De­sign Thin­king Lab

Kundenorientierte Produkte und Dienstleistungen strukturiert, schnell und kreativ entwickeln. Das Design Thinking Lab ermöglicht die nachhaltige Entwicklung technologischer Innovationen und kann Veränderungsprozesse im Unternehmen angestoßen.

Ein­lei­tung

Design Thinking: Ausgefüllte Post-Its auf Whiteboard

Design Thinking etabliert sich als sehr erfolgreiche Innovationsmethode zur Entwicklung von digitalen Produkten, Services und Geschäftsmodellen in vielen Unternehmen. Aber warum erfährt diese Methode aktuell so viel Aufmerksamkeit? Design Thinking ermöglicht kunden- und nutzerzentriert innerhalb weniger Tage Prototypen zu entwickeln und zu testen. Die Digitalisierung, die Vernetzung von Smart Devices und die Entwicklung von künstlicher Intelligenz bieten viele Anwendungsmöglichkeiten für Design Thinking.

Das neue Design Thinking Lab der Hochschule Neu-Ulm bündelt die Expertise in der agilen Innovationsmethode. Lehre, Transfer und Forschung stehen dabei im Mittelpunkt. Im neu eingerichteten Innovation Space bestehen ideale Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Erprobung von innovativen Lösungen. Design Thinking ist seit vielen Jahren Bestandteil der Lehre an der HNU und kam in der Vergangenheit bei Transfer- und Industrieprojekten mit Unternehmen wie  AUDI, Daimler TSS oder Liebherr Haushaltsgeräte zur Anwendung.

Forschungsschwerpunkte
• Design Thinking in mittelständischen Unternehmen
• Konzeption von digitalen Lösungen
• Entwicklung von neuen digitalen Geschäftsmodelle

Vor­ge­hens­mo­dell De­sign Thin­king

Prozessdiagramm Design Thinking nach Schallmo & Lang (2020)
Prozessdiagramm Design Thinking nach Schallmo & Lang (2020)

 

Das Vorgehensmodell für Design Thinking besteht aus sieben Phasen:

1. Design Challenge definieren

De­sign Chal­len­ge de­fi­nie­ren

Zunächst gilt es, unterschiedliche Themenfelder abzuleiten. Diese Themenfelder werden diskutiert, um sich anschließend auf ein Themenfeld festzulegen. Für das ausgewählte Themenfeld wird eine Design Challenge formuliert, die beantwortet werden soll. Es werden ebenso typische User festgelegt. Anschließend wird ein projektplan erarbeitet, der Termine, Kosten und Ergebnisse beinhaltet.

2. Design Challenge verstehen

De­sign Chal­len­ge ver­ste­hen

In dieser Phase gilt es, ein gemeinsames Verständnis zur Design Challenge aufzubauen. Hierfür werden typische User in relevanten Situationen und mit ihren Problemen, die sie zu bewältigen haben, analysiert. Diese Analyse erfolgt mittels einer Befragung und einer Beobachtung. Bestehende Lösungen, die am Markt verfügbar sind, werden getestet, Experten befragt, weitere Informationen erhoben, um ein Fachwissen zur Design Challenge aufzubauen.

3. Sichtweisen definieren

Sicht­wei­sen de­fi­nie­ren

Die Erkenntnisse, die in der vorherigen Phase gewonnen wurden, werden in dieser Phase ausgetauscht, interpretiert und gewichtet. Es werden typische User beschrieben, indem Nutzerprofile erstellt werden. Auf Basis der Nutzerprofile werden Bedürfnisse hinsichtlich der gewünschten Funktionen, Anforderungen und Erfahrungen von Produkten und Dienstleistungen abgeleitet.

4. Ideen gewinnen

Ide­en ge­win­nen

In dieser Phase werden mittels des Einsatzes von Kreativitätstechniken Ideen gewonnen, die dazu dienen sollen, die zuvor identifizierten Bedürfnisse zu erfüllen. Diese Ideen werden gruppiert und überarbeitet. Anschließend werden die Ideen beschrieben und bewertet.

5. Prototypen entwickeln

Pro­to­ty­pen ent­wi­ckeln

Die gewonnenen Ideen dienen dazu, Prototypen zu entwickeln. Ein Prototyp stellt somit eine Lösung für die beschriebene Herausforderung dar. Prototypen können in unterschiedlichen Formen entwickelt werden. Im Anschluss an die Entwicklung von Prototypen werden diese verbessert und kombiniert.

6. Prototypen testen

Pro­to­ty­pen tes­ten

Die unterschiedlichen Prototypen werden den Nutzern vorgestellt, um sie anschließend mit den Nutzern zu testen. Dabei sollen wichtige Erfahrungen, auch hinsichtlich der Verwendung von Prototypen, gewonnen werden. Prototypen werden ebenso am Markt getestet. Die gewonnenen Erfahrungen dienen anschließend der Verbesserung und Weiterentwicklung der Prototypen. Anhand der Bewertung der Prototypen wird ein Erfolg versprechender Prototyp ausgewählt.

7. Prototypen integrieren

Pro­to­ty­pen in­te­grie­ren

In dieser Phase erfolgt mit Hilfe eines einheitlichen Rasters die Entwicklung eines Geschäftsmodells, das den Prototyp für ein Produkt oder eine Dienstleistung integriert. Somit liegt ein Geschäftsmodell mit folgenden fünf Dimensionen vor: Kundendimension, Nutzendimension, Wertschöpfungsdimension, Partnerdimension, Finanzdimension.

Pro­fes­sor Dr. Klaus Lang

Direktor am „Institut Digitale Transformation“
Studiendekan der Fakultät Informationsmanagement

Telefon: 0731/9762-1510

Standort: Hauptgebäude A, A.1.54

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Daniel Hasler

Da­ni­el Has­ler

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Digitale Transformation

Telefon: 0731/9762-1548

Standort: Edisonallee 7, DREI,4 EDISON 7

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Professor Dr. Daniel Schallmo

Pro­fes­sor Dr. Da­ni­el Schall­mo

Professor Digitale Transformation und Entrepreneurship
Koordinator "Duales Studium"

Telefon: 0731/9762-1531

Standort: Hauptgebäude A, A.1.43

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Katharina Ehmig-Klassen

Ka­tha­ri­na Eh­mig-Klas­sen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt Digitale Transformation im Mittelstand und neue disruptive Technologien

Telefon: 0731/9762-1549

Standort: Edisonallee 7, DREI 7 EDISON 7

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