohnen" ihre Gutachterinnen und Gutachter dahingehend, dass sie ihnen für einen begrenzten Zeitraum kostenfreien Zugriff auf das Verlagsarchiv gewähren.

Bücher

Wie finde ich den richtigen Verlag für mein Buch?

Bei der Recherche nach theoretischer Fachliteratur für Ihr Buch begegnen Ihnen immer wieder dieselben Verlagsnamen. Die Chance, dass es sich dabei um wissenschaftliche Fachverlage handelt, ist hoch - aber ein allgemeines Ranking für Verlage (analog zu Zeitschriftenrankings) gibt es nicht.

Lesen Sie deshalb die Hinweise für Autoren auf der Website des jeweiligen Verlags und prüfen Sie, ob es sich um einen klassischen wissenschaftlichen Verlag handelt, d. h. ob Ihr eingesendetes Manuskript geprüft und redigiert wird, bevor es veröffentlicht wird.

Vermeiden Sie hingegen: 

  • Book-on-Demand-Verlage, die Ihr Manuskript ohne weitere Bearbeitung veröffentlichen
  • Zuschussverlage, die für das Veröffentlichen des Manuskripts eine finanzielle Selbstbeteiligung Ihrerseits fordern.

Im Zweifelsfall suchen Sie online nach Erfahrungsberichten.