Phy­si­ci­an As­sis­tant (B.Sc.)

Studienbeginn
Wintersemester
zusätzlich: Sommersemester 2023
Lehrsprache
Deutsch
Studienzeit
8 Semester Vollzeit, 240 ECTS
Abschluss
Bachelor of Science

Warum Physician Assistant?

Die Bedeutung der medizinischen Versorgung und des Gesundheits- und Pflegewesens wird weiter zunehmen. Die steigende Lebenserwartung, fortschreitende Behandlungsmethoden sowie die Digitalisierung in der Gesundheitsbranche prägen die medizinische Versorgung. Dies macht den Physician Assistant zu einem sicheren, interessanten und erfüllenden Beruf. Physician Assistants arbeiten eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammen und sind Teil des ärztlichen Teams. Sie übernehmen anspruchsvolle Tätigkeiten und tragen entscheidend zu einer kontinuierlichen und qualitätsvollen Patientenversorgung bei.

Das Studium ist sehr praxisnah, berufs- und bedarfsorientiert ausgerichtet. So werden zahlreiche praktische Kompetenzen im fakultätseigenen medizinischen Labor DocLab gelehrt und geübt. Durch die verschiedenen Praxisphasen werden Studierende bereits ab dem 3. Semester in die medizinische Versorgung eingebunden.

Der Physician Assistant ist in Deutschland ein relativ neues Berufsbild und von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung anerkannt. Im Ausland ist dieser Beruf schon lange etabliert.

Zu­las­sung und Be­wer­bung

Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen

  • mindestens Fachhochschulreife (gültig in Bayern)
  • mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung ist auch ein "Studium ohne Abi" möglich
  • für internationale Bewerberinnen und Bewerber: Deutsch C1
  • der Studiengang ist örtlich zulassungsbeschränkt
  • Notenverbesserung möglich durch vorherige Gesundheitsausbildung

Be­wer­bung

Bewerbungsfristen
Wintersemester: 2.5. bis 15.7.
Sommersemester: 15.11. bis 15.1.

Bewerbungsportal
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Über den Stu­di­en­gang

Inhalte des Studiums

Das Studium gliedert sich in vier inhaltliche Bereiche:

Naturwissenschafltiche Grundlagen
  • Physik, Chemie, Biologie, Terminologie
  • Anatomie, Physiologie, Pathologie/Pathophysiologie
  • Pharmakologie, Toxikologie
  • Mikrobiologie, Hygiene
Klinische Medizin
  • Anamnese, körperl. Untersuchung, Diagnostik
  • OP-Lehre, Medizinassistenz
  • Innere Medizin
  • Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie
  • Neurologie, Psychiatrie und kleine Fächer
  • Notfallmedizin (inkl. Spez. Pharma), Emergency Room Management 
  • Anästhesiologie/ Intensivmedizin
  • Herz-Gefäß-Thoraxchirurgie
  • Medizinische Ethik
Rahmenbedingungen der klinischen Tätigkeit
  • Recht
  • Medizintechnik, Medizingeräte und Werkstoffe
  • Sozialmedizin und Public Health
  • Medizininformationssysteme
  • Medizincontrolling
  • Management von Gesundheitseinrichtungen
  • Qualitäts- und Risikomanagement, Prozessmanagment
Methoden und Schlüsselqualifikationen
  • Medizinische Kommunikation
  • Teamentwicklung, Konfliktmanagement
  • Wissenschaftliches Arbeiten, Methoden empirische Sozialforschung
  • Klinische Studien, Statistik
  • Projektmanagement
  • Bachelorarbeit & Seminar

Aufbau des Studiums

Das Studium gliedert sich in drei Phasen: dem Grundstudium (Semester 1-2), dem Hauptstudium (Semester 3-5), sowie der Praxisphase, welches die Bachelorarbeit und die Praxissemester umfasst.

Semester 1-2:

  • Naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen
  • Pharmakologie, Toxikologie, Pathologie und Pathophysiologie
  • Medizinische Kommunikation

Semester 3-5:

  • Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Innere Medizin, Notfallmedizin, Neurologie, Psychiatrie, Gynäkologie, Urologie, Geriatrie, Herz-Gefäß-Thoraxchirurgie
  • Medizinrecht & Ethik, Datenschutz
  • Medizintechnik, Medizininformationssysteme, E-Health
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Famulaturen: Innere Medizin, Chirurgie

Semester 6:

  • Bachelorarbeit
  • Medizincontrolling
  • Wahlpflichtmodule

Semester 7-8:

  • Praktisches Jahr (kann bei Berufsausbildung im Gesundheitssystem auf 6 Monate verkürzt werden)

Besonderheiten

Dieser Studiengang ist medizin- und praxisnah. Viele Lehrveranstaltungen finden im fakultätseigenen Labor DocLab statt, in dem praktisch geübt wird. Dieser Studiengang eignet sich sowohl für Abiturienten als auch als akademische Weiterbildung für Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Gesundheitswesen.

Physician Assistants sind Teil des ärztlichen Teams und führen anspruchsvolle Tätigkeiten aus. Damit ist dieser Studiengang eine echte Alternative zum Medizinstudium.

Das Berufsbild des Physician Assistant ist im Ausland schon lange etabliert. Der deutsche Abschluss ist im Ausland anerkannt und dieser Beruf kann damit auch im Ausland ausgeübt werden.

Die Regelstudienzeit beträgt 8 Semester, davon entfallen die letzten beiden Semester auf das praktische Jahr. Studierende mit einer Ausbildung im Gesundheitssystem können eine Verkürzung des praktischen Jahres auf 6 Monate beantragen. Die Studienzeit verkürzt sich dann auf 7 Semester.

Berufliche Perspektiven

Der Physician Assistant übernimmt ärztliche Tätigkeiten. Physician Assistant werden heute bereits eingesetzt in den Feldern:

  • Patientenbetreuung
  • Anamnese, Statuserhebung, Erstellung der Diagnose und des Behandlungsplans
  • Visiten
  • Diagnostik (z. B. Endoskopie, Sonografie, ...)
  • Wundversorgung, Notfallbehandlungen
  • Assistenz bei Operationen
  • Management von Prozessen, Stationsabläufen, Organisation von Aufnahmen und Entlassung, Erstellen von Reha-, AHB-Anträgen, Einsatz im OP-Management
  • Koordination von therapeutischen Teams
  • Kommunikation
  • Dokumentation und Zertifizierung

Praktika und Auslandsaufenthalte

Dieser Studiengang ist sehr praxisnah ausgerichtet. Viele Lehrveranstaltungen finden unter Laborbeteiligung statt, so dass gleich von Anfang an praktische Fähigkeiten geübt und trainiert werden können. Bereits im 3. Semester ist ein erstes medizinisches Praktikum, die Famulatur Innere Medizin, vorgesehen. Dieses wird semesterbegleitend in einem Krankenhaus abgeleistet. So werden Studierende früh in die klinische Patientenversorgung eingebunden. Ein weiteres medizinisches Praktikum, die Famulatur Chirurgie, wird im 4. Semester erbracht.

Das 7. und 8. Semester sind als praktisches Jahr vorgegeben. Diese werden in einer medizinischen Versorgungseinrichtung wie einem Krankenhaus erbracht. Studierende, die bereits eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen erbracht haben, können eine Verkürzung der Praxisphase auf 6 Monate beantragen.

Ergänzend können in der Praxiseinrichtung zusätzliche vertiefte Praxiseinheiten während der vorlesungsfreien Zeit gemäß des Konzeptes Studium mit vertiefter Praxis absolviert werden.

Auslandsaufenthalte sind nicht verpflichtend vorgegeben, werden aber empfohlen und von Seite der Fakultät und der Hochschule Neu-Ulm unterstützt. Möglich sind ein Auslandssemester, das Absolvieren eines Praktikums, aber auch kürzere Aufenthalte wie Kurzpraktika, Sprachkurse, oder Summer- bzw. Winterschools sind denkbar. Vorbereitend können Kurse aus dem großen Sprachangebot des Sprachenzentrums ab dem 2. Semester belegt werden.

Kooperationen

Kooperationspartner für das Hochschulpraktikum sowie für das Hochschulpraktikum mit vertiefter Praxis sind u.a.:

  • Kreiskliniken Günzburg-Krumbach
  • Therapiezentrum Burgau
  • RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm
  • Alb Fils Kliniken
  • Rems-Murr-Kliniken
  • Uniklinik Ulm
  • Uniklinik Tübingen
  • Kreiskliniken Dillingen-Wertingen
  • Fachklinik Ichenhausen
  • Ortenau Klinikum Lahr
  • Kliniken der Barmherzigen Schwestern, München
  • SINOVA Schussental, Psychosomatisches Zentrum Aulendorf
  • Innere/Chirurgie MVZ Neu-Ulm
  • Wertachkliniken Bobingen und Schwabmünchen
  • Diak Klinikum Schwäbisch Hall
  • Donauklinik Neu-Ulm
  • Klinikum Crailsheim

Für weitere Informationen steht die Fachstudienberatung gerne zur Verfügung.

Lehrsprache

Lehrsprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Vereinzelt können Vorträge in englischer Sprache abgehalten werden, z.B. bei Einsatz von Gastdozenten aus dem Ausland.

Beiträge und Gebühren

Es fallen keine Studiengebühren an. Pro Semester wird ein Semesterbeitrag (Verwaltungsgebühren und Solidarbeitrag) erhoben. Informationen hierzu finden Sie auf der Seite "HNU - Gebühren und Rückmeldung (öffnet neues Fenster)".

Bei Fra­gen zum Stu­di­en­gang

Silke Thierer

Sil­ke Thie­rer

Ansprechpartnerin für Bewerbung und Zulassung

Telefon: 0731/9762-2010

Standort: Hauptgebäude A, A.1.24

Zum Profil von Silke Thierer

Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen

Auch in­ter­es­sant:

Das Do­cLab

Anamnesen erstellen, nähen, intubieren – praktisches Üben ist für die Studierenden im DocLab möglich. Mit neuester, umfangreicher Technik  bilden wir die künftigen Physician Assistants praxisnah aus.

Phy­si­ci­an As­sis­tant: Bin­de­glied zwi­schen Arzt­be­ruf und Pfle­ge­kraft

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Regio TV stellt in einem interessantem Beitrag den neuen Studiengang Phy­si­ci­an As­sis­tant (B.Sc.) an der Hochschule Neu-Ulm vor

FAQ-Se­rie zum Phy­si­ci­an As­sis­tant

(öffnet neues Fenster)

Auf Youtube stellen wir Ihnen den Studiengang in einer Videoserie vor.  Wesentliche Fragen zum Studiengang beantworten die Professorinnen Dr. Mona Spiegel und Dr. Judith Mantz.

All­ge­mei­ne Stu­di­en­be­ra­tung

Unser Studienberater Thomas Bartl unterstützt Sie u.a. bei Fragen wie: „Welches Studium passt zu mir?“ , „Wie kann ich meinen Studienverlauf besser planen?“, „An wen wende ich mich bei Problemen und Hindernissen im Studium?“

Stim­men zum Stu­di­um

„Die Physicians finden Ihren Platz je nach ihren Fähigkeiten und Vorlieben. Sie können eingesetzt werden im Operationssaal, in der Notaufnahme, auf der Station, oder auch in Arztpraxen. Physicians helfen, dem Arztmangel entgegen zu wirken."

Prof. Dr. Silvia Straub