UPLIFT-Ag
Universities Promoting Linkages For Impactful Training, Innovation and Technology Transfer in Agriculture
Hochschulen in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe sollen exzellente Ausbildung, Forschung und Technologietransfer bieten. Doch der Lehrplan entspricht nicht den Arbeitgeberbedürfnissen und nutzt ineffektive Lehrmethoden. Es mangelt an Interaktion mit Industriepraktikern. Die Beziehungen zur Industrie sind schwach, und Hochschulen können geistiges Eigentum nicht angemessen identifizieren, schützen oder kommerzialisieren. Das UPLIFT-Ag-Projekt zielt darauf ab, die Hochschuleffektivität durch Stärkung der Industriebeziehungen und innovative Lehrmethoden zu verbessern. Co-Teaching mit Industrievertretern, innovative Lehrpläne und Aufbau von Innovationszentren sollen Beschäftigungsfähigkeit und Entrepreneurship fördern. Partnerhochschulen aus Deutschland, Italien und Dänemark unterstützen die Universitäten in den vier afrikanischen Ländern.
Hochschulbildung für die Zukunft der Landwirtschaft
Das Projekt UPLIFT-Ag unterstützt landwirtschaftliche Hochschulen in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe dabei, zentrale Zukunftsaufgaben zu erfüllen: Ernährung sichern, inklusive Beschäftigung schaffen und nachhaltige wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Entwicklung fördern.
Ziele des Projekts
UPLIFT-Ag verfolgt drei Kernziele:
- Lehre modernisieren: durch praxisnahe, interaktive Methoden und Co-Teaching mit Fachkräften aus der Agrarindustrie
- Zusammenarbeit stärken: intensive Vernetzung zwischen Hochschulen und der Agrarwirtschaft fördern
- Innovation beschleunigen: Gründungszentren und Technologietransferstellen professionell ausbauen
Wie wir wirken
Gemeinsam mit europäischen Partnerhochschulen entwickeln afrikanische Hochschulen neue Lehrpläne, die nah an den Anforderungen des Marktes sind. Durch regelmäßige Runden Tische in jedem Partnerland entstehen neue Räume für Austausch, Forschung und Innovation. Hochschulen bauen zudem gezielt Strukturen auf, um geistiges Eigentum besser zu schützen und wirtschaftlich zu nutzen.
UPLIFT-Ag schafft eine praxisnahe, unternehmerische und zukunftsfähige Hochschulbildung im Agrarbereich.
Das Projekt wird durch die European Education and Culture Executive Agency (EACEA) im Rahmen des Programms Erasmus+ unter dem Call ERASMUS-EDU-2023-CBHE finanziert. Das Projekt (Grant Agreement Nr. 101129421 - UPLIFT-Ag) verfügt über ein Gesamtbudget von 789.900 EUR und hat eine Laufzeit von 36 Monaten, vom 1. Dezember 2023 bis zum 30. November 2026.
Projektstruktur
1.Aufgabenpaket
Projektmanagement und Koordination unter Berücksichtigung von ethischen Richtlinien, sozialer Inklusion und Geschlechtergleichheit.
2.Aufgabenpaket
Partnerschaften und Kooperationen der höheren Bildungseinrichtungen mit der Industrie für effektive Lehre, Forschung und Technologietransfer. Dazu gehört zum Beispiel die Organisation von Foren, Konferenzen und die Entwicklung von Strategien.
3.Aufgabenpaket
Verbesserte Lehrmethoden und innovative Lehrpläne für die Landwirtschaft. Dabei werden Probleme identifiziert, Lösungen entwickelt und Reformen implementiert.
4.Aufgabenpaket
Stärkung von Innovation und unternehmerischen Kapazitäten durch die Entwicklung von Richtlinien, Frameworks und nachhaltigen Geschäftsmodellen sowie Verwaltung und Kommerzialisierung des geistigen Eigentums von Universitäten.
5.Aufgabenpaket
Effektive Kommunikation, Verbreitung und Präsentation des Projekts. Stärkere Vernetzungen von höheren afrikanischen Bildungseinrichtungen mit der Industrie, Institutionen im Bereich Forschung und Technologietransfer und europäischen Hochschulen.
Landwirschaftliche Hochschulbildung in Ostafrika
Die Landwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftszweig in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe – sie trägt zwischen 10 % und 30 % zum nationalen BIP bei. Doch der Sektor steht vor großen Herausforderungen: Ernährungssicherheit, Klimawandel und geringe Produktivität in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.
Hochschulen spielen eine Schlüsselrolle für Wandel durch Forschung, Innovation und praxisorientierte Ausbildung. Allerdings behindern veraltete Lehrpläne, schwache Industrienetzwerke und geringe Innovationskapazitäten die Wirkung vieler Einrichtungen. Digitale Rückstände, unzureichende Finanzierung und infrastrukturelle Defizite, verschärft durch COVID-19, verdeutlichen die institutionellen Schwächen.
Nur wenige Hochschulen verfügen über funktionierende Innovationszentren oder Strukturen zur Kommerzialisierung von Forschung. Dabei ist die Nachfrage nach nachhaltigen, technologiegetriebenen Lösungen im Agrarsektor so hoch wie nie. Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und Reformbereitschaft bieten Chancen für eine neue, zukunftsfähige Ausrichtung.
Partner & HNU Team
Partner
Das Konsortium von 12 Partneruniversitäten wird durch die Kenyatta University koordiniert.
- Kenyatta University, Kenia (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Chuka University, Kenia (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Taita Taveta University, Kenia (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Chinhoyi University of Technology, Simbabwe (externer Link, öffnet neues Fenster)
- University of Lay Adventists of Kigali, Ruanda (externer Link, öffnet neues Fenster)
- University of Rwanda, Ruanda (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Zimbabwe Open University, Simbabwe (externer Link, öffnet neues Fenster)
- University of Ngozi, Burundi (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Università Politecnica delle Marche, Italien (externer Link, öffnet neues Fenster)
- University of Copenhagen, Dänemark (externer Link, öffnet neues Fenster)















