Die „Smart Doorbell“ geht über gängige Smart-Home-Systeme hinaus: Statt eine Live-Videoverbindung bereitzustellen, erfasst sie bei jedem Klingeln ein Bild der Person vor der Tür. Ein integriertes KI-Modell analysiert die Aufnahmen, identifiziert bereits bekannte Besucherinnen und Besucher und dokumentiert die Häufigkeit der Besuche. Neue Personen können hinzugefügt, bestehende Einträge angepasst oder gelöscht werden.
Datenschutz und Transparenz stehen im Mittelpunkt
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Datenschutz: Anstatt Bild- und Videodaten in Cloud-Diensten externer Anbieter zu speichern, verarbeitet die „Smart Doorbell“ sämtliche Daten lokal auf dem Gerät bzw. im privaten Netzwerk. Dadurch gelangen keine personenbezogenen Informationen an Dritte und es entsteht keine Abhängigkeit von Internetverbindungen oder externen Servern. Diese konsequent lokale Datenverarbeitung bietet einen deutlich höheren Schutz vor unbefugtem Zugriff und entspricht den Prinzipien der Datensparsamkeit und informationellen Selbstbestimmung.
Studierende gestalten Innovation aktiv mit
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Einbindung von Studierenden. So war eine studentische Hilfskraft maßgeblich an der Konzeption und technischen Umsetzung beteiligt. Das TTZ Günzburg fördert damit gezielt den praxisnahen Wissenstransfer und schafft wertvolle Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich angewandter Forschung.
Technologie bietet weitreichende Einsatzmöglichkeiten
Die zugrundeliegende Technologie der „Smart Doorbell“ bietet Potenzial weit über den privaten Bereich hinaus, etwa für Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder öffentliche Einrichtungen. In den nächsten Projektphasen wird das TTZ die Anwendungsfelder weiter untersuchen und die Technologie gezielt weiterentwickeln.
Ansprechparter
Prof. Dr. Philipp Brune
Bild: Günter Ihle






