Hightech Agenda

Als Investitionsprogramm des Freistaats Bayern zielt die Hightech Agenda (HTA) darauf ab, Forschung, Lehre und Innovation zu stärken und damit Bayerns Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich auszubauen. Auch die Hochschule Neu-Ulm profitiert: durch neue Professuren, den Ausbau von Lehr- und Forschungsangeboten sowie eine stärkere Vernetzung mit regionalen Unternehmen.
Zahlen und Fakten
Die Hightech Agenda Bayern ist mit rund 5,5 Milliarden Euro die größte Innovationsinitiative Deutschlands. Sie schafft und verstetigt rund 3.800 neue Stellen an den Hochschulen, darunter 1.000 Professuren in Zukunftsfeldern wie Künstliche Intelligenz, Clean Tech oder Luft- und Raumfahrt. Zudem entstehen über 13.000 zusätzliche Studienplätze. Damit stärkt die HTA die Spitzenstellung Bayerns in Forschung und Lehre, beschleunigt die digitale Transformation insbesondere im Mittelstand und liefert Antworten auf zentrale Zukunftsfragen wie Energie, Klima, Gesundheit und Industrie 5.0.
Die Hightech Agenda wirkt als Katalysator für die Umsetzung unserer ambitionierten strategischen Ziele. Mit zukunftsweisenden Studienkonzepten und dem nachhaltigen Ausbau unserer Forschungs- und Transferstärke tragen wir entscheidend dazu bei, die Innovationsfähigkeit in der Region und darüber hinaus auf das nächste Level zu heben.
Hightech Agenda an der HNU
Auf einen Blick
Neue Lehr- und Forschungsprofessuren sowie weitere Stellen in Wissenschaft und im wissenschaftsstützenden Bereich stärken Lehre, Forschung und Innovation.
Die zusätzlich eingeworbene Förderung „Spitzenprofessur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften“ schafft hervorragende Rahmenbedingungen zur weiteren Stärkung von Forschung und Transfer.
Innovative Studiengänge erweitern das Bildungsangebot – auf den Bedarf der Praxis zugeschnitten.
Im Rahmen des Promotionszentrums Digitale Innovationen für die sich wandelnde Gesellschaft (DIWAG) besitzen wir eigenständiges Promotionsrecht.
Technologietransferzentren fördern den Austausch von Wissen und Innovation mit der regionalen Wirtschaft.
Im Bereich Gründung stehen Kompetenzerwerb und Vernetzung in Innovationssystemen im Vordergrund.
Ein neuer Modulbau bietet Raum für innovative Projekte und Kooperationen im Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz.
Strategische Partnerschaften mit Unternehmen erhöhen die Schlagkraft in der Region.
Professuren
13
HTA-Professorinnen und -Professoren lehren und forschen an der HNU. Darüber hinaus wurden der Hochschule im Rahmen der HTA insgesamt 16,5 weitere Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben, Wissenschaftliche Mitarbeitende und wissenschaftsstützendes Personal zugewiesen.














Spitzenprofessur
Mit dem Spitzenprofessurenprogramm (SPP) fördert das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in einem wettbewerblichen Verfahren unter Beteiligung eines interdisziplinär besetzten, unabhängigen Auswahlgremiums Forschung auf höchstem Niveau. Eine Berufung im Rahmen des Programms an eine Hochschule für angewandte Wissenschaften ist mit einer Förderung von bis zu 3,5 Millionen Euro für fünf Jahre verbunden. So werden exzellente Rahmenbedingungen für die Forschung herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland geschaffen.
Prof. Dr. Marten Risius ist seit November 2024 Spitzenprofessor an der HNU. Sein Forschungsschwerpunkt „Digital Society and Online Engagement“ mit einem Fokus auf Trust and Safety in Social Media erweitert die HNU-Forschung rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und bietet Anknüpfungspunkte an das Promotionszentrum „Digitale Innovationen für die sich wandelnde Gesellschaft“ (DIWAG).
16
neue Studiengänge sind seit der Einführung der HTA an der HNU entstanden – darunter Künstliche Intelligenz und Informationsmanagement (B.Sc.), Game-Produktion und Management (B.A.), Digital Healthcare Management (M.A.) und Advanced Sales Management and Intelligence (M.Sc.).
Technologietransfer
Technologietransferzentrum Günzburg
Unter dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI) und Data Analytics ist es Ziel des TTZ Günzburg, im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung die regionale Wirtschaft nachhaltig zu fördern und zu stärken. So werden etwa Unternehmen und deren Mitarbeitenden durch die Realisierung von Innovationsprojekten aktiv unterstützt.
Darüber hinaus forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Günzburg intensiv in verschiedenen Bereichen der Künstlichen Intelligenz. Diese fortlaufenden Forschungsaktivitäten bilden die Grundlage für innovativen Lösungsansätze sowie den KI-Wissenstransfer in die Region. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Natural Language Processing (NLP), Neuro-Symbolische KI im Bereich Computer Vision sowie Reinforcement Learning (RL) in der Robotik.
Technologietransferzentrum Leipheim
Als Enabler der Smart Factory versteht sich das Technologietransferzentrum Smart Production and Logistics in Leipheim: Durch Wissens- und Technologietransfer sowie Entwicklung nachhaltiger, flexibler, modularer und vernetzter Produktionssysteme werden Unternehmen der Region in Form von Schulungen, Beratung, gemeinsamen Projekten oder anwendungsorientierter Forschung unterstützt.
Geforscht wird in den Bereichen Smart Factory für eine digitalisierte, automatisierte und vernetzte Produktion, Sustainable Supply Chain Networks für eine nachhaltige, resiliente und wettbewerbsfähige Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken sowie Change- und Projektmanagement für die Transformation in Unternehmen.
Die HNU bündelt die Kompetenz ihrer zwei Technologietransferzentren im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales geförderten Programm KI-Transfer Plus. Als eines von insgesamt acht bayerischen KI-Regionalzentren richtet sich das 2024 eröffnete KI-Transfer Plus-Regionalzentrum Nordschwaben insbesondere an kleinere und mittelständische Unternehmen, die bislang noch wenig Erfahrung im Umgang mit KI haben. Die Betreuung erfolgt durch die KI-Regionalzentren, koordiniert und konzipiert wird das Projekt von der appliedAI Initiative GmbH.
Gründung
KANU
KANU ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule Kempten, der Technischen Hochschule und der Universität Augsburg sowie der Hochschule Neu-Ulm. Gemeinsam fördern die drei Hochschulen die Innovationskraft und den Gründergeist ihrer Studierenden und stärken nachhaltig den Wirtschafts- und Innovationsstandort Schwaben: Im Rahmen einer systematischen Gründungsausbildung erhalten die Studierenden fundiertes Wissen rund um Unternehmertum, Kreativität und Geschäftsmodellentwicklung. Zudem steht die Vernetzung mit anderen Fachrichtungen und praxisnahen Partnern im Mittelpunkt. Das Programm erstreckt sich über zwei Semester und wird als Wahlpflichtfach angeboten.

Promotionsrecht

DIWAG
Als rechtlicher Innovationsrahmen der HTA ermöglicht das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz (BayHIG) ein eigenständiges Promotionsrecht für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Die HNU hat dies im Rahmen eines gemeinsamen Promotionszentrums mit der OTH Amberg-Weiden und der HaW Landshut erfolgreich beantragt: 2023 wurde ihr – auch dank ihrer erhöhten Forschungsstärke durch die HTA – für zunächst sieben Jahre das eigenständige Promotionsrecht verliehen. Seitdem werden im an HNU verorteten Promotionskolleg DIWAG („Digitale Innovationen für die sich wandelnde Gesellschaft“) aktuelle und zukünftige Herausforderungen einer Gesellschaft im Wandel aufgegriffen und in Forschung zu digitalen Innovationen fokussiert.
Modulbau
Er schafft Raum für innovative Projekte und Kooperationen im Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz: Für einen Erweiterungsbau in Modulbauweise hat die HNU 2,3 Millionen Euro aus der HTA erhalten. Das Gebäude wird über eine Hauptnutzfläche von 350 m² verfügen und voraussichtlich Anfang 2026 eingeweiht.

Strategische Partnerschaften

Gemeinsam für mehr Innovationskraft, eine bessere Fachkräftesicherung und den Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit: In Zusammenarbeit mit zehn regionalen Unternehmen gründete die HNU im Februar 2023 ein Netzwerk, das Expertise, Kontakte und Ideen aus Hochschule und Wirtschaft zusammenführt. Diese strategischen Partnerschaften ermöglichen es, aktuelle Herausforderungen noch zielgerichteter anzugehen – in der Region, aber auch mit internationaler Reichweite.











