Im Oktober 2025 konnte das DAAD-Projekt Digital Logistics & Entrepreneurship (DLSE) gleich zwei bedeutende Erfolge verbuchen: Es wurde beim Symposium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) zu SDG-Partnerschaften in Kapstadt als eines der drei Flagship-Projekte hervorgehoben und feierte anschließend den Launch des neuen Masterstudiengangs „Digital Logistics & Entrepreneurship“ am Uganda Management Institute (UMI) in Kampala.
Globale Verantwortung – Lokale Wirkung
Beim Symposium in Kapstadt, das vom 13. Bis 16. Oktober 2025 stattfand, präsentierten die Projektleitenden Prof. Dr.-Ing. Dany Meyer (HNU), Prof. Dr. James Njenga von der University of the Western Cape (UWC) und Dr. Oluka Pross Nagitta (UMI) das trilaterale Projekt als Best-Practice-Beispiel für innovative und gleichberechtigte Hochschulpartnerschaften. Unter dem Motto „Global Responsibility – Local Impact“ zeigte das DLSE-Projekt, wie digitale, unternehmerische und praxisorientierte Kompetenzen in der Hochschulbildung verankert werden können, um nachhaltige Wirkung vor Ort zu entfalten. Die HNU konnte dabei ihre Best-Practice-Erfahrungen im Bereich digitaler und praxisorientierter Lehre vorstellen – ein weiterer Beleg für die Sichtbarkeit und den Erfolg des Projekts auf internationaler Ebene.
Hackathon als innovatives Lehrformat
Direkt im Anschluss reisten Studierende und Lehrende der HNU und der UWC an das Uganda Management Institute, wo eine intensive Projektwoche stattfand. Herzstück war ein fünftägiger Hackathon – ein innovatives Lehr- und Lernformat des neuen Masterprogramms Digital Logistics & Entrepreneurship.
Drei interdisziplinäre und multikulturelle Teams – bestehend aus fünf HNU-, vier UWC- und vier UMI-Studierenden – arbeiteten an realen Herausforderungen des lokalen Unternehmens Beyond Logistics:
- Digitales Onboarding-CRM-System,
- „Beyond Logistics Virtual Tour",
- KI-gestützter Chatbot zur Angebotserstellung (AI Powered Quotation Chatbot).
In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden erarbeiteten die Teams die Themen konzeptionell und implementierten sie als lauffähige Prototypen. Das kontinuierliche Feedback von Beyond Logistics wurde dabei direkt in die Entwicklung eingebunden. Alle drei Teams präsentierten am Ende des Hackathons ihre funktionsfähigen Lösungen. Das Format verbindet projektbasiertes Lernen mit realwirtschaftlicher Anwendung und bildet damit einen zentralen Baustein des neuen Studiengangs.
Das Format verbindet projektbasiertes Lernen mit realwirtschaftlicher Anwendung und bildet damit einen zentralen Baustein des neuen Studiengangs.
Train-the-Trainers-Workshop und Unternehmenspartnerschaften
Parallel zum Hackathon wurden die zukünftigen Lehrenden des neuen Studiengangs in einem Train-the-Trainers-Workshop weitergebildet. Dabei lernten sie am Beispiel des Hackathons, wie dieses Lehrformat konzipiert, begleitet und evaluiert wird. Durch die aktive Einbindung in Planung und Umsetzung konnten die Teilnehmenden moderne Lehrmethoden und digitale Tools unmittelbar anwenden – ein praxisnaher Ansatz, der die langfristige Qualität des Programms stärkt.
Ergänzend fanden Workshops und Unternehmensbesuche bei bestehenden und neuen Partnern statt, darunter Uganda BAATI, ein führender Hersteller von Stahl-Dachlösungen, sowie die Katosi Fish Landing Community. Diese Kooperationen vertiefen den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ebnen den Weg für weitere gemeinsame Projekte.
Meilenstein: Launch des Masterprogramms
Der feierliche Launch des Masterstudiengangs „Digital Logistics & Entrepreneurship“ am UMI markierte den Höhepunkt der Exkursion. Das von den drei Partnerhochschulen gemeinsam entwickelte Curriculum wurde kürzlich akkreditiert und nun offiziell in Uganda eingeführt – als erster Studiengang dieser Art in Ostafrika.
Im Rahmen des Launchs präsentierten die Studierendenteams ihre Hackathon-Ergebnisse vor Kundinnen und Kunden, Stakeholdern und Vertretenden aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Dabei entstand eine lebhafte Diskussion über die vorgestellten Lösungen und das innovative Lehrformat, die das große Interesse an der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft deutlich machte.
Ausblick
Die Ereignisse in Kapstadt und Kampala verdeutlichen den Erfolg des DLSE-Projekts: Es steht für gleichberechtigte internationale Partnerschaften, praxisorientierte Lehre und nachhaltige Wirkung.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt: Im Juli 2026 wird das DLSE-Projektteam erneut in Uganda sein – diesmal mit einer Industry Conference und einem weiteren Hackathon. Dieser Hackathon wird als Joint Teaching Format Teil des neuen Masterstudiengangs sein und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter vertiefen.
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