UPLIFT-Ag

Universities Promoting Linkages For Impactful Training, Innovation and Technology Transfer in Agriculture

Hochschulen in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe sollen exzellente Ausbildung, Forschung und Technologietransfer bieten. Doch der Lehrplan entspricht nicht den Arbeitgeberbedürfnissen und nutzt ineffektive Lehrmethoden. Es mangelt an Interaktion mit Industriepraktikern. Die Beziehungen zur Industrie sind schwach, und Hochschulen können geistiges Eigentum nicht angemessen identifizieren, schützen oder kommerzialisieren. Das UPLIFT-Ag-Projekt zielt darauf ab, die Hochschuleffektivität durch Stärkung der Industriebeziehungen und innovative Lehrmethoden zu verbessern. Co-Teaching mit Industrievertretern, innovative Lehrpläne und Aufbau von Innovationszentren sollen Beschäftigungsfähigkeit und Entrepreneurship fördern. Partnerhochschulen aus Deutschland, Italien und Dänemark unterstützen die Universitäten in den vier afrikanischen Ländern.

Projektlaufzeit
Dezember 2023 - November 2027
Geldgeber
Erasmus+ 

Hochschulbildung für die Zukunft der Landwirtschaft

Das Projekt UPLIFT-Ag unterstützt landwirtschaftliche Hochschulen in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe dabei, zentrale Zukunftsaufgaben zu erfüllen: Ernährung sichern, inklusive Beschäftigung schaffen und nachhaltige wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Entwicklung fördern.

Ziele des Projekts

UPLIFT-Ag verfolgt drei Kernziele:

  1. Lehre modernisieren: durch praxisnahe, interaktive Methoden und Co-Teaching mit Fachkräften aus der Agrarindustrie
  2. Zusammenarbeit stärken: intensive Vernetzung zwischen Hochschulen und der Agrarwirtschaft fördern
  3. Innovation beschleunigen: Gründungszentren und Technologietransferstellen professionell ausbauen

Wie wir wirken

Gemeinsam mit europäischen Partnerhochschulen entwickeln afrikanische Hochschulen neue Lehrpläne, die nah an den Anforderungen des Marktes sind. Durch regelmäßige Runden Tische in jedem Partnerland entstehen neue Räume für Austausch, Forschung und Innovation. Hochschulen bauen zudem gezielt Strukturen auf, um geistiges Eigentum besser zu schützen und wirtschaftlich zu nutzen.

UPLIFT-Ag schafft eine praxisnahe, unternehmerische und zukunftsfähige Hochschulbildung im Agrarbereich.

Interaktive Lerninhalte

(öffnet neues Fenster)

Im Rahmen des Projektes TT-CUIP wurden interaktive Lerninhalte zu den Themen intellektuelles Eigentum, Technologietransfer und Verwertung von Forschungsergebnissen erarbeitet. Diese sind für die Öffentlichkeit zugänglich und auch für unsere weiteren Projektpartner, z.B. im Projekt UPLIFT-Ag, von Interesse.

Projektstruktur

  • 1.Aufgabenpaket

    Projektmanagement und Koordination unter Berücksichtigung von ethischen Richtlinien, sozialer Inklusion und Geschlechtergleichheit.

  • 2.Aufgabenpaket 

    Partnerschaften und Kooperationen der höheren Bildungseinrichtungen mit der Industrie für effektive Lehre, Forschung und Technologietransfer. Dazu gehört zum Beispiel die Organisation von Foren, Konferenzen und die Entwicklung von Strategien.

  • 3.Aufgabenpaket 

    Verbesserte Lehrmethoden und innovative Lehrpläne für die Landwirtschaft. Dabei werden Probleme identifiziert, Lösungen entwickelt und Reformen implementiert.

  • 4.Aufgabenpaket 

    Stärkung von Innovation und unternehmerischen Kapazitäten durch die Entwicklung von Richtlinien, Frameworks und nachhaltigen Geschäftsmodellen sowie Verwaltung und Kommerzialisierung des geistigen Eigentums von Universitäten.

  • 5.Aufgabenpaket 

    Effektive Kommunikation, Verbreitung und Präsentation des Projekts. Stärkere Vernetzungen von höheren afrikanischen Bildungseinrichtungen mit der Industrie, Institutionen im Bereich Forschung und Technologietransfer und europäischen Hochschulen.

Landwirschaftliche Hochschulbildung in Ostafrika

Die Landwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftszweig in Kenia, Ruanda, Burundi und Simbabwe – sie trägt zwischen 10 % und 30 % zum nationalen BIP bei. Doch der Sektor steht vor großen Herausforderungen: Ernährungssicherheit, Klimawandel und geringe Produktivität in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.

Hochschulen spielen eine Schlüsselrolle für Wandel durch Forschung, Innovation und praxisorientierte Ausbildung. Allerdings behindern veraltete Lehrpläne, schwache Industrienetzwerke und geringe Innovationskapazitäten die Wirkung vieler Einrichtungen. Digitale Rückstände, unzureichende Finanzierung und infrastrukturelle Defizite, verschärft durch COVID-19, verdeutlichen die institutionellen Schwächen.

Nur wenige Hochschulen verfügen über funktionierende Innovationszentren oder Strukturen zur Kommerzialisierung von Forschung. Dabei ist die Nachfrage nach nachhaltigen, technologiegetriebenen Lösungen im Agrarsektor so hoch wie nie. Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und Reformbereitschaft bieten Chancen für eine neue, zukunftsfähige Ausrichtung.

Partner & HNU Team

Impressionen